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Wo Fahren ohne Führerschein erlaubt ist

Private Fahrstunden  

Wo Fahren ohne Führerschein erlaubt ist

08.02.2019, 11:40 Uhr | mid/Global Press, mab, t-online.de

Wo Fahren ohne Führerschein erlaubt ist. Nachwuchs am Steuer: Eltern dürfen ihre Kinder nur auf Verkehrsübungsplätzen ans Steuer lassen. Ansonsten ist das Fahren ohne Führerschein eine Straftat. (Quelle: imago images/Westend61)

Nachwuchs am Steuer: Eltern dürfen ihre Kinder nur auf Verkehrsübungsplätzen ans Steuer lassen. Ansonsten ist das Fahren ohne Führerschein eine Straftat. (Quelle: Westend61/imago images)

Zum ersten Mal ans Steuer: Viele Anfänger wählen dafür eine ruhige Dorfstraße oder einen großen Parkplatz. Das kann aber sogar im Gefängnis enden. Hier erfahren Sie die ganz legale Alternative.

Wer keinen Führerschein hat, darf nicht Auto fahren. Und wer sich daran nicht hält, muss mit sehr unangenehmen Folgen rechnen. Da spielt es auch keine Rolle, ob für den ersten Fahrversuch etwa ein abgelegener Waldweg gewählt wird. Dennoch gibt es die Möglichkeit, dass sich Fahranfänger ganz legal ans Steuer setzen können.

Üben auf ausgewiesenen Verkehrsübungsplätzen

Erlaubt ist das Autofahren ohne Führerschein nämlich auf ausgewiesenen Verkehrsübungsplätzen. Dabei gelten zwei Bedingungen:

  • Der Fahranfänger muss je nach Anbieter mindestens 16 oder 17 Jahre alt sein.
  • Ein erwachsener Begleiter muss einen gültigen Führerschein vorzeigen.

Begleiter sollten außerdem beachten: Sind die sogenannte Tageshaftpflichtversicherung und eine Vollkaskoversicherung im Preis eingeschlossen? Oder können sie wenigstens zusätzlich abgeschlossen werden? Dann nämlich werden Sie bei einem Unfall nicht in der eigenen Kfz-Versicherung höhergestuft.

Privatgelände: Nur mit Einverständnis des Besitzers

Auch auf einem Privatgelände können Fahranfänger üben, wenn der Besitzer damit einverstanden ist. Entscheidend ist, dass das Grundstück nicht für jeden zugänglich und zum Beispiel durch einen Zaun klar abgegrenzt ist.

Erhebliche Konsequenzen bei Verstößen

Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit einer Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr rechnen. Obendrein kann der Gesetzgeber dem Führerscheinanwärter verbieten, zur Prüfung anzutreten – sogar für mehrere Jahre.

Auch den Fahrzeughalter erwarten erhebliche Konsequenzen: Ihm droht neben einer Geldstrafe der Entzug seines Führerscheins, wenn er zulässt, dass jemand ohne Fahrerlaubnis sein Fahrzeug fährt – auch wenn es nur zu Übungszwecken ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur mid

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