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Hochdruckreiniger: Beim "Kärchern" kann man viel kaputt machen


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Beim "Kärchern" kann man viel kaputt machen

t-online, sj

Aktualisiert am 25.04.2022Lesedauer: 4 Min.
Hochdruckreiniger: Bei bestimmten Ablagerungen zählt nicht nur der Druck des Wasserstrahls.
Hochdruckreiniger: Bei bestimmten Ablagerungen zählt nicht nur der Druck des Wasserstrahls. (Quelle: Daria Nipot/getty-images-bilder)
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Moos auf Terrassenplatten, Unkraut in Gehwegfugen und Algen auf Treppenstufen lassen sich einfach mit dem Hochdruckreiniger entfernen. Damit alles wieder schön glänzt, brauchen Sie aber auch das richtige Gerät.

Das Wichtigste im Überblick


  • Druck allein reicht für die Reinigung nicht
  • Warmes Wasser nutzen
  • Sinnvolles Zubehör für den Hochdruckreiniger
  • Optimalen Sprühabstand finden

Ob Gehwegplatten mit Moos überzogen sind oder sich auf Fassade und Terrasse der Dreck festgesetzt hat: Ein Hochdruckreiniger erspart mühsames Schrubben. Mit ihm lassen sich selbst hartnäckige Verschmutzungen an Wand und Boden leicht beseitigen. Doch sowohl bei der Anschaffung als auch beim Gebrauch kann man viel falsch machen. Im schlimmsten Fall drohen sogar Schäden. Worauf Sie bei der Arbeit achten und welche Fehler im Umgang mit Hochdruckreinigern Sie vermeiden sollten.


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Hochdruckreiniger oder Gartenschlauch?

Hochdruckreiniger verbrauchen vergleichsweise wenig Wasser. Ein Gerät mit 145 verbraucht etwa 500 Liter Wasser pro Stunde. Aus einem Wasserschlauch kommen in derselben Zeit etwa 3.500 Liter. Der Stromverbrauch, der bei der Verwendung des Gartenschlauches nicht anfällt, liegt beim Hochdruckreiniger bei zwei Kilowattstunde.

Allerdings ist der Hochdruckreiniger nicht für alle Oberflächen geeignet. Kunststoffoberflächen – beispielsweise bei Gartenmöbeln, Fenstern oder Haustüren –, Fassaden mit Wärmeverbundsystem oder einem mineralischem Anstrich, bestimmte Holzsorten – beispielsweise Lärche oder Douglasie – oder weiche Natursteine können durch den harten Strahl beschädigt werden. Für diese Reinigung eignen sich eher der Gartenschlauch und eine Bürste.

Druck allein reicht für die Reinigung nicht

Die Reinigungsleistung hängt nicht allein vom Druck ab. Vielmehr sollten Sie beim Kauf eines Hochdruckreinigers darauf achten, dass Druck und Wassermenge aufeinander abgestimmt sind. Arbeitet ein Gerät mit viel Druck und wenig Wasser, hat die Düse einen zu geringen Wirkungsgrad. Weil das Wasser in diesem Fall nach dem Austritt in alle Richtungen zerstäubt wird, müssen Sie die Düse dicht über den Boden halten und brauchen länger für die gleiche Fläche.

Hochdruckreiniger für den normalen Hausgebrauch sollten zwischen sechs und zehn Liter Wasser pro Minute versprühen können, rät der TÜV Süd. Der Arbeitsdruck sollte bei mindestens 100 bar liegen, was einer Motorabgabeleistung von rund 1,5 bis 1,6 Kilowatt entspricht.

Warmes Wasser nutzen

Wenn Sie Öl- und Fettflecken beseitigen möchten, brauchen Sie mehr als Luft und Wasser. Neben dem wirksamen Einsatz von Reinigungsmitteln hilft es schon, wenn Sie warmes Wasser verwenden. Hochpreisige Geräte verfügen zu diesem Zweck über einen internen Brenner, der das Wasser erhitzt. Die günstigeren Kaltwassergeräte können aber zumeist auch mit warmem Wasser aus der Leitung betrieben werden. Welche Temperatur das Wasser haben darf, wird beim jeweiligen Gerät angegeben. Reinigungsmittel sollten Sie möglichst sparsam verwenden, um die Umwelt nicht zu belasten.

Sinnvolles Zubehör für den Hochdruckreiniger

Gutes Zubehör ist sehr wichtig bei Hochdruckreinigern. Wenn Sie Ihre Terrasse und die Gehwege säubern möchten, sollten Sie sich unbedingt einen Flächenreiniger mit Bürste zulegen. Dieser Zubehör gehört nur selten zur Standardausstattung. Die Anschaffung lohnt sich allerdings. Damit werden größere Flächen wesentlich schneller und bequemer sauber. Häufig findet sich neben der üblichen Flachstrahldüse auch eine Rotationsdüse im Paket, die durch den Wasserdruck einen kreisförmig rotierenden Punktstrahl erzeugt. Die Rotordüse kombiniert den hohen Aufpralldruck mit einer größeren Flächenwirkung und eignet sich daher gut, um großflächig besonders hartnäckige Verschmutzungen zu beseitigen.

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Das Zubehör lässt sich recht einfach an das jeweilige Bajonettsystem andocken – allerdings passen alle Erweiterungen immer nur auf die Geräte des jeweiligen Herstellers. Einen Standardanschluss gibt es nicht. Wichtig ist bei allen Geräten, dass Schlauch und Reinigungsdüse ausreichend lang sind. Nur so ist ein bequemes und sicheres Arbeiten gewährleistet. Ist die Düse zu kurz, arbeiten Sie automatisch in gebückter Haltung – Rückenschmerzen sind vorprogrammiert.

Sicherheit im Umgang mit dem Hochdruckreiniger

Abseits solcher haltungsbedingten Schäden ist Hochdruckreinigen ohnehin gefährlich. Der harte Strahl sollte nicht ungeschützt auf die Haut treffen, sonst sind Blutergüsse programmiert. Besonders tückisch sind allerdings die umherfliegenden Steinchen und Schmutzpartikel, die leicht das Auge treffen können. Kinder sollten deshalb unbedingt in ausreichender Entfernung bleiben – auch wenn der kühle Wasserstrahl an warmen Tagen sehr verlockend für die Kleinen ist. Um Stromunfälle zu vermeiden, sollten Sie außerdem darauf achten, dass sich die Steckdose, an die der Hochdruckreiniger angeschlossen ist, nicht im Arbeitsbereich befindet

Reinigungsarbeiten: Eine wasserabweisende Hose schützt vor den Wasserspritzern des Hochdruckreinigers.
Reinigungsarbeiten: Eine wasserabweisende Hose schützt vor den Wasserspritzern des Hochdruckreinigers. (Quelle: welcomia/getty-images-bilder)

Optimalen Sprühabstand finden

Beim Reinigen ist der richtige Abstand der Düse entscheidend. Je dichter die Düse über den Boden geführt wird, desto gründlicher reinigt sie. Allerdings braucht man bei dem geringen Wirkungskreis auch länger für eine bestimmte Fläche. Je nach Oberfläche ist zudem Vorsicht geboten: Der Punktstrahl kann eine durchschlagende Wirkung haben, wenn Sie ihn in zu geringem Abstand auf eine empfindliche Fläche halten.

Die Firma Continental rät beispielsweise, einen Mindestabstand von 20 Zentimetern zwischen dem Sprühkopf und einem Reifen einzuhalten, weil sonst die Seitenwand des Reifens beschädigt werden könnte. Bei lackierten Flächen kann bei direktem "Beschuss" der Lack abplatzen. Auch die Kanten von Gehwegplatten und ähnliches können beschädigt werden, wenn ein harter Strahl aus zu geringem Abstand und mit zu viel Druck auf sie trifft. Unser Tipp: Starten Sie zunächst mit wenig Druck und erhöhen Sie diesen dann behutsam nur so weit, wie es für die effektive Reinigung notwendig ist.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Hausjournal
  • MyHomebook
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