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Flugrouten-Gegner überreichen rund 15 000 Unterschriften

Von dpa
09.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Protest
Die Demonstrierenden protestieren im Schlossgarten vor dem Landtag gegen Fluglärm. (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/dpa-bilder)
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In der Debatte um eine umstrittene neue Abflugstrecke vom Stuttgarter Flughafen haben Gegner der geplanten Route die Unterschriften von rund 15 000 Unterstützern gesammelt und der Landesregierung überreicht. Die in der Regierung auch für das Thema Lärmschutz verantwortliche Staatssekretärin Elke Zimmer empfing die Sprecher der vier Bürgerinitiativen "Vereint gegen Fluglärm" aus Nürtingen-Oberensingen-Hardt, Wolfschlugen, Neuhausen und Aichtal. Die Fluggesellschaften Lufthansa und Eurowings hatten mit dem Vorschlag für eine neue Abflugroute in Richtung Süden viele Menschen in der Region in Alarmstimmung versetzt.

"Viele haben sich extra für diese Lage entschieden und sind hierher gezogen, um ihre Ruhe zu haben", erklärte der Sprecher der Bürgerinitiativen, Rolf Keck, am Dienstag. "Jetzt soll die neue Route kommen, das wäre für uns sehr einschneidend." Mit den Unterschriftenlisten und der Online-Petition wollten die Initiativen ein "Zeichen setzen, dass wir auch viele sind".

In dem Streit hatte zuletzt ein Krisengipfel mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) für einen Aufschub gesorgt. Die Fluglärmkommission soll nun erst im neuen Jahr eine Empfehlung an das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung abgeben. Zuvor sollen ein Lärmgutachten und Tests in einem Simulator neue Erkenntnisse bringen. Das Gutachten soll ermitteln, wie sich der Dauerschallpegel bei unterschiedlichen Routen verändert. In dem Simulator soll die Route unter anderem bei verschiedenen Wetterbedingungen ausprobiert werden.

Die Fluglärmkommission verspricht sich von dem Vorschlag der Airlines, dass weniger Menschen durch den Lärm belastet werden. Durch einen steileren Abflugwinkel und einen engeren Kurvenradius wären in einigen Kommunen die Flugzeuge weniger zu hören. Aber eben nicht in allen: Besonders Denkendorf, Köngen und Nürtingen werden wohl stärker belastet. "Es darf nicht sein, dass sich Kommunen, die entlang der alten Route liegen und die vermeintlich neu Betroffenen gegeneinander ausspielen lassen, ohne dass belegbare Fakten hinsichtlich der Umverteilung des Lärms vorliegen", sagte Keck.

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