Sie sind hier: Home > Regional > Solingen >

"Jahrhunderthochwasser": 130 Menschen in Solingen gerettet

Solingen  

"Jahrhunderthochwasser": 130 Menschen in Solingen gerettet

15.07.2021, 13:18 Uhr | dpa

"Jahrhunderthochwasser": 130 Menschen in Solingen gerettet. Unwetter in Nordrhein-Westfalen

Eine Straße vor einem Restaurant in Solingen ist überflutet. Foto: Gianni Gattus/TNN/dpa (Quelle: dpa)

Die Einsatzkräfte in Solingen haben in den vergangenen Stunden etwa 130 Menschen im Stadtgebiet aus akuter Not vor dem Hochwasser gerettet. Das sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstag. "Wir haben die Menschen über Drehleitern, Boote, Bojen herausgeholt. Es war alles improvisiert." In zwei Situationen hätten sich Einsatzkräfte zudem auf Tanklöschfahrzeugen in Sicherheit bringen müssen.

Die Einsatzkräfte sprechen nach den starken Regenfällen in Solingen nach Angaben eines Stadtsprechers von einem "Jahrhunderthochwasser". "Unsere Heimatstadt ist von einer großen Katastrophe heimgesucht worden", sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD). "Dieses Ausmaß an Überflutung ist nicht mehr zu bekämpfen. Das Wasser ist stärker." Kurzbach hatte am Morgen den besonders betroffenen Stadtteil Unterburg besucht. Die dortige Lage beschrieb er als "bedrohlich und beängstigend".

In der Nacht sind laut Feuerwehrsprecher etwa 300 Kräfte im Einsatz gewesen, viele von ihnen mehr als 30 Stunden am Stück. Am Donnerstagmittag waren etwa 110 Kräfte nach einer kurzen Pause mit weiteren Arbeiten beschäftigt. 250 Einsätze seien bereits abgearbeitet worden - 200 seien aber noch offen.

120 Menschen seien über Nacht von der Stadt untergebracht worden, sagte der Leiter des Krisenstabes, Jan Welzel. Der Stadtteil Unterburg bleibe vorerst gesperrt. Auch Strom und Gas seien noch abgeschaltet, auch in Verteilstationen seien durch das Hochwasser Schäden entstanden.

Ziel sei es, die Menschen sukzessive wieder in ihre Wohnungen zurückzulassen, wenn diese sicher seien und trockenen Fußes erreicht werden könnten. "Einsturzgefährdete Häuser können wir nicht ausschließen", sagte Welzel. Er bat die Menschen zudem um Geduld. "Es wird Tage, möglicherweise auch Wochen dauern, bis wir einen bestimmten Zustand wieder erreicht haben."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: