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Kerzen selber machen: Anleitung & Tipps

Aus alten Wachsresten  

Kerzen selbst machen: Kompakte Schritt-für-Schritt-Anleitung

03.12.2021, 11:56 Uhr
Kerzen selber machen: Anleitung & Tipps. Kerzen: In Gläser gefüllt, sehen selbstgemachte Kerzen besonders gut aus. (Quelle: Getty Images/Medea83)

Kerzen: In Gläser gefüllt, sehen selbstgemachte Kerzen besonders gut aus. (Quelle: Medea83/Getty Images)

Wer Kerzenlicht mag, bei dem fallen über das Jahr verteilt eine ganze Menge Kerzenreste an. Mit unserer Anleitung können Sie aus diesen Wachsresten ganz einfach neue Kerzen selber machen.

Kleine Kerzenstummel, die im Halter verbleiben, können zwar nicht mehr neu entzündet werden, wegwerfen müssen Sie die Wachsreste aber trotzdem nicht. Denn daraus können Sie selbst Kerzen machen, mit deren Hilfe Räume in stimmungsvollem Licht leuchten.

Zudem können Sie mit der eigenen Kerzenherstellung ganz persönliche Akzente setzen. Und wenn Sie nicht genug Wachsreste zu Hause haben, können Sie natürlich auch Wachspellets verwenden.

Anleitung: Kerzen selber machen im Glas

Kerzen gießen: Sobald das Wachs flüssig ist, können Sie es in die Gläser füllen. (Quelle: Getty Images/PamWalker68)Kerzen gießen: Sobald das Wachs flüssig ist, können Sie es in die Gläser füllen. (Quelle: PamWalker68/Getty Images)

Zutaten:

  • Kerzenreste, nach Farben sortiert
  • Kerzendocht aus dem Bastelladen oder Baumwollfaden für den Docht 
  • Gläser oder Tassen, Einmachglas (oder andere Gießformen)
  • Klebeband 
  • Holzstab
  • Zahnstocher

Anleitung:

  1. Füllen Sie einen Kochtopf mit etwas Wasser und lassen Sie es heiß werden – es sollte nicht kochen. Stellen Sie einen zweiten Topf oder eine Schale mit Ihren Wachsresten hinein. Besonders schön werden die Kerzen, wenn die Kerzenreste ähnliche Farben haben.
  2. Es kann eine ganze Weile dauern, bis das gesamte Wachs im Wasserbad geschmolzen ist. Rühren Sie immer wieder mit einem Holzstab um und fischen Sie eventuelle Dochtreste und andere Verunreinigungen mit diesem aus dem flüssigen Wachs heraus. Achtung: Arbeiten Sie so sauber und sorgfältig, wie möglich, denn tropft Wachs direkt auf die Herdplatte, wird viel Dampf erzeugt.
  3. Wenn Sie keinen Kerzendocht, sondern einen Baumwollfaden nutzen, tauchen Sie ihn nun in das flüssige Wachs und lassen Sie ihn danach abkühlen. Wiederholen Sie diesen Vorgang bis zu vier Mal.
  4. Kleben Sie einen Klebebandstreifen mittig über ein Glas. Stechen Sie mit dem Zahnstocher ein Loch in die Mitte des Klebestreifens und positionieren Sie den Docht darin. 
  5. Gießen Sie nun vorsichtig das heiße, flüssige Wachs in das Glas und lassen es erkalten. Wenn Sie das Kerzengießen beispielsweise mit verschiedenfarbigem Wachs wiederholen, dann erhalten Sie ein schönes Muster. Entfernen Sie zum Schluss den Klebestreifen. 

Selbstgemachte Kerzen: Mit verschiedenen Farben sehen die Kerzen noch raffinierter aus. (Quelle: Getty Images/AGLPhotoproductions)Selbstgemachte Kerzen: Mit verschiedenen Farben sehen die Kerzen noch raffinierter aus. (Quelle: AGLPhotoproductions/Getty Images)

Tipp: Anstelle eines Glases können Sie auch eine leere Klopapierrolle nehmen. Stellen Sie diese vor dem Einfüllen des Wachses möglichst gerade in ein mit Sand gefülltes Gefäß. Wenn das Kerzenwachs hart, aber noch etwas warm ist, lösen Sie die Papierrolle vorsichtig von der Kerze ab.

Kerzen mit Duft herstellen

Wenn Sie Duftkerzen selbst herstellen wollen, gehen Sie so vor wie oben in der Anleitung beschrieben. Geben Sie zum Schluss in das flüssige Kerzenwachs ein paar Tropfen Aroma-Öl, bevor Sie es in Ihre Form gießen. 

Ätherische Öle können zudem Stechmücken abschrecken. Der Duft von Zitrone, Lavendel oder Zitronengras soll sie fern halten. Sie lassen sich daher aus dem Garten, von Balkon und Terrasse zum Beispiel durch Kerzen mit Zitronella vertreiben. Das ätherische Öl verdampft beim Abbrennen der Kerze und wird in die Luft freigesetzt.

Schwimmkerzen und Teelichter selbst machen

Schwimmkerzen: Sie sind eine schöne Dekoration. (Quelle: imago images/Redeleit-L.)Schwimmkerzen: Sie sind eine schöne Dekoration. (Quelle: Redeleit-L./imago images)

Auch Schwimmkerzen können Sie ganz einfach selbst herstellen. Schmelzen Sie das Wachs dafür so, wie oben in der Anleitung beschrieben. Füllen Sie das Wachs zum Schluss in kleine Formen wie etwa Eiswürfelbehälter oder andere Silikonformen. Lassen Sie die kleinen Kerzen gut aushärten und lösen Sie sie anschließend aus der Form. Fertig ist ein Schwimmlicht!

Statt Schwimmkerzen können Sie aber auch kleine Teelichter auf diese Weise selbst herstellen. Füllen Sie das flüssige Wachs dafür am besten direkt in kleine Teelichtformen aus Glas oder andere kleine Gefäße.

Tipp: Kerzen selbst herzustellen macht auch Kindern große Freude. Allerdings sollte immer ein Erwachsener anwesend sein, der aufpasst, dass sich die Kinder nicht am heißen Wachs verbrennen.

Zitronenkerzen selbst herstellen

Schalen von Zitronen müssen Sie nicht wegwerfen. Daraus können Sie ganz einfach dekorative Zitronenkerzen herstellen. Lösen Sie dafür das Fruchtfleisch aus den halbierten Zitronen heraus und lassen Sie die Schalen am besten einen Tag lang trocknen.

Schmelzen Sie das Wachs dann wie oben in der Anleitung beschrieben. Platzieren Sie den Docht in der Mitte der Zitronenschale und gießen Sie vorsichtig das geschmolzene Wachs hinein. Nun lassen Sie die Zitronenkerzen noch einige Stunden hart werden.

Verschiedene Wachssorten: Paraffin, Stearin oder Bienenwachs

Kerzenwachs kann aus verschiedenen Materialien wie beispielsweise Paraffin, Stearin oder Bienenwachs bestehen, die auch gemischt werden können. Am weitesten verbreitet ist Paraffin, das in der Regel aus Erdöl gewonnen wird. Stearin hingegen besteht aus tierischen und pflanzlichen Fetten wie Palmfett, Kokosfett oder Rindertalg.

Wachs: Viele Gefäße eignen sich zur Herstellung von Kerzen. (Quelle: Getty Images/tagphoto)Wachs: Viele Gefäße eignen sich zur Herstellung von Kerzen. (Quelle: tagphoto/Getty Images)

Zu den ältesten Materialien gehört Bienenwachs. Es gilt als das teuerste Wachs, obwohl es beim Imkern nur ein Nebenprodukt ist. Anders als andere Materialien ist Bienenwachs nicht geruchsneutral. Es duftet von Natur aus nach Honig. Von seiner Brennqualität unterscheidet es sich nicht deutlich von Paraffin- oder Stearinkerzen. Durch seine höhere Dichte hat es aber eine etwas längere Brenndauer. Diese hängt jedoch auch von der Herstellungsart ab.

Die richtige Dochtlänge

Neben dem Wachs ist auch der Docht entscheidend dafür, dass eine Kerze lange und schön brennt. Dochte unterscheiden sich in Form, Saugfähigkeit, Art und Stärke des Garns. Runddochte eignen sich aber für viele Wachsarten wie Paraffin, Stearin oder Raps- oder Bienenwachs. Idealerweise ist der Docht zehn bis 15 Millimeter lang. Ist er länger, entwickelt er unter Umständen viel Ruß.

Ist der Docht zu kurz, verkümmert die Flamme. Wenn Sie den Docht aus Versehen so kurz abgeschnitten haben, dass die Kerze kaum noch brennen kann, können Sie sie auspusten und etwas flüssiges Wachs abgießen. Dann schneiden Sie den hohen Kerzenrand ab – danach leuchtet die Flamme wieder wie gewünscht.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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