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Neue ADAC-Pannenstatistik 2021: So anfällig sind Elektroautos

Neue Pannenstatistik des ADAC  

So anfällig sind Elektroautos

29.04.2021, 15:32 Uhr
Neue ADAC-Pannenstatistik 2021: So anfällig sind Elektroautos. Pannenhilfe: Erstmals zeigt die ADAC-Statistik auch, wo die Schwachstellen des Elektroautos liegen. (Quelle: ADAC/Uwe Rattay)

Pannenhilfe: Erstmals zeigt die ADAC-Statistik auch, wo die Schwachstellen des Elektroautos liegen. (Quelle: ADAC/Uwe Rattay)

Immer wieder die Batterie: Sie ist die Pannenursache Nummer eins. Wie anfällig sind also Elektroautos, die ja zu einem großen Teil aus Akku bestehen? Das zeigt die neue Pannenstatistik des ADAC.

Weniger Fahrten, weniger Pannen: Die Gelben Engel des ADAC hatten im Corona-Jahr 2020 nicht ganz so viel zu tun wie in normalen Zeiten. Wegen streikender Batterien gab es allerdings nochmals mehr Einsätze als ohnehin. Das zeigt die neue Pannenstatistik des Verkehrsclubs. Erstmals schaut er darin auch auf die Anfälligkeit von Elektroautos.

Rund 3,4 Millionen Einsätze der Pannenhelfer im Jahr 2020 bedeuten ein Minus von rund einem Zehntel gegenüber dem Vorjahr. Allerdings ist das Verkehrsaufkommen ähnlich stark gesunken.

Gestiegen wiederum ist der Anteil der Batterieausfälle an den Pannen: von 41,8 Prozent auf 46,3 Prozent. Insbesondere ab dem März stieg der Wert deutlich an, so der ADAC. Und dann noch einmal ab dem November. Der Verkehrsclub hat dafür eine einfache Erklärung: Damals ging Deutschland jeweils in den Lockdown, die Autos wurden weniger bewegt. Dann verliert die Batterie nach und nach ihre Spannung – der Motor springt nicht mehr an.

Verbrenner: Die häufigsten Pannenursachen 2020

UrsacheAnteil
Starter-Batterie46,3 Prozent
Motor (inkl. Einspritzung, Zündung, Sensorik)15,9 Prozent
Karosserie, Lenkung, Bremsen, Fahrwerk, Antrieb14,2 Prozent
Generator, Anlasser, Beleuchtung, Verkabelung10 Prozent
Reifen7,1 Prozent

Batterie auch im E-Auto das Hauptproblem

Davon bleiben auch Elektroautos nicht verschont. Im Gegenteil: Entladene und defekte 12-Volt-Bordbatterien sind sogar noch häufiger der Grund für einen Anruf beim ADAC (54 Prozent). Auch hier könnten längere Standzeiten der Grund sein.

Wichtig: Diese Bordbatterie versorgt die Bordelektrik (Türen öffnen, Licht, Infotainmentsysteme und vieles mehr). Sie ist nicht der große und teure Akku, der den Antrieb mit Strom beliefert.

Die speziellen Bauteile eines E-Autos wie Akku, Elektromotor und Ladetechnik sind hingegen sehr zuverlässig. Nicht einmal jeder 20. Einsatz (4,4 Prozent) geht auf sie zurück. Typische Stromer-Pannen gibt es demnach kaum.

Allerdings sind die Elektroautos auf unseren Straßen im Durchschnitt deutlich jünger als die Benziner und Diesel. Ihre Pannenwerte durch Verschleiß und Alter dürften deshalb in den kommenden Jahren steigen, sagt der ADAC.

E-Auto: Die häufigsten Pannenursachen 2020

UrsacheAnteil
Starter-Batterie54 Prozent
Elektrik, Beleuchtung15,1 Prozent
Reifen14,2 Prozent
Karosserie, Lenkung, Bremsen, Fahrwerk, Antrieb12,2 Prozent
Akku, Elektromotor, Ladeeinrichtung4,4 Prozent

Tipps gegen Batterieprobleme

Im Schnitt übersteht eine Batterie fünf bis sechs Jahre. Spätestens dann wird es Zeit für den Austausch. Pannen sind aber auch vorher nicht ausgeschlossen. Denn wegen der vielen elektrischen Verbraucher in modernen Autos wird die Batterie stark belastet. Wer in der Nähe einer Steckdose parkt, sollte die Bordbatterie deshalb gelegentlich aufladen – vor allem während längerer Standzeiten.

Verwendete Quellen:
  • ADAC

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