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Fenster isolieren: PVC-Folie besser als PE-Fensterisolierfolie


Experte rät: Tischdecke vor die Fenster hängen


01.02.2024Lesedauer: 2 Min.
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Wärmeverlust: Fensterscheiben sollten gut isoliert sein.Vergrößern des Bildes
Wärmeverlust: Fensterscheiben sollten gut isoliert sein. (Quelle: Svetl/Getty Images)

Fenster zählen zu den am schlechtesten isolierten Bereichen an einem Haus. Wer den Wärmeverlust verringern möchte, kann es mit einem genialen Trick versuchen.

Sie können teure Fensterisolierfolie kaufen, um Ihre Fenster zu isolieren. Günstiger geht es allerdings mit etwas anderem, wie der Wissenschaftler Andreas Schmitz auf seinem YouTube-Kanal erklärt. Und zwar mit einer Tischdecke aus Polyvinylchlorid (PVC).

Darum ist eine PVC-Tischdecke besser als Isolierfolie

PVC hat die Eigenschaft, die Wärmestrahlung teilweise zu absorbieren. Polyethylen (PE), also das Material, aus dem die meisten Fensterisolierfolien hergestellt sind, isoliert vergleichsweise weniger Wärmestrahlung. Das beweist Schmitz in seinem Video mithilfe einer Wärmebildkamera.

Dort zeigt der Wissenschaftler, dass PVC einen Wärmeverlust direkt an der Oberfläche von bis zu 10 Grad Celsius verhindern kann. Bei Polyethylen sind es hingegen nur bis zu 3 Grad Celsius.

Diese Eigenschaft können sich Verbraucher zunutze machen.

Sonnenstrahlung ist eher kurzwellig. Wärmestrahlung, also die Wärme, die von der Heizung oder dem Körper produziert wird, ist eher langwellig, erklärt der Experte. Im Winter ist es wünschenswert, wenn die wärmende Sonnenstrahlung nach innen durch das Fenster gelassen wird. Die langwellige Strahlung im Rauminneren soll hingegen nicht nach draußen gelangen. Es ist daher sinnvoll, so Schmitz, eine Folie aufzubringen, die die langwellige Wärmestrahlung im Rauminneren zurück in das Zimmer reflektiert. Metall hat diesen Effekt. Und auch eine Wärmeschutzverglasung hat diese Eigenschaft.

Hilfreich kann es auch sein, eine PVC-Folie – also die Kunststofftischdecke – an der Fensterinnenseite aufzubringen. Sie absorbiert die Wärmestrahlung, erklärt Schmitz. Anschließend strahlt sie einen Teil der absorbierten Wärme zurück in den Raum. Der andere Teil wird dann allerdings weitergeleitet – also nach außen. Der Wissenschaftler ergänzt, dass die PVC-Folie nicht direkt auf die Scheibe geklebt werden sollte. Wichtig sei es vielmehr, dass sich zwischen Glas und Folie eine Luftschicht befindet. Denn diese sorge für eine zusätzliche Dämmung.

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Wie hoch ist die Einsparung?

Durch den Versuch konnte Schmitz feststellen, dass die Fensterisolierfolie bis zu 13 Prozent an Energieverlust einsparen kann. Bei der PVC-Tischdecke waren es teilweise bis zu 25 Prozent. Wichtig ist, so der Experte, dass es sich dabei um keine exakten Werte handele. "Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen", mahnt er. Dennoch könnten die Zahlen einen gewissen Richtwert geben.

Physikprofessor Martin Hundhausen, den Schmitz als Experten noch hinzuzieht, erklärt, dass durch die Fensterisolierfolie im Jahr etwa 20 Euro an Energiekosten eingespart werden könnten. Durch die PVC-Folie erhöht sich der Betrag auf 40 Euro pro Jahr. "Noch besser ist es, bessere Fenstergläser einzusetzen", so Hundhausen. Diese könnten bis zu 132 Euro an Energiekosten im Jahr sparen.

Das Einsparpotenzial hängt allerdings unter anderem auch von der Art der Fenster sowie dem allgemeinen Dämmzustand des Gebäudes und der Größe der Fenster(fläche) ab. Es handelt sich hierbei nur um Rechenbeispiele beziehungsweise Richtwerte, die verdeutlichen sollen, dass bereits kleine und nicht teure Maßnahmen dazu beitragen können, die Energiekosten zu senken.

Alternative zur PVC-Tischdecke

Wer keine transparente Kunststofftischdecke zur Hand hat, kann seine Fenster auch mit einer Luftpolsterfolie isolieren. Die Knackfolie wird dann direkt auf die Fensterscheibe geklebt. Die in dem Kunststoff eingeschlossene Luft sorgt neben dem Plastik für eine zusätzliche Dämmwirkung.

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