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Stuttgart: Krach um Teststrategie in Baden-Württemberg

"Schlagabtausch" im Kabinett  

Krach um Teststrategie in Baden-Württemberg

23.02.2021, 13:53 Uhr | dpa, t-online

Stuttgart: Krach um Teststrategie in Baden-Württemberg. Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) spricht im Landtag (Archivbild): Über die Teststrategie des Landes wurde angeregt debattiert. (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow)

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) spricht im Landtag (Archivbild): Über die Teststrategie des Landes wurde angeregt debattiert. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Im Landtag von Baden-Württemberg ist heftig wegen der Corona-Teststrategie diskutiert worden. Die Kommunen würden alleingelassen, so Innenminister Thomas Strobl.

In der grün-schwarzen Koalition gibt es Krach wegen der Teststrategie des Landes. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) berichtete auf Nachfrage von einem "heftigen Schlagabtausch" bei der Kabinettssitzung am Dienstag.

Er versuche normalerweise, Konflikte im Kabinett herunterzuspielen, aber das sei schon ein heftiger Schlagabtausch gewesen. Aber auch wenn das in hartem Ton vorgetragen worden sei, sehe er den Konflikt als überwindbar an.

Strobl fordert Tests auch ohne Symptome

Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat sich in der Kabinettssitzung nach Informationen der dpa aus Regierungskreisen verärgert über fehlende Fortschritte bei der Teststrategie gezeigt. Was Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) vorgestellt habe, sei deutlich zu wenig. Es müsste längst umfassend getestet werden, gerade auch bei Personen, die keine Symptome zeigten, monierte der Vize-Ministerpräsident demnach. Notwendig sei der Aufbau einer kommunalen Teststruktur. Hier fühlten sich die Kommunen aber alleingelassen. Es sei unverständlich, dass hier noch nicht mehr geschehen sei, obwohl ausreichend Kapazitäten vorhanden seien.

Gesundheitsamtsleiter warnt vor dritter Welle

Lucha wies die Vorwürfe Strobls öffentlich zurück. "Wir kommen sehr gut voran", sagte er am Dienstag in der Regierungs-Pressekonferenz. Man begrüße die zahlreichen Aktivitäten der Kommunen. Das Land biete den Kommunen etwa drei Millionen Tests aus der Landesreserve.

In Stuttgart ist unterdessen die Sieben-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen wieder gestiegen und liegt am Dienstag bei 36,5. Der Leiter des Gesundheitsamts der Stadt, Stefan Ehehalt, hat angesichts dessen vor einer dritten Welle gewarnt. Lockerungen führten zu mehr Kontakten und müssten deshalb engmaschig kontrolliert werden.

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