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Jan Josef Liefers & Radio Doria: Poetische Texte, verträumte Melodien

CD-Kritik Radio Doria "Die freie Stimme der Schlaflosigkeit"  

Poetische Texte und verträumte Melodien

14.09.2014, 11:41 Uhr | Stefanie Thomas / Intro, t-online.de

Jan Josef Liefers & Radio Doria: Poetische Texte, verträumte Melodien. Jan Josef Liefers und Radio Doria (Quelle: Universal )

Jan Josef Liefers und Radio Doria (Quelle: Universal )

Als Film- und Theaterschauspieler ist Jan Josef Liefers einem Millionenpublikum bekannt. Weit weniger Menschen wissen, dass er seit Jahren auch als passionierter Musik aktiv ist, und das nicht ohne Erfolg: Mit seiner Band Oblivion spielt er immer größere Shows und veröffentlichte bislang zwei Alben. Nun erscheint unter dem neuen Namen Radio Doria das dritte Werk unter dem poetischen Titel "Die freie Stimme der Schlaflosigkeit". 

Musizierende Schauspieler sind keine Seltenheit. Oft bleibt es für sie aber nur bei einem kurzen Intermezzo zwischen zwei Drehs. Denn nur wenige schaffen es, sich von dem Stigma "Schauspieler nimmt sich eine Band und singt" zu emanzipieren und auf der Show- genauso zu überzeugen wie auf der Theaterbühne. Selbst sehr misstrauische Geister müssen hier aber zugeben: Jan Josef Liefers gelingt das. Auch das dritte Album mit seiner angestammten Band Oblivion, die nach einem Rechtsstreit unter dem neuen Namen Radio Doria firmiert, erinnert an die große, symbolträchtige Poesie großer ostdeutscher Acts wie den Puhdys oder Silly.

Großer komplexer Pop

Auf "Die freie Stimme der Schlaflosigkeit" gelingt es Radio Doria sowohl in der Musik als auch in Liefers’ Texten, große Emotionen mit so sehnsüchtigen wie anspruchsvollen Sprachbildern zu verbinden. Kurios ist, dass die Eingängigkeit der Stücke genauso hervorragend ist wie ihre Komplexität. Anders gesagt: Songs wie die Ouvertüre und erste Single "Verlorene Kinder" oder der Titeltrack sind großer Pop, ohne auch nur eine Sekunde lang banal zu wirken.

Nächtliche Gedanken

Thematisch beschäftigte sich Liefers für dieses Album mit dem Leben und der Liebe, um Gedanken, die viele Menschen so wie ihn nachts abseits vom Alltagstrubel überfallen und sich nicht abschütteln lassen. So handelt "Verlorene Kinder" von Versprechen, die man sich als Kind gegeben hat und nie einlöste, während "Unbeschreiblich" davon erzählt, wie es ist, so glücklich zu sein, dass einem glatt die Worte fehlen. So wird "Die freie Stimme der Schlaflosigkeit" zu einem wortgewandten und trotzdem sinnlichen Album mit neun gefühlvollen Songs, die Liefers mit seiner warmen und sympathischen Stimme perfekt akzentuiert.

Radio Doria, "Die freie Stimme der Schlaflosigkeit", (Polydor / Universal) erscheint am 12.09.2014

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