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So spioniert Sie Ihr Fernseher aus

Von t-online, dpa
24.03.2015Lesedauer: 3 Min.
InternetfÀhiger Fernseher
InternetfĂ€hige Fernseher verfĂŒgen ĂŒber einen RĂŒckkanal zu Hersteller und Sender (Quelle: Samsung)
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Haben Sie ein gesundheitliches Leiden, und das im besten Alter? Sind sie an religiösen Themen interessiert und suchen entsprechende Angebote in Ihrer NĂ€he? Kein Problem, Ihr Fernseher weiß schon Bescheid – zumindest wenn Sie inzwischen wie die meisten TV-Zuschauer einen internetfĂ€higen Smart-TV besitzen. Wir erklĂ€ren, wie das funktioniert und wie Sie dem Fernseher das SchnĂŒffeln verbieten.

Mit Smart-TVs soll der bislang passive Zuschauer zum aktiven Nutzer werden. Die Fernsehanstalten setzen hierzu vor allem auf HbbTV und versorgen TV-Zuschauer mit zusÀtzlichen Funktionen und Informationen zum TV-Programm. So lassen sich etwa verpasste Sendungen direkt aus den Online-Mediatheken auf den Fernseher beamen. Aber auch mit Programminformationen, Nachrichten in Kurzform und personalisierter Werbung kann HbbTV aufwarten.


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Der Dienst geriet wegen seiner Datensammelei und teils ungenĂŒgenden Sicherheitsstandards wiederholt in die Kritik. Dennoch sind Nutzer von internetfĂ€higen Fernsehern immer noch nicht davor sicher, von GerĂ€teherstellern und den Sendern ausgeforscht zu werden.

Je nach Nutzung und Typ lieferten die Fernseher beispielsweise Angaben darĂŒber, wie ein Zuschauer sein GerĂ€t bediene, berichtete der PrĂ€sident des bayerischen Landesamtes fĂŒr Datenschutzaufsicht, Thomas Kranig. Die Behörde hatte im vergangenen Jahr Smart-TVs von insgesamt 13 Herstellern ĂŒberprĂŒft, die 90 Prozent des deutschen Marktes abdeckten. Die endgĂŒltige rechtliche Bewertung werde erst in einigen Wochen vorliegen, sagte Kranig bei der Vorlage des Jahresberichts.

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RĂŒckkanal HbbTV

GerĂ€te mit einer sogenannten HbbTV-Funktion versorgten den jeweiligen TV-Sender ohne Wissen des Verbrauchers mit Daten darĂŒber, wie dieser Fernsehprogramme innerhalb einer Sendergruppe nutze, berichtete Kranig. Dazu statteten die Hersteller von Smart-TVs jedes FernsehgerĂ€t mit einer sogenannten GerĂ€te-ID aus. Damit und ĂŒber einen internetbasierten RĂŒckkanal ließen sich "mit hoher Wahrscheinlichkeit Fernsehquoten bestimmen, ohne dass die Fernsehzuschauer dazu eingewilligt haben", heißt es im aktuellen TĂ€tigkeitsbericht der Behörde.

Welche Daten die Fernsehanstalten erheben und weiterleiten, ist dabei unterschiedlich. Laut der Stiftung Warentest (5/2014) erheben die Öffentlich-Rechtlichen ausschließlich anonymisierte Daten. Bei Privatsendern wie Kabel 1, ProSieben, RTL und Sat.1 gehen die Daten aber auch an Google. TV-Zuschauer, die gleichzeitig ein Android-Smartphone benutzen oder sich bei dem sozialen Netzwerk Google Plus angemeldet haben, dĂŒrfen daher kaum auf AnonymitĂ€t hoffen.

HbbTV gilt als digitaler Nachfolger des Video-/Teletextes. Ob ein Fernseher HbbTV-fĂ€hig ist, lĂ€sst sich zunĂ€chst einmal im Datenblatt und der Betriebsanleitung erkennen. Ohne diese Dokumente lĂ€sst sich ĂŒber die Fernbedienung herausfinden, ob HbbTV eingebaut ist, denn hinter einem der Bedienknöpfe stecken die HbbTV-Optionen. In der Regel lĂ€sst sich HbbTV auch hier deaktivieren – und damit ein RĂŒckkanal abschalten, mit dem Hersteller und Sender Nutzerdaten erfassen.

Ob HbbTV aktiviert ist, lĂ€sst sich bei den meisten GerĂ€ten mit dem DrĂŒcken der roten Taste herausfinden, die sich in der Reihe der farbigen Tasten (rot-grĂŒn-gelb-blau) befindet. Passiert anschließend nichts, dĂŒrfte der digitale Videotext abgeschaltet sein. Ansonsten erscheint das HbbTV-MenĂŒ. Manche Hersteller belegen auch die rote Taste nach der HbbTV-Deaktivierung mit einer anderen Funktion.

App-Benutzung an den Betreiber ĂŒbermittelt

Ähnlich kritisch sehen die DatenschĂŒtzer die installierten Apps auf den GerĂ€ten. Die ÜberprĂŒfung habe ergeben, dass bei einem Teil der GerĂ€te die Bedienung innerhalb des App-Stores an den Betreiber ĂŒbermittelt werde. "Damit ist es fĂŒr diesen möglich, festzustellen, wann welche App geöffnet wurde", berichtete die Behörde, die in Bayern den Datenschutz bei privaten Unternehmen ĂŒberwacht.

FĂŒr problematisch hĂ€lt Behördenchef Kranig auch die in Smart-TVs integrierten ProgrammfĂŒhrer mit Personalisierungsdiensten. Diese lieferten auf der Basis ausgewĂ€hlter TV-Sendungen, aufgenommener Programme oder gestarteter TV-Apps dem jeweiligen Nutzer Programmempfehlungen und Werbeeinblendungen. Anhand der eindeutigen GerĂ€tekennung ließen sich so Nutzerprofile erstellen, "aus denen sich Aussagen ĂŒber Interessen, das Alter, politische oder religiöse Ansichten und Gesundheitszustand ableiten lassen", warnen die DatenschĂŒtzer.

Hier gibt es keine Möglichkeit der gezielten Deaktivierung. Um alle Datenströme zu unterbinden, muss die Internetverbindung des Fernsehers gekappt werden.

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Von Jan Mölleken

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