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Nürnberg: Prozess gegen Mert A. beginnt – Das sagt die Familie des Opfers


Prozess gegen mutmaßlichen Todesschützen beginnt

Von t-online, krei, dan

29.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Schüsse in Nürnberger SüdstadtVergrößern des BildesEin Absperrband der Polizei in der Landgrabenstraße (Archivbild): Hier soll Mert A. mindestens fünf Schüsse auf zwei Männer abgefeuert haben. (Quelle: Daniel Karmann/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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In Nürnberg beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder Mert A. t-online hat mit dem Anwalt der Opferfamilie gesprochen.

Montagsabends im Oktober 2022 – plötzlich fallen Schüsse in der Nürnberger Südstadt. Ein Mann stirbt, ein weiterer wird schwer verletzt.

Von dem Täter hatte nach dem Verbrechen wochenlang jede Spur gefehlt – bis Januar. Eine Spezialeinheit der italischen Polizei nahm den mutmaßlichen Mörder Mert A. im Badeort Rimini fest. Danach wurde er nach Deutschland überführt.

Seitdem sitzt A. in U-Haft. Nun steht fest, wann ihm der Prozess gemacht wird. Der Anwalt der Familie des Opfers hat t-online zudem verraten, wie die Familie auf den Prozess blickt.

Prozess beginnt am Nikolaustag

Ab dem Nikolaustag (6. Dezember) muss sich A. vor der 5. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth verantworten, wie die Pressestelle des Oberlandesgerichts mitteilte. Angeklagt ist A. wegen gleich mehrerer Verbrechen – Mord, versuchter Mord mit gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er mit Orhan T. und dem später verstorbenen Sahan Ö. in Streit geraten sei. Unter dem Vorwand, sich mit beiden versöhnen zu wollen, habe er diese in ein Lokal in der Landgrabenstraße gelockt. Dort soll er zugeschlagen haben.

Als Ö. und T. eintrafen, habe Mert A. sie bereits erwartet. Laut Anklage soll er "sofort und ohne rechtfertigenden" Grund eine Waffe gezückt und mindestens vier gezielte Schüsse abgegeben haben – "in Tötungsabsicht."

Darauf versuchte T. noch, dem mutmaßlichen Täter seine Waffe abzunehmen, worauf Mert A. erneut geschossen haben soll. Orhan T. überlebte schwer verletzt, Sahan Ö. verstarb noch am selben Tag. Mehr zu der Tat lesen Sie hier.

"Trotzdem wird gehofft, dass der seine gerechte Strafe bekommt"

"bild.de" will erfahren haben, dass der Angeklagte von Nürnberg aus zunächst nach Frankfurt geflohen sei. Von dort aus soll er sich laut dem Bericht ins Ausland abgesetzt haben – wohl mit falschem Pass und einer weiteren Waffe. Die Nürnberger Polizei fahndete darauf mit der eigens gegründeten Sonderkommission "Graben" nach ihm. Darauf folgte die Festnahme in Italien.

Anwalt Mustafa Ertunc vertritt die Familie des verstorbenen Sahan Ö., die im Prozess als Nebenkläger auftritt. Ertunc sagte t-online, dass die Familie der Polizei und der Staatsanwaltschaft sehr dankbar dafür sei, dass A. im Ausland gefasst werden konnte. "Eine Wiedergutmachung oder Genugtuung wird in diesem Verfahren nicht erfolgen. Trotzdem wird gehofft, dass der Täter seine gerechte Strafe bekommt", so der Anwalt zu t-online weiter.

Für den Prozess im Nürnberger Strafjustizzentrum wurden 29 Verhandlungstage angesetzt. Laut vorläufigem Stand könnte im März 2024 ein Urteil fallen.

Verwendete Quellen
  • Anfrage bei dem Anwalt der Familie per Mail
  • Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 28. November 2023
  • bild.de: "Hier wurde der Franken-Killer im Schlaf überrascht" vom 30. Januar 2023
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