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"Avengers 2"-Filmkritik: Erfüllt "Age of Ultron" die hohen Erwartungen?

"Avengers: Age of Ultron"  

Superhelden-Spektakel epischen Ausmaßes

23.04.2015, 13:54 Uhr | Marc Thomé, t-online.de

"Avengers 2"-Filmkritik: Erfüllt "Age of Ultron" die hohen Erwartungen?. Ring frei: Iron Man hat die Hulkbuster-Rüstung angelegt.

Ring frei: Iron Man hat die Hulkbuster-Rüstung angelegt.

Kann Regisseur Joss Whedon die Messlatte, die er 2012 mit "Marvel's The Avengers" setzte, mit dem Nachfolger "Age of Ultron" noch ein wenig höher legen? Ja, er kann! Dabei dimmt er den freundlichen Ton des Vorgängers merklich ab, lässt seinen Figuren mehr Raum und liefert eine ungleich komplexere Story ab. Das Ergebnis wirkt zwar an einigen Stellen etwas überladen, ist aber dennoch ein grandioses Superhelden-Spektakel epischen Ausmaßes.

Kurz zur Handlung: Die Avengers stellen sich wiedervereint dem finsteren Baron von Strucker (Thomas Kretschmann) entgegen. Als Tony Stark (Robert Downey Jr.) bei diesem Kampf eine besondere Form künstlicher Intelligenz in die Hände fällt, sieht er darin die Möglichkeit, die Erde noch besser vor Bedrohungen zu schützen.

Doch als die Intelligenz in einer Iron-Man-Drohne erwacht, ist das Ergebnis verheerend. Denn Ultron lässt sich nicht kontrollieren und sieht in den Menschen die größte Bedrohung für den Planeten. Sein Plan: Komplette Auslöschung.

Es wird kompliziert

War "Marvel's The Avengers" eine schwer unterhaltsame Achterbahnfahrt ohne tiefschürfende Handlung, so entwickelt Whedon in "Age of Ultron" ein verzweigtes Handlungsgerüst und schickt seine Superhelden auf einen Trip rund um den Globus. Dabei werden auch die Handlungsfäden der bisherigen Filme des Marvel Cinematic Universes (MCU) zu einem großen Ganzen verknüpft.

Das dürfte allerdings dazu führen, dass aufgrund der Fülle an Figuren und Referenzen der ein oder andere Kinobesucher den Überblick verlieren wird. Wer sich im MCU aber zu Hause fühlt, wird gerade angesichts dieser Komplexität seine helle Freude haben.

Pures Überwältigungskino ...

Dass die überdimensionierten Actionsequenzen, die man bei Marvel mittlerweile gewohnt ist, sich nicht bis ins Unendliche steigern lassen, war klar. Das Niveau, das "Marvel's The Avengers" oder "The Return of The First Avenger" vorlegten, wird aber selbstverständlich auch in "Age of Ultron" locker gehalten. Und so bieten der finale Kampf auf einer fliegenden Festung und das Duell Iron Man gegen den Hulk pures Überwältigungskino.

Darüber hinaus geht es in Sachen Action sogar recht variantenreich zu. Auch eine spektakuläre Verfolgungsjagd sowie eine Überraschungsattacke auf die Avengers, bei der sich die Helden ohne Ausrüstung verteidigen müssen, zählen zum Repertoire.

... aber es werden auch ruhigere Töne angestimmt

Dabei unterbricht Whedon das Spektakel immer wieder, um ruhigere Töne anzustimmen und dem Zuschauer die Charaktere näherzubringen. Diese werden allesamt weiterentwickelt und erhalten auch dank der hervorragenden Darsteller viel Tiefe. Vor allem der in "Marvel's The Avenger" blass gebliebene Hawkeye (Jeremy Renner) kann glänzen und entwickelt sich zum Sympathieträger, der als bodenständiger Familienmensch ohne Superkräfte den Avengers die nötige Erdung verschafft.

Das Zusammenspiel der Figuren funktioniert wieder hervorragend. Und es gibt trotz einem Mehr an Emotionen und Dramatik wieder viele launige Sprüche, die das phasenweise recht düstere Geschehen ordentlich aufheitern. Die Szene, in der Thors Team-Kollegen versuchen, in leicht angeheitertem Zustand Hammer Mjolnir zu bewegen, zählt so auch zu den vielen Highlights des Films.

Kinostart "Avengers: Age of Ultron": 23. April 2015

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