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"The Purge - Die Säuberung": Ethan Hawke in dunkler Zukunftsvision

"The Purge - Die Säuberung": Horror im Eigenheim mit Ethan Hawke

13.06.2013, 11:36 Uhr | dpa

"The Purge - Die Säuberung": Ethan Hawke in dunkler Zukunftsvision. "The Purge - Die Säuberung": Horror im Eigenheim mit Ethan Hawke (Quelle: Universal)

Maskierte bedrohen in der "Purge"-Nacht das Zuhause der Sandines. (Quelle: Universal)

Kann man von einem Genrefilm erwarten, dass er Themen wie exzessiven Waffenbesitz oder die soziale Spaltung der US-amerikanischen Gesellschaft adäquat behandelt? Wohl kaum, aber immerhin gibt sich Regisseur und Drehbuchautor James DeMonaco ("Staten Island") in seiner bitterbösen Zukunftsvision "The Purge - Die Säuberung" alle Mühe, brisante Probleme anzureißen. Trotzdem bleibt sein Film eindimensional und erliegt als ballernde Blutorgie schließlich der Faszination, die er eigentlich anprangern möchte. 

Die böse Welt mit all ihren Problemen soll draußen bleiben - darauf hat sich James Sandine (Ethan Hawke) spezialisiert. Der Sicherheitsexperte hat sein pompöses Eigenheim und die seiner Nachbarn zu High-Tech-Festungen hochgerüstet, und zwar aus gutem Grund. In der nahen Zukunft gibt es eine Nacht im Jahr, in der alles erlaubt ist: Jedes Verbrechen, auch Mord, bleibt straffrei. Die "Purge"-Nacht - so die krude Prämisse des Drehbuchs - soll dazu dienen, angestaute Aggressionen auf legale Weise abzubauen. 

Foto-Serie mit 7 Bildern

Also verschanzt sich der Security-Freak Sandine mit Ehefrau Mary (Lena Headey, "Game of Thrones") und den beiden Kindern im Eigenheim. Als ein Obdachloser draußen um Hilfe bittet, öffnet Sohn Charlie die Sicherheitsschleuse, lässt den Mann ins Haus, und setzt eine mörderische Spirale in Gang. 

Brisante Aspekte werden leider nur angerissen

Es gibt durchaus spannende Ansätze in dieser Konstruktion: Die Kinder bilden so etwas wie ein Bollwerk der Vernunft und Humanität inmitten einer komplett perversen Erwachsenenwelt. Nur leider zieht der Regisseur sein Konzept so gnadenlos durch, dass letztlich keine der Figuren wirklich Konturen entwickeln kann. Sie alle sind nur bewegliche Zielscheiben in einem Horrorfilm, der weder schwarzhumorig noch makaber daherkommt. Da kann dann selbst ein Charakterdarsteller wie Ethan Hawke ("Before Midnight") wenig ausrichten. 

Schade, brisante Aspekte wie die Obsession mit Waffen, der Alptraum der Amokläufe von Columbine bis Newtown oder die Abschottung der Wohlhabenden in bewachten Wohlstandsghettos ("Gated Communities") werden immer nur angerissen, dann aber wieder gnadenlos niedergeballert.

Kinostart "The Purge - Die Säuberung": 13. Juni 2013

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