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Musk: Hirnchip beim Menschen kommt 2022

Von t-online, sha

Aktualisiert am 08.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Elon Musk hat ein großes Ego.
Elon Musk hat Neuralink mitgegründet. (Quelle: Kiichiro Sato./dpa)
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Milliardär Elon Musk will mit seinem Unternehmen Neuralink im kommenden Jahr die erste Hirnsonde beim Menschen einsetzen. Das Verfahren wurde bisher nur an Tieren erprobt.

Neuralink will seine erste Hirn-Computer-Schnittstelle beim Menschen im kommenden Jahr einsetzen. Das teilte Mitgründer Elon Musk per Twitter mit.

Auf die Frage eines Twitter-Nutzers, wie der Zeitplan für die Entwicklung der Hirnsonde aussehe, antwortete Musk: Man werde weiter Fortschritte machen können, wenn im kommenden Jahr die Geräte am Menschen getestet würden.

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Er könne zwar nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass es 2022 so weit sein werde, schreibt Musk in einem weiteren Tweet. Aber er sei sehr zuversichtlich.

Affe spielt Pong mit Gedankenkraft

Neuralink hatte Anfang dieses Jahres Aufnahmen eines Affen gezeigt, der mithilfe der Hirnsonde das Videospiel Pong spielte. Musk betonte damals, dass es eine große Herausforderung sei, diesen Erfolg auf den Menschen zu übertragen.

Das Ziel Neuralinks sei es laut Musk, fehlerhafte oder fehlende Neuronen im menschlichen Gehirn durch Schaltkreise zu ersetzen. "Viele Probleme lassen sich lösen, indem Signale zwischen vorhandenen Neuronen überbrückt würden", so Musk.

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Neuralinks Gehirn-Computer-Schnittstelle soll es zum Beispiel querschnittsgelähmten Patienten ermöglichen, Geräte mit Gehirnsignalen zu bedienen. So könnten sie etwa über Chatprogramme mit Freunden kommunizieren oder Einkäufe im Internet erledigen.

Eines Tages wäre es denkbar, verletztes Nervengewebe mithilfe der Technologie zu überbrücken, damit Menschen beispielsweise wieder laufen könnten, hatte Musk vor zwei Jahren gesagt.

Potenzielle Anwendungsbereiche für die Hirnsonde seien zudem die Behandlung von Schmerzen, Sehstörungen, Hörverlust oder Schlaflosigkeit, hieß es damals.

Neuralink wurde 2016 gegründet. Das Unternehmen will Neuronen im Gehirn per Funkverbindung an Computer anschließen. Dafür soll ein Chip in den Schädel implantiert werden, der von außen nicht sichtbar sein soll.

Hirnsonden gibt es auch von anderen Unternehmen

Neuralink ist nicht der einzige Konzern, der an Hirn-Computer-Schnittstellen arbeitet. Das US-Unternehmen Blackrock Neurotech zum Beispiel hat nach eigenen Angaben 31 seiner Schnittstellen bei Patienten eingepflanzt.

Der Chip helfe einem Patienten mit einer Rückenmarksschädigung dabei, Texte und E-Mails mit seinen Gedanken zu schreiben, erklärt das Unternehmen auf seiner Seite.

Einem anderen Patienten von Blackrock Neurotech war es 2016 möglich, dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama über einen von ihm gesteuerten Roboterarm die Hand zu schütteln.

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