• Home
  • Regional
  • Stuttgart
  • Stuttgart: BadeunfĂ€lle im SĂŒdwesten hĂ€ufen sich


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextGroße Überraschung in WimbledonSymbolbild fĂŒr einen TextÖsterreicherin stirbt nach HaiangriffSymbolbild fĂŒr einen TextIsrael schießt drei Hisbollah-Drohnen abSymbolbild fĂŒr einen TextSchiff zerbricht: 27 Seeleute vermisstSymbolbild fĂŒr einen TextRegierung rĂ€t zu NotstromaggregatenSymbolbild fĂŒr einen TextBundesligist schlĂ€gt auf Transfermarkt zuSymbolbild fĂŒr einen TextPolit-Prominenz bei Adels-TrauerfeierSymbolbild fĂŒr einen TextZehn Millionen Euro beim Lotto am SamstagSymbolbild fĂŒr einen TextMassenschlĂ€gerei auf "Karls Erdbeerhof"Symbolbild fĂŒr einen TextReiten: Olympiasiegerin disqualifiziertSymbolbild fĂŒr einen TextSchauspieler Joe Turkel ist totSymbolbild fĂŒr einen TextHorror-Crash nach VerfolgungsfahrtSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserZigaretten knapp: Diese Marken betroffen

BadeunfĂ€lle im SĂŒdwesten hĂ€ufen sich

Von dpa
Aktualisiert am 27.06.2021Lesedauer: 3 Min.
Ein "Betreten verboten"-Schild steht am Neckarufer bei NĂŒrtingen (Archivbild): In Baden-WĂŒrttemberg ist es vermehrt zu BadeunfĂ€llen gekommen.
Ein "Betreten verboten"-Schild steht am Neckarufer bei NĂŒrtingen (Archivbild): In Baden-WĂŒrttemberg ist es vermehrt zu BadeunfĂ€llen gekommen. (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

In Baden-WĂŒrttemberg ist es zuletzt vermehrt zu BadeunfĂ€llen gekommen. Die DLRG mahnt zur Vorsicht und gibt Tipps, worauf fĂŒr sicheres Baden zu achten ist.

Ein 81-JĂ€hriger ertrinkt trotz Rettungsrings im Bodensee, eine AchtjĂ€hrige wird leblos aus einem Mannheimer Badesee geborgen, der Badeausflug eines 26-JĂ€hrigen im Ortenaukreis endet tödlich: Im SĂŒdwesten kam es im Juni zu zahlreichen BadeunfĂ€llen. "Wir haben festgestellt, dass wir eine erhöhte Zahl von EinsĂ€tzen hatten", sagte der PrĂ€sident des DLRG-Landesverbands WĂŒrttemberg, Armin Flohr. Die GrĂŒnde fĂŒr die HĂ€ufung seien vielfĂ€ltig, grundsĂ€tzlich steige die Zahl der UnfĂ€lle bei Sommerwetter. Doch die Corona-Pandemie verschĂ€rft die Situation.

FreibĂ€der hĂ€tten bislang streng reglementiert, wie viele Besucher auf das GelĂ€nde dĂŒrften, sagte Flohr. "Da sagen die Leute, dann gehen wir halt an den Neckar oder an den Rhein." An FlĂŒssen und Seen gebe es aber oft keine Badeaufsicht, wodurch die Gefahr tödlicher UnfĂ€lle im Wasser steige, betonte Flohr. "Dann haben wir die fatale Situation, dass die Leute dafĂŒr nicht gut genug schwimmen können."

"Generation Nichtschwimmer"

Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hatten wegen der Corona-Pandemie rund 100.000 Kinder und Jugendliche in Baden-WĂŒrttemberg keinen Zugang zu Schwimmunterricht. Deshalb setzen die RettungskrĂ€fte auf eine "Ausbildungsoffensive" im AnfĂ€ngerschwimmen. "In normalen Jahren werden bei der DLRG in Baden und WĂŒrttemberg ĂŒber 9.500 Seepferdchen abgenommen", sagte Flohr. "2020 waren es nicht einmal 2.500." Die PrĂ€sidentin der DLRG Baden, Ingrid Lehr-Binder, betont, man werde "Jahre benötigen", um diesen Abzeichen-Stau abbauen zu können.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Liebe Regierung, Herr Melnyk ist untragbar"
Ranga Yogeshwar: Der Wissenschaftsjournalist hat einen Appell mit der Überschrift "Waffenstillstand jetzt!" unterschrieben.


Doch nicht nur die "Generation Nichtschwimmer" bereitet den RettungskrÀften Sorgen. "Wir haben auch ein Riesenproblem mit Aufsichtspersonen", sagte Armin Flohr. "Die Leute daddeln mit ihren Handys rum und wÀhrenddessen ertrinken womöglich die Kinder." Der Bundesverband der DLRG fordert deshalb Eltern mit einer Videokampagne auf, das Smartphone beim Badeausflug beiseite zu legen.

Nicht alle GewÀsser sind geeignet

DarĂŒber hinaus rĂ€t die DLRG, sich genau zu ĂŒberlegen, welche GewĂ€sser sich fĂŒr BadeausflĂŒge eignen. Rhein und Neckar als Schifffahrtsstraßen seien problematisch, sagte Flohr. "Sie wĂŒrden ihre Kinder ja auch nicht an der Autobahn spielen lassen. Aber viele Menschen denken sich, Hauptsache Wasser und raus."

Allerdings wird die Auswahl geeigneter Badestellen zunehmend schwerer. Immer wieder entscheiden sich Gemeinden wie jĂŒngst im oberschwĂ€bischen Bad Saulgau (Landkreis Sigmaringen), Badestege und andere Infrastruktur wie Duschen an öffentlich zugĂ€nglichen Seen abzubauen – aus Angst davor, bei UnfĂ€llen dort haften zu mĂŒssen.

Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs seien die Kommunen in NaturbĂ€dern fĂŒr die Verkehrssicherung verantwortlich, betonte eine Sprecherin der WĂŒrttembergischen Gemeinde-Versicherung (WGV). In diesen FĂ€llen sei eine Badeaufsicht vor Ort notwendig.

Badestellen ohne Aufsicht

Die können oder wollen sich einige Gemeinden aber nicht leisten – und bauen deshalb Stege und Umkleidekabinen ab. Dann können die GewĂ€sser als "Badestellen" ohne Aufsicht deklariert werden. "Das macht es nur noch schlimmer", sagte der wĂŒrttembergische DLRG-PrĂ€sident Flohr. "Aber natĂŒrlich sagt kein BĂŒrgermeister, er haftet persönlich fĂŒr diese Seen." Die DLRG fordert deshalb, Rechtssicherheit zu schaffen.

Bei der WGV sieht man dafĂŒr aber keinen Bedarf. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr das Badewesen habe zu dem Thema "detaillierte MerkblĂ€tter entwickelt", sagte eine Sprecherin. "Sofern die dort entwickelten Kriterien eingehalten werden, sind Kommunen haftungsrechtlich in der Regel "auf der sicheren Seite"."

Auf Nummer sicher gehen sollten nach Ansicht der DLRG aber auch die BadegĂ€ste. "Es geht manchmal einfach darum, das Hirn einzuschalten", sagte der wĂŒrttembergische DLRG-PrĂ€sident Flohr. "Wenn das auf einem Schild an der BrĂŒcke steht, sollte man eben nicht von dort ins Wasser springen." Ein Sprecher des Landesverbands Baden betonte zudem, aufmerksame BadegĂ€ste könnten im UnglĂŒcksfall Leben retten: "Je frĂŒher ein Unfall erkannt, gemeldet und geholfen wird, desto höher sind grundsĂ€tzlich auch die Überlebenschancen."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Michael_Stroebel_04
Von Michael Ströbel
BadeunfallBodensee

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website