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Kurztest Erazer Beast X10: Aldis Gaming-Notebook ist ein kostspieliges Schnäppchen

Kurztest Erazer Beast X10  

Aldis Gaming-Notebook ist ein kostspieliges Schnäppchen

Von Jan Mölleken

13.09.2020, 11:12 Uhr
Kurztest Erazer Beast X10: Aldis Gaming-Notebook ist ein kostspieliges Schnäppchen. Medion Erazer Beast X10: Gaming-Notebook im Aldi-Angebot (Quelle: Medion)

Medion Erazer Beast X10: Gaming-Notebook im Aldi-Angebot (Quelle: Medion)

Das Medion Erazer Beast X10 ist ein Leistungsmonster, das Gamer nahezu wunschlos glücklich macht. Der Preis dürfte allerdings viele Interessenten abschrecken – dabei ist das Gerät im Aldi-Angebot ein echtes Schnäppchen.

Ab Sonntag, dem 13.9  hat Aldi Nord für ein paar Wochen ein ganz besonderes Notebook im Online-Shop im Angebot: Das Erazer Beast X10. Das ist das Spiele-Notebook von Lenovo-Tochter und Aldi-Hausmarke Medion. Schneller Prozessor, leistungsfähige Grafikkarte, große SSD und ein helles 17-Zoll Display mit 300 Hz Bildwiederholungsrate – die Ausstattung ist beeindruckend, der Preis des Aldi-Angebots aber auch: 1.939,03 Euro kostet das Gerät. Ob sich das neue Erazer X10 Beast nicht nur auf dem Papier gut schlägt, sondern auch im Spiele-Alltag hat die t-online-Redaktion getestet.

Lange Zeit waren Gaming-Notebooks meist faule Kompromisse, die nicht wirklich zufriedenstellend waren. Leistungsmäßig konnten sie nicht wirklich mit halbwegs gut ausgestatteten Desktop-Spiele-PCs mithalten, waren auf der anderen Seite aber dennoch so groß und schwer, dass man sie auch nicht mitnehmen wollte. Mittlerweile hat sich das geändert – das beweist nicht zuletzt auch Medions neues Top-Gaming-Notebook.

Perfekte Gaming-Ausstattung – und mehr

Die Ausstattungliste liest sich beeindruckend: Ein Sechskern-Intel-Prozessor (Core i7-10750H) und die Oberklasse-Grafikkarte Geforce RTX 2070 Super setzen die Rahmenbedingung für das Spielen der neuesten Videospiele mit maximalen Grafikeinstellungen. Ein weiteres Highlight ist das 17-Zoll-Display mit 300 Hz Bildwiederholungsrate. Gepaart mit 32 GB Arbeitsspeicher und einer schnellen SSD mit 1 TB Speicherplatz ist das Beast X10 auf dem Paper tatsächlich ein Leistungsbiest. 

Fast übersieht man dabei, dass das Gerät auch darüber hinaus einige Ausstattungsleckerbissen hat: Etwa die Windows-Hello-Infrarot-Kamera. Sie erlaubt das sichere Anmelden bei Windows per Gesichtserkennung, ähnlich wie es bei aktuellen iPhones funktioniert. Zwar ist nur ein USB-C-Anschluss verbaut, doch der ist dafür mit Thunderbolt-3-Technik für rasend schnelle Datenübertragung ausgestattet. Die übrigen drei USB-Anschlüsse sind klassisch als USB-A ausgeführt. Die Tastatur ist natürlich mit farbigen LEDs beleuchtet, ein Kartenleser und ein HDMI 2.0-Anschluss fehlen ebenso wenig wie Audio-Ein- und -ausgang für ein Headset.

Praxistest: Sehr schnell, aber auch ordentlich laut

Das Notebook ist für ein 17-Zoll-Spielenotebook vergleichsweise handlich: Dank Gehäuse aus Aluminium-Magnesium-Legierung wiegt es nur 2,3 Kilogramm – für ein Gaming-Notebook ist das durchaus leicht. Auch die Dicke von 2,6 Zentimetern geht völlig in Ordnung – das Beast X10 mag man tatsächlich auch im Rucksack mitnehmen. Die Akkulaufzeit reicht bei Office oder Video-Einsatz gut vier Sunden – für aufwendige Spiele muss das Gerät aber schnell an die Steckdose.

Hier zeigt sich dann aber die wirkliche Stärke des Gaming-Boliden: Selbst bei aktuellen Titeln mit prächtiger Grafik liefert das Beast X10 mehr als ausreichend Leistung. Beim aktuellen Shooter CoD Modern Warfare zeigte das Display auch bei maximaler Grafikeinstellung meist 140 Bilder pro Sekunde und mehr: Das macht sich vor allem im Zusammenspiel mit dem sehr guten 300-Hz-Display bezahlt: Multiplayer oder Warzone-Partien fühlten sich so tatsächlich erheblich flüssiger an, gerade in unübersichtlichen Spielsituationen ergibt sich daraus ein spürbarer Spielvorteil. 

Die Geforce 2070 Super ist zwar nur der zweitschnellste, derzeit verfügbare Grafikchip für Notebooks – aktuell bietet er aber noch reichlich Leistungsreserven. Das dürfte auch noch eine längere Zeit so bleiben – zumindest wenn man keinen externen Monitor anschließt und dem Gerät höhere Auflösungen abverlangt als die sonst vom Notebook-Display geforderten 1080p (1920 mal 1080 Bildpunkte).

Eine Einschränkung des kompakten Leistungspakets wird beim Spielen aber schon nach wenigen Minuten deutlich: Das Gerät ist beim Zocken laut, wirklich laut. Zwar sind keine hohen Pfeiftöne oder Ähnliches zu hören – doch auch das helle Rauschen der Lüfter ist so präsent, dass wir es im Test auch durch die Kopfhörer klar hörten. Gleichzeitig wird das Gehäuse spürbar warm,  selbst einige Tasten der Tastatur heizen sich deutlich auf. Sicher, angesichts der Leistungsdaten ist das nicht ungewöhnlich und viele Spieler mag das nicht stören – aber man sollte sich dessen bewusst sein. Wer glaubt, dass man damit auf der Couch mit Kopfhörern zocken kann, während jemand anderes daneben ungestört fernsehen kann, irrt.

Fazit: Für Gamer echtes Schnäppchen

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein echtes High-End-Spiele-Notebook zu kaufen, wird aktuell kaum ein besseres Angebot finden, als das von Aldi. Die Ausstattung ist wirklich rund und gut. Vergleichbar ausgestattete Gaming-Notebooks von Konkurrenten kosten in der Regel viele Hundert Euro mehr. Selbst bei Medion ist das Gerät regulär über 250 Euro teurer – und laut Datenblatt dabei nur mit einem 144-Hz-Display ausgestattet.

Klar ist: Dieses Gerät kann zwar alles – die Leistung reicht locker für Office, Grafik- und Videobearbeitung und was man noch alles seinem Notebook abverlangen kann – es ist aber eindeutig für Spieler gebaut, die möglichst die beste Leistung und Grafikqualität haben wollen. Wer einen spieletauglichen Allrounder sucht, bekommt erheblich günstigere Geräte.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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