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Studie: Hate Speech schränkt freie Meinungsäußerung ein

Aktuelle Umfrage  

Hasskommentare schränken freie Meinungsäußerung ein

03.07.2019, 14:52 Uhr | AFP

Studie: Hate Speech schränkt freie Meinungsäußerung ein . Ein Zettel mit dem Wort "Hate Speech" auf einer Tastatur: Vor allem junge Menschen haben Hasskommentare im Internet wahrgenommen. (Symbolbild) (Quelle: imago images)

Ein Zettel mit dem Wort "Hate Speech" auf einer Tastatur: Vor allem junge Menschen haben Hasskommentare im Internet wahrgenommen. (Symbolbild) (Quelle: imago images)

Aggressive und abwertende Hasskommentare kommen im Internet immer wieder vor. Vor allem jüngere Menschen sind davon betroffen, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Und das hat weitreichende Folgen.

Die sogenannte Hate Speech führt einer Studie zufolge zur Einschränkung der freien Meinungsäußerung im Internet. Gut die Hälfte der Internetnutzer bringt sich aufgrund drohender Hasskommentare seltener mit ihrer politischen Meinung in Diskussionen im Internet ein, wie die von der Nichtregierungsorganisation Campact am Mittwoch veröffentlichte YouGov-Umfrage ergab. Dies zeige, wie die gefühlten Mehrheiten durch Hasskommentare verschoben werden.

Im Durchschnitt seien acht Prozent aller Befragten bereits persönlich von aggressiven und abwertenden Hasskommentaren im Internet betroffen gewesen. Besonders ausgeprägt sei dies bei jungen Internetnutzern, bei den 18- bis 24-Jährigen seien bereits 17 Prozent von diesen Attacken betroffen gewesen.

Vor allem junge Nutzer nehmen Hasskommentare wahr

40 Prozent der Befragten hätten Hate Speech im Internet bereits wahrgenommen, so die Studie. Auch hier sticht die Gruppe der Jüngeren heraus, dort waren es demnach 73 Prozent. 76 Prozent aller Befragten haben den Eindruck, dass Hasskommentare in den vergangenen Jahren zugenommen haben.

Negative Folgen der Hasskommentare seien für 33 Prozent der Befragten emotionaler Stress und für 27 Prozent Angst und Unruhe. 19 Prozent berichteten auch über Depressionen und 24 Prozent über Probleme mit dem Selbstbild. Weibliche Teilnehmer zeigten der Studie zufolge häufiger negative Auswirkungen als männliche.

YouGov befragte im April und Mai in einer repräsentativen Stichprobe 7349 Internetnutzer im Alter zwischen 18 und 95 Jahren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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