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Bildschön | Benjamin Jaworskyj: Die schönsten Landschaften Deutschlands


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Benjamin Jaworskyj: Die schönsten Landschaften Deutschlands

Peter Glaser

24.11.2018Lesedauer: 2 Min.
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Benjamin JaworskyjVergrößern des Bildes
Benjamin Jaworskyj (Quelle: Benjamin Jaworskyj/Hersteller-bilder)

Mit einem Akkuschrauber sieht man gleich alles viel lockerer… Mit einem Pol-Filter kann man als Fotograf an dem, was später zu sehen sein soll, noch tüchtig herumschrauben.

Der Pol-Filter – in der Langform: Polarisationsfilter – ist Benjamin Jaworskyjs Favorit. Es ist wie bei Leuten, die keinesfalls einen Wagen mit Automatikgetriebe fahren wollen, und zwar weil es zu bequem ist. Sie wollen schalten, Jaworskyj will den Pol-Filter drehen.

Er fotografiert Landschaften, und zwar nicht einfach Landschaften, die irgendwo herumliegen und aussehen, sondern die schönsten Landschaften, die es gibt. Er pirscht sich nachts an sie heran, um sie im Morgenrot beim Schönsein zu erwischen; steigt ganz nach oben, wegen einer vielleicht etwas anderen Perspektive; ist unermüdlich.

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Er findet an den Fuß der Kreidefelsen in Rügen, watet durch einen eiskalten bayrischen See und fotografiert nicht einfach nur, in dem Fall unter Wasser, ohne zu sehen was, sondern er erläutert auch noch, was er da tut und worauf man da achten sollte, frohgemut und unerschütterlich.

Das waren ursprünglich mal von Jaworskyj handgeschnitzte Foto-Tutorials auf YouTube, jetzt sind es superprofessionelle Selbstdarstellungen, keiner kann ihm das in seiner munter mitreissenden Art übel nehmen, und er hat eine zuverlässige Methode, der größten Gefahr schöner Landschaften zu entgehen – dem Kitsch. Der kann plötzlich aufglühen in einem Bild wie Magma bei einem Vulkanausbruch. Das passiert, wenn das Gefühl aus dem Anblick der Landschaft etwas zu unvermittelt in den Betrachter hineingerät, wie soll man das sagen?

Der Mensch liebt kleine Umwege, er nennt sie Kultur. Kultur ist Reichtum an Problemen, schrieb der Autor Egon Friedell einmal. Jedenfalls stellt Jaworskyj sich einfach, wenn die Landschaft ins Kitschige zu geraten und ein Gefühlserdrutsch ausgelöst zu werden droht, quer ins Bild und erläutert, was man beim Fotografieren eines solchen Stücks grandioser Gegend beachten muss (jemand hat ihm gesagt, dass man dabei die Hände bewegen soll). Und wieder nimmt er uns mit wie Winnetou auf die Pirsch nach schönen Bildern.

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