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Kunstharzdispersion: Robuster Anstrich

Baulexikon  

Kunstharzdispersion: Robuster Anstrich

28.04.2016, 11:24 Uhr | nm (CF)

Der Begriff Kunstharzdispersion bezeichnet üblicherweise die sogenannten Dispersionsfarben. Lesen Sie hier Wissenswertes rund um den Anstrich, wie und wo sich dieser verwenden lässt, welche Vorteile er bietet und welche Probleme entstehen können.

Kunstharzdispersion: Farbe mit Kunststofffilm

Kunstharzdispersion eignet sich beispielsweise für Innenanstriche auf Raufaser, auf älteren Dispersionsanstrichen sowie auf mineralischem Untergrund. Der Anstrich enthält Kunstharze als Bindemittel. Im Handel sind verschiedene Varianten beziehungsweise Qualitätsstufen erhältlich: Produkte, die einen höheren Gehalt an Bindemittel aufweisen, sind insgesamt besonders scheuerbeständig und lassen sich besonders häufig überstreichen. Allerdings sind sie weniger atmungsaktiv. Darüber hinaus sind Dispersionen verfügbar, die sich speziell für den Außenbereich eignen, beispielsweise auf Putz, Faserzement, einigen Metallen sowie Beton.

Kunstharzdispersion lässt sich beliebig mit den unterschiedlichsten Abtönprodukten kombinieren. Ihr Film aus Kunststoff, der nach dem Trocknen der Farbe entsteht, ist nicht wasserlöslich und somit wisch- und sogar scheuerfest. Zudem ist die Farbschicht wasserdampfdurchlässig und weist gleichzeitig den praktischen Abperleffekt auf: Wasser wird nicht aufgenommen. Die Entfernung des Anstriches gelingt durch Abbeizen. Viele Heimwerker wissen ganz besonders zu schätzen, dass sich die Kunstharzdispersion ausgesprochen leicht verarbeiten lässt.

Nachteile der Farbe

Trotz aller Vorteile weist Kunstharzdispersion auch einige Nachteile auf: Die als Bindemittel enthaltenen Kunstharze werden aus Erdöl hergestellt und können deshalb die Umwelt belasten. Zudem enthält die Dispersionsfarbe häufig Biozide, die als Stabilisatoren dienen. Diese wiederum können unter Umständen allergische Reaktionen hervorrufen. Zudem benötigen Sie zum Entfernen der Kunstharzdispersion spezielle Lösungsmittel. Darüber hinaus neigt die Dispersion zur Förderung von Algenbewuchs. Für Feuchträume ist der Anstrich ungeeignet.

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