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So fahren Tiere sicher im Auto mit

Von dpa-tmn, t-online
Aktualisiert am 04.05.2020Lesedauer: 3 Min.
Ungesicherte Haustiere im Auto k├Ânnen f├╝r sich selbst, die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer zur gro├čen Gefahr werden.
Ungesicherte Haustiere im Auto k├Ânnen f├╝r sich selbst, die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer zur gro├čen Gefahr werden. (Quelle: /dpa-bilder)
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Der Transport von Tieren im Auto ist nicht gesetzlich geregelt ÔÇô gef├Ąhrlich ist es trotzdem. Experten erkl├Ąren, wie Tiere sicher im Auto mitfahren.

Hunde, die w├Ąhrend der Fahrt aus dem Autofenster schauen oder Katzen auf der Hutablage m├Âgen s├╝├č und lustig sein. Doch das ist gef├Ąhrlich, sagt Welf Stankowitz vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Denn bei einer Vollbremsung sind die m├Âglichen Folgen f├╝r Tier und Mensch kaum absehbar.

Tiere gelten als Ladung

"Egal ob Hund oder Katze: Wer ein Tier im Auto mitnimmt, sollte es auch entsprechend sichern", sagt Stankowitz. Wie das geht, ist aber nicht speziell vorgeschrieben. Denn rechtlich gesehen werden Tiere schlicht als Ladung betrachtet. So ist in der Stra├čenverkehrsordnung auch nicht gesondert aufgef├╝hrt, wie Hunde oder Katzen im Auto transportiert werden m├╝ssen.

Wegen nicht ordnungsgem├Ą├č gesicherter Ladung riskiert ein Autofahrer erst dann ein Bu├čgeld, wenn etwa sein Katzenkorb durch das ge├Âffnete Fenster fliegt und au├čerhalb des Autos einen Schaden verursachen w├╝rde.

Risiko f├╝r den Stra├čenverkehr

Wer sein Tier w├Ąhrend der Fahrt frei herumlaufen l├Ąsst, wird nach Ansicht des DVR aber ganz schnell selbst zum Risiko f├╝r den Stra├čenverkehr. Denn bei einem Tier kann man schlie├člich nicht an die Vernunft appellieren oder sicher sein, dass es nicht pl├Âtzlich im Fu├čraum zwischen den Pedalen herumkrabbelt oder an der Windschutzscheibe die Sicht versperrt, sagt Stankowitz.

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Hund wird zum Wurfgeschoss

Der ADAC r├Ąt daher dazu, Tiere nur in entsprechenden Boxen mitzunehmen und diese auch zu sichern. Was passieren kann, wenn ein Tier ungesichert im Auto mitf├Ąhrt, hat der ADAC bei einem Crashtest mit einem Dummy-Hund ermittelt.

Bei einem Aufprall mit 50 km/h traf die 22 Kilo schwere Hundeattrappe mit dem 25-Fachen des eigenen K├Ârpergewichts auf Kopfst├╝tze und R├╝ckenlehne des Fahrers, prallte an dessen Kopf und schlug schlie├člich in die Windschutzscheibe ein. Die Aufprallwucht lag bei ├╝ber 500 Kilogramm. Auch Tier-Transportmittel k├Ânnen sich im Auto zu Wurfgeschossen entwickeln, wenn sie nicht richtig gesichert werden.

Tierboxen auf der R├╝ckbank anschnallen

Transportboxen sollten quer zur Fahrtrichtung, direkt hinter der R├╝cksitzlehne positioniert werden. "Auch wenn niemand auf dem R├╝cksitz sitzt, sollte man die Sicherheitsgurte schlie├čen", sagt Diana Sprung vom ADAC, "denn das erh├Âht die Stabilit├Ąt".

Kleinere Katzenk├Ârbe k├Ânnten auch sicher im Fu├čraum hinter den Vordersitzen untergebracht werden. Genormte K├Ârbe oder Boxen gibt es nicht, als Orientierung jedoch k├Ânnen laut ADAC sowohl Tests dienen als auch DIN-Nummern.

Verankerung f├╝r Isofix-Kindersitze nutzen

DIN 75410-2 beispielsweise gibt einen Hinweis darauf, dass die betreffende Box die Mindestanforderungen zur Ladungssicherheit erf├╝llt. Heute gibt es auch Systeme, die nicht ├╝ber die Sicherheitsgurte sondern ├╝ber die in fast allen neuen Autos vorhandene Verankerung f├╝r Isofix-Kindersitze befestigt werden.

Das raten Tiersch├╝tzer

"Kunststoffboxen und K├Ârbe k├Ânnen leichter brechen oder splittern", sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Sie stellen dann eine Gefahr f├╝r das Tier und eventuell f├╝r den Menschen dar. Die Tiersch├╝tzer raten zu Boxen aus stabilen Materialien wie zum Beispiel Aluminium, die sich bei einem m├Âglichen Aufprall nicht so schnell verformen und damit noch mehr Sicherheit b├Âten.

Von den sogenannten Softboxen aus Stoff raten die Tiersch├╝tzer ganz ab, da diese bei einem Aufprall nachgeben und das Tier darin eingequetscht werden k├Ânne.

Transport im Kofferraum

Wer sein Tier nicht in einer Box transportieren will, kann hinter der R├╝ckbank ein Transportgitter anbringen. Dadurch wird der Innen- vom Kofferraum abgetrennt und das Tier im Fall eines Unfalls nicht nach vorn geschleudert - das dient der Sicherheit von allen Insassen.

Wer im Schadensfall zahlt

Wer wegen eines Tieres im Auto einen Unfall verursacht, etwa durch Ablenkung, kann sich zun├Ąchst darauf verlassen, dass die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung den Schaden am gegnerischen Fahrzeug begleicht.

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"Was den eigenen Schaden betrifft, kann die Kasko dem Fahrzeugf├╝hrer unter Umst├Ąnden ein Mitverschulden anlasten", sagt Rechtsanwalt Jens D├Âtsch von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht. "Ganz aus der Zahlungspflicht heraus kommen wird jedoch auch sie nicht." Daneben k├Ânne die Polizei ein Bu├čgeld in H├Âhe von bis zu 35 Euro erheben, wenn ein Versto├č gegen die Verpflichtung der Sicherung von Ladung vorliegt.

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Von Markus Abrahamczyk
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