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Panne: Microsoft zeigt Nutzern versehentlich seinen Google-Killer.


Bing mit ChatGPT
Panne: Microsoft veröffentlicht versehentlich seinen Google-Killer

Von t-online, jnm

05.02.2023Lesedauer: 2 Min.
Ein Blick auf Microsofts neues Bing: Dem Nutzer Owen Yin wurde offenbar bereits eine neue Version mit GPT-4-Unterstützung angezeigt.Vergrößern des BildesEin Blick auf Microsofts neues Bing: Dem Nutzer Owen Yin wurde offenbar bereits eine neue Version mit GPT-4-Unterstützung angezeigt. (Quelle: Screeenshot / Microsoft Bing)
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Microsoft hat offenbar unfreiwillig vorab seine Suchmaschinen-Revolution gezeigt. Das neue Bing könnte Konkurrenten meilenweit abhängen.

Microsoft hat wohl versehentlich eine revolutionäre Neuerung in seiner Suchmaschine Bing vorab veröffentlicht. Verschiedene Nutzer bekamen die Neuerung zu sehen und posteten Screenshots davon auf Twitter, wie etwa das IT-Medium "The Verge" berichtet.

Wesentliche Änderung ist die Integration des KI-Sprachmodells GPT vom Silicon-Valley-Start-up OpenAI. Mutmaßlich soll es sich dabei um die neueste, bislang noch unveröffentlichte Version GPT-4 handeln.

Die aktuelle Version GPT-3 sorgt derzeit weltweit im bislang kostenlosen Tool ChatGPT für Aufsehen. Hier können Nutzer dem System beliebige Fragen oder Aufgaben stellen, die sich in Form eines Textes lösen lassen.

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Auf Wunsch verfasst der ChatBot Aufsätze zu bliebigen Themen, tippt Entschuldigungsbriefe oder schreibt funktionierenden Code für beliebte Programmiersprachen.

Die Ergebnisse sind oft beeindruckend gut. Allerdings kann ChatGPT nicht auf aktuelle Daten zugreifen, sein Wissen endet im Jahr 2021. Ein weiteres Problem ist, dass für Nutzer nicht ersichtlich ist, woher das KI-System seine Informationen bezieht, da keine Quellen angegeben werden.

Beides ist laut den ersten Nutzern bei der in Bing integrierten Variante gelöst: Hier habe man dem System auch aktuelle Fragen stellen können. Zudem habe das System seinen Antworten verlinkte Quellen angehängt, sodass der Nutzer besser einschätzen kann, wie zuverlässig die Auskunft der Suchmaschine ist.

Microsoft plant eine breite Integration in seine Software

Das Unternehmen OpenAI, das für die Entwicklung von GPT verantwortlich ist, wurde unter anderem von Elon Musk gegründet. Microsoft unterstützte das Start-up bereits früh finanziell und investierte erst vor kurzem weitere Milliarden.

Microsofts CEO, Satya Nadella, kündigte bereits an, dass man das Sprachmodell in zahlreiche Softwareprodukte des Unternehmens integrieren werde – dazu gehört offensichtlich auch Bing.

Schon Anfang Januar hatte das Rechercheportal "The Information" berichtet, dass Microsoft plane, noch im März eine neue Bing-Version mit GPT-Unterstützung zu starten. Bislang liegt die Suchmaschine Bing mit einem geringen einstelligen Marktanteil weit abgeschlagen hinter dem Marktführer Google. Doch die neue Variante könnte dieses Kräfteverhältnis grundlegend ändern.

Ob Google zeitnah mit einer wenigstens gleichwertigen KI-Unterstützung dagegenhalten kann, ist bislang noch nicht bekannt. Traditionell ist Google allerdings im Bereich der KI-Forschung extrem stark. Zudem hat das Unternehmen für die zweite Februarwoche ein Event angekündigt, auf dem man künftige neue Funktionen der Suchmaschine vorstellen möchte.

Vielleicht wird dort bereits Googles Gegenentwurf zu Microssofts neuem Bing präsentiert.

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