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Handys richtig laden: Das machen Nutzer beim Aufladen häufig falsch

Wenn Akkus früh kaputt gehen  

Das machen Nutzer beim Aufladen häufig falsch

22.08.2020, 16:44 Uhr | dpa, jnm

Handys richtig laden: Das machen Nutzer beim Aufladen häufig falsch. Ein Handydisplay zeigt einen Akkuladestand von 90 Prozent: Zu diesem Zeitpunkt kann das Gerät schon vom Netz. (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)

Ein Handydisplay zeigt einen Akkuladestand von 90 Prozent: Zu diesem Zeitpunkt kann das Gerät schon vom Netz. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

Viele Nutzer meinen, sich mit Akkus in Elektrogeräten gut auszukennen. Doch viele dieser Lade-Legenden sind schlicht falsch – oder mindestens überholt. 

Nicht voll aufzuladen, schadet dem Akku – zu oft Ein- und Ausstöpseln aber auch? Weit gefehlt, beide vermeintlichen Weisheiten gehören ins Reich überholter Akku-Mythen. Ein Überblick.

1. Der Memory-Effekt

Eine Batterie soll immer möglichst leer sein, bevor sie aufgeladen wird, heißt es noch immer oft. Für Smartphone-Akkus gilt das aber schon längst nicht mehr, da sie Lithium-Ionen-Akkus haben. Eine vollständige Entleerung dieser Akkus ist sogar schädlich für die Lebensdauer. Nickel-Cadmium-Akkus hingegen können durch frühzeitiges Aufladen auf Dauer an Kapazität einbüßen – in smarter Technik finden die sich aber nur noch äußerst selten.

2. Falsche Netzteile

Es gibt kein falsches Netzteil, zumindest nicht bei aktuellen Smartphones, die per USB-Kabel geladen werden. Eine vorgeschaltete Ladeelektronik lässt hier nur einen definierten Energiefluss durch. Man kann also alle passenden Netzteile nutzen und auch iPhones mit Android-Ladegeräten laden. Allerdings unterstützen nicht alle Smartphones die gleichen Schnellladetechnologien. Im Zweifel dauert es mit einem fremdem Ladegerät also länger. Außerdem gilt noch eine weitere, wichtige Ausnahme: Billige China-Ladegeräte, wie man sie teilweise in Webshops oder auf Ebay findet, sollte man besser nicht verwenden. Sie entsprechen häufig nicht den europäischen Sicherheitsstandards. So sollte man mindestens darauf achten, ein CE-Zeichen auf dem Gerät zu finden. Wirklich geprüft sind die Netzteile dann aber nicht. Deutlich sicherer ist hier das GS-Siegel, hier werden Geräte tatsächlich auch auf ihre Sicherheit geprüft.

3. Beim ersten Mal richtig aufladen

Der erste Ladevorgang eines neuen Smartphones muss nicht sonderlich lang sein, vollladen muss man das Gerät auch nicht. Diese weit verbreitete Ansicht stammt noch aus der Zeit älterer Akkutechnologien, moderne Lithium-Ionen-Akkus hingegen bekommen davon keine bessere Leistung. Man kann also beim ersten Aufladen komplett vollladen – man muss es aber nicht.

4. Zu häufiges Ein- und Ausstöpseln schadet dem Akku

Stimmt auch nicht. Laut Fachmagazin "Connect" halten Akkus zwar nur eine bestimmte Anzahl an Ladezyklen durch. Ein Ladezyklus kann aber auch aus mehreren Ladevorgängen bestehen.

5. Immer ganz aufladen

Muss man auch nicht. Tatsächlich liegt der perfekte Ladezustand eines Akkus bei 30 bis 70 Prozent. Mehrere kurze Ladevorgänge können auf Dauer sogar besser für den Akku sein, als jedes Mal bis auf 100 Prozent aufzuladen.

Verwendete Quellen:
  • dpa-tmn
  • Eigene Recherche

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