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Quittung privat ausstellen: Darf ich das als Privatverkäufer?


Nachweis beim Verkauf
Quittung privat ausstellen: Darf ich das?


Aktualisiert am 02.06.2024Lesedauer: 3 Min.
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Frau packt Ware in einen VersandkartonVergrößern des Bildes
Einpacken von Ware in einen Versandkarton: Müssen Sie bei einem Privatverkauf eine Quittung ausstellen? (Quelle: BartekSzewczyk)

Beim privaten Verkauf scheint eine Quittung oft Nebensache – doch sie könnte wichtiger sein, als viele denken. So stellen Sie eine Quittung richtig aus.

Die Quittung ist ein wichtiger Nachweis beim Verkauf, dass der Käufer die Ware erhalten und bezahlt und der Verkäufer das Geld bekommen hat. Insofern kann es nie schaden, eine Quittung auszustellen.

Aber dürfen Privatverkäufer beziehungsweise Verbraucher für den Verkauf von Waren und Produkten überhaupt eine Quittung ausstellen? Oder sind sie eventuell sogar dazu verpflichtet? Gibt es etwas zu beachten, wie eine Quittung aussehen soll?

t-online beantwortet die wichtigsten Fragen in aller Kürze.

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Quittung ausstellen ist keine Pflicht

Eine Quittung muss immer schriftlich erfolgen. Privatverkäufer dürfen für den Verkauf von Waren und Produkten eine Quittung ausstellen, sind dazu aber nicht verpflichtet. Es liegt in ihrem Ermessen, ob sie dem Käufer auf dessen Wunsch eine Quittung ausstellen möchten oder nicht.

Gründe für eine Quittung von Privatverkäufern

Käufer können eine Quittung vom Privatverkäufer verlangen, um den Kauf gegenüber dem Finanzamt als Betriebsausgabe geltend zu machen. Die Quittung dient dann als Nachweis über die Zahlung und den Erwerb der Ware. Für Privatpersonen ist eine Quittung hingegen in der Regel nicht erforderlich.

Das sollte auf einer gültigen Quittung draufstehen

Wird eine Quittung ausgestellt, muss sie einige Mindestanforderungen erfüllen, damit sie vom Finanzamt anerkannt wird.

  • Der Begriff "Quittung" muss angegeben sein, um zu erkennen, dass es sich um eine Quittung handelt und nicht um eine Rechnung oder ähnliches.
  • Ort und Datum des Verkaufs müssen angegeben sein.
  • Es sollte auf der Quittung eine Nummerierung existieren, zum Beispiel von einem Quittungsblock. Allerdings müssen Quittungen mit Kleinbeträgen unterhalb von 250 Euro nicht durchnummeriert sein.
  • Der Name und die Anschrift von Käufer und Verkäufer müssen auf der Quittung eingetragen sein.
  • Es sollte möglichst eine Beschreibung der verkauften Ware angegeben werden.
  • Der Preis für die verkaufte Ware muss genannt werden – möglichst in Zahlen und Worten (also: 200 Euro und zweihundert Euro)
  • Am besten sollte die Quittung auch mit dem Hinweis versehen sein, dass die Ware bezahlt wurde. Sie können hier auch die Bezahlart vermerken, zum Beispiel Barzahlung oder Überweisung.

Was nicht auf der Quittung stehen muss: Der Privatverkäufer ist nicht verpflichtet, die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) auszuweisen, da Verbraucher nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind.

Abgrenzung zum gewerblichen Handel

Regelmäßige Privatverkäufe mit häufiger Ausstellung von Quittungen können vom Finanzamt als gewerbliche Tätigkeit eingestuft werden. Ob bei Ihnen eine kommerzielle Tätigkeit vorliegt, erkennen Sie beispielsweise daran, ob hinter Ihren Käufen und Verkäufen oder Dienstleistungsangeboten eine Gewinnerzielungsabsicht steht.

In diesem Fall wäre eine Gewerbeanmeldung erforderlich, beispielsweise als Kleingewerbe. Die ausgestellten Quittungen müssten dann auch die Umsatzsteuer ausweisen. Wenn sie lediglich alte Kleidung oder gebrauchte Elektronik verkaufen, reicht das nicht für eine Gewerbeanmeldung.

Ist eine Quittung das Gleiche wie eine Rechnung?

Nein, eine Quittung ist ein Kauf- und Zahlungsnachweis, wohingegen eine Rechnung eine Zahlungsforderung für eine erbrachte Leistung darstellt. Einfach ausgedrückt: Eine Rechnung wird vor der Zahlung ausgestellt, eine Quittung nach der Zahlung. Eine Quittung belegt, dass Sie den Kaufpreis erhalten haben und der Käufer die Ware.

Tipp: Am einfachsten ist es, wenn Sie einen Quittungsvordruck verwenden und diesen ausfüllen. Hier sind bereits alle notwendigen Felder vorhanden und Sie können sicher sein, dass Sie nichts vergessen. Es reicht aber auch, wenn Sie alle oben genannten Angaben auf ein normales Stück Papier schreiben.

Verwendete Quellen
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