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Sind diese Kinder-Kopfhörer besser als die Toniebox?

  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken

Aktualisiert am 06.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Die Kinderkopfhörer von Kekz: Auf den kleinen Chips sind die Hörspiele gespeichert.
Die Kinderkopfhörer von Kekz: Auf den kleinen Chips sind die Hörspiele gespeichert. (Quelle: Jan Mölleken)
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Ein Start-up aus München hat mit dem Kekzhörer einen kindgerechten Kopfhörer mit eingebautem Hörspielspieler entworfen – quasi eine mobile Toniebox. Wir haben die Kopfhörer ausprobiert.

Hörspiele hören ist bei Kindern seit Jahrzehnten beliebt. Nur das Abspielmedium hat sich geändert: In den 70er und 80er Jahren kamen die Geschichten von der Langspielplatte, in den 80er und 90er Jahren aus dem Kassettenrekorder und dann zunehmend von der CD.

Mittlerweile wurden all diese Abspielmedien weitgehend vom Handy ersetzt – lässt man die Hifi-Enthusiasten mal außen vor. Für Erwachsene ist das praktisch – für Kinder sind Papas oder Mamas Handy aber wenig geeignet.

So ist dieses für kleinere Kinder nur schwer zu bedienen, ständig besteht die Gefahr, dass aus Versehen der Notruf gewählt wird – und widerstandsfähig sind die Telefone meist auch nicht. Von unnötiger Strahlenbelastung ganz zu schweigen.

Pendant zur Toniebox

Eine bei Kindern wie Eltern beliebte Alternative ist etwa die robuste Toniebox: Der mobile, gepolsterte Lautsprecher ist extra für Kinder gemacht. Hörspiele oder Lieder werden gestartet, indem man die zugehörige Figur auf die Box stellt. Das schaffen auch die Kleinsten. Die entsprechenden Audiodaten werden beim ersten Kontakt mit einer neuen Figur über das WLAN auf die Box geladen.

Mit dem Kekz-Kopfhörer gibt es ein ähnliches Prinzip jetzt auch in Form eines Kopfhörers: Für die Hörer gibt es kleine Chips – die Kekze – auf denen ein Hörspiel gespeichert ist. Ein großes Bild auf dem Chip verrät, worum es sich handelt – etwa Benjamin Blümchen, Conni, Feuerwehrmann Sam, Räuber Hotzenplotz und einige mehr. Sie werden einfach außen in die rechte Hörermuschel eingesetzt – und schon startet die Wiedergabe. Die Kekze haften magnetisch und sitzen recht fest, lassen sich aber leicht austauschen.

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Auf dem anderen Hörer sitzt ein großer Knopf – einmal drücken springt einen Titel vor, zweimal drücken einen Titel zurück. Die Lautstärke lässt sich mit einem Schieberegler in drei Stufen regeln – nicht jedoch lauter als 85 Dezibel, laut Hersteller die von Kinderärzten empfohlene, noch verträgliche Lautstärke.

Hörer bestehen den Praxistest

Im Praxiseinsatz machten die Kopfhörer genau das, was sie sollten: Der vierjährige Tester kam mit der Bedienung gut zurecht. Der Klang ist gut. Erfreulich ist auch, dass die Geräte tatsächlich ohne Bluetooth- oder Wifi-Verbindung auskommen. Alles, was man zum Hören braucht, sind die entsprechenden Kekze.

Die Kopfhörer selbst kosten im Startset mit einem Audiochip rund 60 Euro. Für diesen Preis wirken die aus Kunststoff gefertigten Kopfhörer allerdings etwas billig. Unglücklich ist zudem, dass der praktische Faltmechanismus offenbar Standardkopfhörern abgeschaut wurde und deshalb nicht nur recht scharfe Kanten hat, sondern auch leicht dazu führen kann, dass Kinder sich dort schmerzhaft die Finger einklemmen. Davon abgesehen überzeugte der Kekzhörer aber.

Derzeit gibt es zwanzig verschiedene Audiochips, sie kosten jeweils knapp 10 Euro. Kein Schnäppchen, aber günstiger als die Tonies für die Tonie Box, die regulär 15 Euro kosten.

Im direkten Vergleich ist die Toniebox als Plattform deutlich ausgereifter, auch gibt es mittlerweile erheblich mehr Inhalte. Doch wer eine – für die Außenwelt lautlose und überdies günstigere – Kopfhörer-Alternative mit ähnlichem Funktionsprinzip sucht, wird aktuell keine Alternative zu den Kekzhörern finden.

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  • Adrian Roeger
Von Rahel Zahlmann, Adrian Röger

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