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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Erbfolge vorwegnehmen: So viel kann es einbringen

  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Aktualisiert am 01.12.2021Lesedauer: 4 Min.
Älterer Mann mit Tochter (Symbolbild): Die vorweggenommene Erbfolge kann Planbarkeit schaffen.
Älterer Mann mit Tochter (Symbolbild): Die vorweggenommene Erbfolge kann Planbarkeit schaffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Haben Sie ein ordentliches Vermögen angehĂ€uft? Dann kann es sich lohnen, die Erbfolge vorwegzunehmen. Was das genau heißt, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was bedeutet vorweggenommene Erbfolge?
  • Warum macht man das?
  • Was heißt das fĂŒr den Erben?
  • Warum kommt das nicht mehr so oft vor?

Lange Zeit war es gang und gĂ€be, dass Eltern ihr Vermögen ihren Kindern schon vor ihrem Tod ĂŒbertragen. Der Grund: Die Erbschaftssteuer, die sonst angefallen wĂ€re, ließ sich so leicht umgehen.

Seit einigen Jahren kommt diese sogenannte vorweggenommene Erbfolge nicht mehr allzu hÀufig zum Tragen. Denn die FreibetrÀge bei der Erbschaftsteuer sind deutlich gestiegen.

In bestimmten FĂ€llen kann das Verfahren dennoch nĂŒtzlich sein. t-online erklĂ€rt, wie genau die vorweggenommene Erbfolge funktioniert, wann sie sinnvoll sein kann – und was Sie dabei beachten sollten.

Was bedeutet vorweggenommene Erbfolge?

Von einer vorweggenommenen Erbfolge ist dann die Rede, wenn ein kĂŒnftiger Erblasser schon vor dem Tod und dem möglichen Erbfall VermögensgegenstĂ€nde wie Immobilien, Geld oder Schmuck an mögliche kĂŒnftige Erben ĂŒbertrĂ€gt.

Damit wird die Erbfolge, die per Gesetz erst nach dem Tod eintreten wĂŒrde, vorweggenommen. Anders ausgedrĂŒckt handelt es sich also um eine Schenkung zu Lebzeiten.

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Vorteilhaft kann dieser Schritt sein, weil Erbe und Erblasser ihre Finanzen noch zu Lebzeiten besser gemeinsam planen können. HĂ€ufig hat die vorweggenommene Erbfolge auch steuerliche GrĂŒnde (siehe nĂ€chster Abschnitt).

Warum macht man das?

Es gibt mehrere Vorteile, die eine vorweggenommene Erbfolge mit sich bringen kann. Eine Übersicht:

Erbschaftsteuer

Der sicherlich hĂ€ufigste Grund fĂŒr die vorweggenommene Erbfolge findet sich im Steuerrecht. Ab einem bestimmten Vermögen fĂ€llt Erbschaftsteuer fĂŒr die Erben an, es gelten jedoch bisweilen hohe FreibetrĂ€ge. So sind Erbschaften und Schenkungen unter Ehepartnern bis 500.000 Euro steuerfrei, an Kinder bis 400.000 Euro. Lesen Sie hier alles zur Erbschaftsteuer.

Diese FreibetrĂ€ge können Sie alle zehn Jahre ausschöpfen. Wegen dieser sogenannten Zehn-Jahres-Frist kann es bei sehr hohen Vermögen also sinnvoll sein, das Geld oder die Immobilien ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum zu verschenken, um so die Erbschaftsteuer zu senken. Das ist vollkommen legal, kommt aber in der Praxis nicht mehr so oft vor.

  • Beispiel: Gertraud ist Witwe und hat ein stattliches Vermögen angehĂ€uft, insgesamt 650.000 Euro. Um Erbschaftsteuer bzw. Schenkungssteuer zu sparen, ĂŒbertrĂ€gt sie ihrem Sohn Peter 2020 400.000 Euro. FĂŒr diese Summe muss Peter keine Schenkungssteuer zahlen, da sie unterhalb des Freibetrags liegt. Nun muss sie aber zehn Jahren warten, um den nĂ€chsten Freibetrag auszuschöpfen. Steuerfrei fĂŒr Peter kann sie erst 2030 ihr restliches Vermögen, also 250.000 Euro, verschenken.

Planbarkeit

Neben dem steuerlichen Aspekt kann es sinnvoll sein, die Erbfolge besser zu planen. Das gilt besonders, wenn Sie Angehörige versorgt sehen wollen. Manche Menschen möchten es auch einfach gerne mitbekommen, dass ihr Vermögen in guten HĂ€nden ist – und es Freude bereitet.

GrĂŒnde gegen eine vorweggenommene Erbfolge

Doch es gibt auch GrĂŒnde, die gegen eine vorweggenommene Erbfolge sprechen. Gut möglich ist etwa, dass der Schenker es bereut, sein Vermögen zu frĂŒh weggegeben zu haben.

Deshalb schreiben viele Menschen mit der vorweggenommenen Erbfolge dem potenziellen Erben auch gleich gewisse Pflichten vor, die er erfĂŒllen muss (siehe nĂ€chster Abschnitt).

Was heißt das fĂŒr den Erben?

In der Regel mĂŒssen Erben eine Reihe an Pflichten erfĂŒllen, sofern sie von einem potenziellen Erblasser bedacht werden und die Erbfolge vorweggenommen wird. Möglich wĂ€ren etwa folgende Pflichten:

  • Nießbrauchsrecht: Das heißt, dass Sie sich als Erblasser vertraglich etwa ein Wohnrecht bis zum Lebensende in einer Immobilie sichern können, die Sie eigentlich verschenkt haben. Durch diesen Nießbrauch gehen Sie sicher, dass Sie trotzdem noch versorgt sind.
  • RĂŒckfallklausel: Weil die gesetzlichen RĂŒckforderungsrechte nur schwer durchzusetzen sind, bietet sich eine extra Vereinbarung an. Die RĂŒckfallklausel soll dafĂŒr sorgen, dass Sie Ihr Vermögen zurĂŒckfordern können, wenn Sie etwa unzufrieden damit sind, wie es verwendet wird.
  • VerfĂŒgungsbeschrĂ€nkungen: Das heißt, dass der Beschenkte nicht alles mit dem Vermögen machen darf, was er möchte. Sie entscheiden, dass es bestimmte EinschrĂ€nkungen gibt, dass ein Haus etwa nicht oder erst nach einem bestimmten Zeitraum verkauft werden darf.
  • Ausgleichspflichten: Sollten Sie einen Verwandten oder Bekannten zu stark bedacht haben, können Sie festlegen, dass derjenige anderen potenziellen Erben einen Ausgleich aus dem Vermögen zahlen muss. So stellen Sie sicher, dass das Vermögen möglichst fair verteilt ist.

DarĂŒber hinaus können Sie auch festlegen, dass der Beschenkte Ihnen etwa eine monatliche Rente aus Ihrem "alten" Vermögen zahlen muss. Dann gehen Sie sicher, dass Sie versorgt sind.

In jedem Fall sollten Sie sich von einem fachkundigen Rechtsanwalt oder Ihrem Steuerberater beraten lassen, wenn Sie eine Schenkung zu Lebzeiten planen und auch mögliche Pflichten festschreiben möchten.

Warum kommt das nicht mehr so oft vor?

Um die Erbschaftsteuer zu sparen, haben Eltern ihren Kindern oder Enkeln frĂŒher hĂ€ufig zu Lebzeiten Vermögen ĂŒbertragen. Seit der neuesten Erbschaftsteuerreform aus dem Jahr 2008 ist das oft nicht mehr nötig.

Sowohl fĂŒr Kinder als auch fĂŒr die Enkel wurden die FreibetrĂ€ge deutlich angehoben – seitdem liegen die Freigrenzen bei 400.000 Euro pro Kind. FĂŒr Enkel gilt ein Freibetrag von 200.000 Euro.

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