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Paul McCartneys starkes "Rockdown"-Solo

Von dpa
Aktualisiert am 18.12.2020Lesedauer: 3 Min.
Sir Paul McCartney 2018 bei einem Konzert in Glasgow.
Sir Paul McCartney 2018 bei einem Konzert in Glasgow. (Quelle: Stewart Westwood / Rmv/RMV via ZUMA Press/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Eigentlich wollte Paul McCartney im Fr├╝hsommer kurz vor seinem 78. Geburtstag auch in Deutschland gro├če Konzerte geben. Auf dem Programm: die bew├Ąhrte Stadion-Mixtur aus Beatles-Welthits und kaum weniger ber├╝hmten Songs seiner ph├Ąnomenalem Karriere seit 1970.

Doch wegen der Pandemie kam auch dies anders - zur Entt├Ąuschung vieler Verehrer, die einen der ber├╝hmtesten Musiker des 20. Jahrhunderts gern noch einmal live gesehen h├Ątten.

Sir Paul, l├Ąngst Mitglied der Corona-Risikogruppe, kam in einem Farmhaus im englischen Sussex unter, bei seiner ├Ąltesten Tochter Mary und deren Familie. Und er kehrt nun, gut ein halbes Jahr sp├Ąter, mit einem ├╝berraschenden, ja ├╝berragenden Album zur├╝ck aus dem "Rockdown" (so der Musiker in einem Interview des britischen Magazins "Uncut").

"McCartney III" kn├╝pft an bei zwei fr├╝hen, nach anf├Ąnglicher Skepsis mittlerweile hochgesch├Ątzten Solowerken, die er ebenfalls in selbstgew├Ąhlter Isolation geschaffen hatte: dem rustikalen "McCartney" von 1970 - also aus dem Jahr des Beatles-Splits - und dem elektronischen "McCartney II" von 1980. Gemeinsam ist den drei selbstbetitelten Alben, dass der erfolgreichste Songschreiber der Popgeschichte in bescheidener angelegten Unternehmungen so reduziert, l├Ąssig und k├╝hn klingt wie sonst nur selten.

"Bei allen dreien war eigentlich nur die Absicht, ein bisschen im Haus herumzumusizieren", sagt der 18-fache Grammy-Gewinner im "Uncut"-Interview zur Ausgangslage. Und er f├Ąhrt mit Blick auf "McCartney III" fort: "Dass ich dieses neue Album zum Vergn├╝gen gemacht habe, nahm eine Menge Druck von mir. Ich bin dann wie ein verr├╝ckter Professor, der in seinem Labor herumexperimentiert."

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Statt sich Theaterprojekten zu widmen und als lebende Legende beim geplanten Glastonbury-Festival 2020 aufzutreten, lie├č sich der trotz Falten immer noch irgendwie jungenhaft wirkende Brite beim Komponieren und Solo-Aufnehmen im Lockdown einfach treiben. Der BBC sagte er: "Nicht f├╝r eine Sekunde habe ich daran gedacht, dass das ein Album werden k├Ânnte."

Im "Uncut"-Magazin erl├Ąutert McCartney, immerhin einer der gr├Â├čten Melodienerfinder des Pop: "Wenn ich Lieder schreibe, dann wei├č ich nicht, wo es hinf├╝hrt." Ein "Songwriter-Navi" habe er n├Ąmlich nicht. "Ich folge der Route und schaue einfach mal, wo ich lande."

Gelandet ist McCartney bei einigen der faszinierendsten Liedern eines ohnehin reichen Sp├Ątwerks. Die Pianoballade "Women And Wives" etwa: traumhaft sch├Ân. "Seize The Day": gehobene Beatles-Qualit├Ąt. Oder gar das geniale "Deep Deep Feeling": eine achtmin├╝tige, garantiert nicht locker mitsingbare Exkursion in vorher selten betretene Soundregionen - wieder viel Klavier, vertrackte Trip-Hop-Rhythmen, Falsettgesang, ein herrlich dezentes Gitarrensolo und Lagerfeuer-Ausklang inklusive.

Der Musiker nennt diesen Song selbst etwas verr├╝ckt: "Er geht einfach immer weiter, da sind Millionen kleine Ver├Ąnderungen drin." Aber: "Wenn Du Dich traust, ein bisschen zu experimentieren, ist das gut f├╝r Dich. Ich habe das immer geliebt. "Es ist erlaubt" - das ist eine Art ewige Philosophie f├╝r mich."

Deshalb l├Ąsst sich dieser einst f├╝r seinen - im Vergleich zum nasalen John Lennon - einschmeichelnden Gesang bekannte Musiker auch nicht davon unterkriegen, dass die Stimme wie schon auf dem Vorg├Ąnger "Egypt Station" (2018) nicht mehr ganz so geschmeidig ist. McCartney singt jetzt eben anders als fr├╝her, auch mal h├Âher, gepresster, rauer - es h├Ârt sich gerade deswegen wunderbar w├╝rdevoll an.

Textlich hat die Pandemie in "Find My Way" ihren Niederschlag gefunden - mit dem Ausdruck eigener Ängste. Der Song wurde "zu Beginn des Lockdowns geschrieben, es war eine sehr furchterregende Zeit". McCartney, gern als Sonnyboy beschrieben, akzeptiert gleichwohl sein Image: "Ich habe immer versucht, den meisten Dingen eine positive Richtung zu geben." Und er sei auch stolz, dass die Musik der Beatles "diese Wirkung bei Menschen hatte und wohl auch noch hat. Das sollte doch nur eine kleine Rock'n'Roll-Band sein, die ein paar Jahre überdauert. Es ist so irre!"

Mit der Pop-├ära der Sixties, auf die McCartney gern zur├╝ckblickt, verkn├╝pft er nun auch das erstaunliche Album "McCartney III". Erstens enth├Ąlt es mit "When Winter Comes" ein Lied von 1992, das urspr├╝nglich von Beatles-Studiozauberer George Martin produziert worden war. Zweitens ist das neue Albumcover nach Worten des stolzen Vaters von der Fotografin Mary McCartney gestaltet - sie wurde 1969, kurz vor dem Ende der Fab Four, als sein erstes Kind geboren.

Mit einer tats├Ąchlich an das Beatles-Meisterst├╝ck "Abbey Road" von 1969 erinnernden Akustikgitarren-Ballade endet Paul McCartneys eindrucksvolle Songwriter-Lehrstunde. Nach grandiosen Platten zweier anderer ├ť70-Superstars in diesem Jahr - Bob Dylan mit "Rough And Rowdy Ways", Bruce Springsteen & The E Street Band mit "Letter To You" - erweist sich auch diese Pop-Ikone als unantastbar.

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