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Cyberattacken: Unternehmen klagen über Milliardenschäden

Diebstahl, Spionage, Sabotage  

Firmen melden Milliardenschäden durch Cyberattacken

05.08.2021, 12:35 Uhr | AFP, avr

Cyberattacken: Unternehmen klagen über Milliardenschäden. Ein Mann an einem Rechner (Symbolbild): Cyberattacken können für Unternehmen teuer werden.  (Quelle: jrwasserman/Getty Images)

Cyberattacken können für Unternehmen teuer werden (Symbolbild). (Quelle: jrwasserman/Getty Images)

Viele Firmen sparen bei der IT-Sicherheit. Wie teuer das werden kann, zeigen aktuelle Auswertungen: Denn durch Cyberattacken haben deutsche Unternehmen Milliardenschäden zu beklagen. 

Deutschlands Unternehmen erleiden jedes Jahr Milliardenschäden durch kriminelle Attacken. In den Jahren 2020 und 2021 erreichten diese Schäden mit 223 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert, wie der Branchenverband Bitkom und der Verfassungsschutz am Donnerstag mitteilten.

Das ist mehr als doppelt so viel wie in den Jahren 2018 und 2019. Neun von zehn Firmen wurden demnach 2020/2021 Opfer von Diebstahl, Spionage oder Sabotage.

Unternehmen sparen bei IT

Generell ist Deutschland laut Experten schlecht auf Cyberattacken vorbereitet. Vor allem Unternehmen sparen in der IT oder interessieren sich wenig für IT-Sicherheit. Auch der Staat versagt bei dem Thema. Der Grund: Laut Michael Wiesner "verstehen viele Politiker das Thema einfach nicht". Wiesner ist IT-Experte und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Kritische Infrastrukturen. Im Interview mit t-online erklärt er die Gefahren, die Deutschland durch mangelhafte IT-Infrastruktur drohen. Klicken Sie hier, um zum Interview zu gelangen

Grund für den enormen Anstieg der Schadenssumme sind vor allem Erpressungsvorfälle, verbunden mit dem Ausfall von Informations- und Produktionssystemen sowie der Störung von Betriebsabläufen. Sie seien meist unmittelbare Folge von sogenannten Ransomware-Angriffen: Durch sie werden Computer und andere Systeme blockiert, wichtige Daten verschlüsselt und anschließend werden die Betreiber erpresst. 

Für gewöhnlich kopieren Angreifer auch wichtige Daten und drohen damit, sie zu veröffentlichen. Das soll garantieren, dass Unternehmen den Erpressungsversuchen der Kriminellen nachgeben und nicht auf Back-ups ihrer System zurückgreifen. 

Die durch Erpressungsvorfälle verursachten Schäden hätten sich im Vergleich zu den Vorjahren 2018/2019 mehr als vervierfacht, erklärten Bitkom und Verfassungsschutz. Aktuell sehe jedes zehnte Unternehmen seine geschäftliche Existenz durch Cyberattacken bedroht.

Vorsicht vor Trojanern

Neben Unternehmen können auch öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser Opfer von Erpressungstrojanern werden. In Düsseldorf beispielsweise war die Uniklinik im September 2020 nach einer Attacke etwa 13 Tage von der Versorgung abgeriegelt.

Aber auch normale Nutzer müssen sich vor Trojaner-Attacken hüten. Achten Sie darum besonders darauf, keine verdächtigen Links in E-Mails anzuklicken oder Anhänge herunterzuladen. Am besten sollten Sie Links und Anhänge von unerwarteten Mails vermeiden. 

Die Polizei rät Nutzern grundsätzlich, sich nicht von erpresserischer Schadsoftware einschüchtern zu lassen. Opfer sollten kein Geld an die Täter zahlen, sondern Anzeige erstatten. Selbst bei Lösegeldzahlung gebe es keine Garantie, dass die Daten danach dauerhaft wiederhergestellt werden können.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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