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Katzen vertreiben: Was ist illegal und was dürfen Sie tun?


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Katzen vertreiben: Wann es illegal ist

Von t-online, jb

13.01.2023Lesedauer: 4 Min.
Passen Sie auf, dass Ihre Katze nicht auf Vogeljagd geht
Haustier: Passen Sie auf, dass Ihre Katze nicht auf Vogeljagd geht (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Das umgegrabene Blumenbeet, Katzenkot im Garten, tote Vögel auf der Terrasse: Nicht jeder freut sich über Katzen im Garten. Doch was ist erlaubt – und was verboten?

Katzen habe ein großes Revier. Das bedeutet, dass sie sich bei ihren Streifzügen nicht immer nur im Garten des Besitzers aufhalten, sondern auch gerne mal auf fremden Grundstücken herumlaufen.

Das freut nicht jeden. Denn einige Samtpfoten können im Garten ein wahres Chaos hinterlassen: Sie buddeln in frisch gehackten Beeten, verrichten ihr Geschäft in der Sandkiste oder lauern Vögeln unterm Vogelhäuschen auf.

Für viele Grundstücksbesitzer sind das ausreichende Gründe, die Katzen von ihrem Hab und Gut zu vertreiben. Dabei greifen sie auf unterschiedliche Methoden und Maßnahmen zurück. Doch nicht immer ist die Vorgehensweise legal.

Ist Katzen vertreiben illegal?

Katze auf der Lauer
Eine Katze sitzt in einer Wiese: Nicht jeder mag Katzen. (Quelle: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)

Die Frage kann nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantwortet werden. Sie dürfen Katzen zwar vertreiben. Aber: Sie dürfen die Tiere nicht quälen. Das bedeutet, dass keine Mittel und Maßnahmen erlaubt sind, die den Katzen Leiden, Schmerzen oder einen anderen Schaden zufügen. Kurzum, Sie dürfen die Katzen nicht gefährden und die Methoden müssen stets tierfreundlich beziehungsweise tierschutzkonform sein.

Übrigens: Die meisten Gerichte haben sich bei ihren Urteilen stets für die Katzen und dessen Besitzer ausgesprochen. Wenn die Katze also beim Vertreiben verletzt wird oder sich verletzt, kann das für den Katzenvertreiber sehr teuer werden.

Hohe Strafen drohen

Tierquälerei wird in Deutschland mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet. Teilweise wird dem Täter eine Geldstrafe auferlegt (§17 Tierschutzgesetz). Die Höhe beläuft sich auf bis zu 25.000 Euro (§18f Tierschutzgesetz).

Wie vertreibt man Katzen dauerhaft?

Fremde Katzen können mit einfachen Mittel vom Hof und Grund vertrieben werden. Oftmals reichen bereits bestimmte Pflanzen oder Gerüche aus, damit die Tiere das Grundstück nicht mehr betreten.

Pflanzen

  • Pflanzen Sie Kräuter wie Zitronenmelisse (Melissa officinalis) oder Weinraute (Ruta graveolens) an die Grundstücksgrenze.
  • Die Verpiss-Dich-Pflanze (Plectranthus ornatus) hält sowohl fremde Katzen als auch Hunde vom Garten und vom Hof fern. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel.
  • Weitere Gewächse, die viele Katzen meiden, sind Stechpalmen, Berberitze-Bodendecker und Weihrauchpflanze.

Gerüche

Teebaumöl hilft bei Hautausschlägen und bei Reizungen der Kopfhaut.
Teebaumöl: Das ätherische Öl riecht sehr intensiv. (Quelle: ronstik/Getty Images)
  • Katzengranulat aus dem Fachhandel riecht sehr stark nach Knoblauch. Verstreuen Sie es an Ihrer Grundstücksgrenze oder um Ihre Beete.
  • An den Orten, an denen die fremde Katze ihre Notdurft verrichtet, können Sie Gewürze verstreuen: Der Geruch von Chili. Pfeffer und Essig brennt in der sensiblen und feinen Nase der Samtpfoten. Daher werden sie sich künftig andere Orte suchen, um sich zu erleichtern.
  • Denselben Effekt wie die Kräuter haben auch ätherische Öle. Um Katzen tierkonform zu vertreiben, eignen sich Eukalyptus-, Minz-, Teebaum- oder Zitronenöl. Geben Sie hiervon fünfzehn bis zwanzig Tropfen in eine Sprühflasche. Fügen Sie 200 Milliliter Wasser hinzu. Schütteln Sie die Flasche kräftig, damit sich das Öl gut verteilt. Besprühen Sie die betroffene Stelle.
  • Kaffeesatz eignet sich sowohl als Dünger als auch zur Katzenabwehr. Verteilen Sie eine großzügige Menge auf Ihrem Blumenbeet. Da die Katzen den Geruch nicht mögen, werden sie Ihr Beet künftig meiden. Aber Achtung: Verwenden Sie nicht zu viel Kaffeesatz und wenden Sie den Trick nicht zu häufig an. Denn der Kaffeesatz kann den pH-Wert des Bodens verändern, was wiederum schlecht für Ihre Blumen sein kann. Was Sie mit Kaffeesatz noch machen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ihnen sollte jedoch bewusst sein, dass der Geruch dieser Mittel schnell verfliegt. Spätestens nach einem Regen müssen Sie das Öl oder die Kräuter wieder an den entsprechenden Orten verteilen.

Achtung

Pflanzen der Gattung Allium – also Knoblauch, Schnittlauch, Porree oder Zwiebeln – sind für Katzen sowohl roh als auch gekocht oder als Pulver getrocknet giftig. Denn die Gewächse enthalten die Schwefelverbindung N-Propyldisfulid. Wenden Sie diese Hausmittel daher nicht an, um Katzen zu vertreiben.

Geräusche

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Klatschen: Das unerwartete, laute Geräusch vertreibt Katzen. (Quelle: nndanko via www.imago-images.de)

Achtung

Katzenschreckgeräte oder allgemein Tierschreckgeräte werden zwar im Handel und im Internet angeboten. Sie sind aber kein geeignetes Mittel, um Tiere jeglicher Art zu vertreiben. Oftmals schaden derartige Geräte das Gehör der Katzen, Hunde und Co. so sehr, dass die Tiere sogar taub werden. Das wiederum ist Tierquälerei – und somit illegal und strafbar.

Sonstiges

Mit Rindenmulch wird vor allem der Boden rund um Gehölze und Schattenstauden abgedeckt.
Katzenabwehr: Mit Rindenmulch wird vor allem der Boden rund um Gehölze und Schattenstauden abgedeckt. (Quelle: Christin Klose/dpa-tmn./dpa)
  • Streuen Sie Kies um die Beete. Für zarte Katzenpfoten ist dieser Untergrund sehr unangenehm.
  • Auch Rindenmulch betreten Katzen nur ungern.
  • Viele Katzen sind Wasserscheu. Aktivieren Sie den Rasensprenger, sobald die fremde Katze Ihr Grundstück betritt. Aber: Zielen Sie nicht direkt mit einer Wasserpistole oder dem Gartenschlauch auf die Katze. Zwar erschreckt sie sich und flüchtet. Aber die Maßnahme kann bei Katzen auch ein kleines Trauma hinterlassen. Die Maßnahme könnte also auch als Tierquälerei gedeutet werden.

Was schreckt Nachbars Katze ab?

Möchten Sie nicht, dass die Katze Ihres Nachbarn in Ihren Garten kommt, sollten Sie zu Maßnahmen greifen, die weniger weitreichend sind. Denn schließlich wohnt die Katze bei dem Nachbarn und soll nicht von ihrem Zuhause vertrieben werden.

Was Sie gegen die Nachbarkatze nicht verwenden sollten:

  • Ultraschallgeräte – die Geräusche sind für die Katze auch noch auf dem Grundstück ihres Besitzers hörbar.

Was Sie verwenden können:

  • Gut und hilfreich sind (die oben genannten) Pflanzen, Rindenmulch, Zäune oder laute, überraschende Geräusche. Letztere bitte nur einsetzen, wenn die fremde Katze auf Ihrem Grundstück ist. Nicht schon, wenn sie sich nähert. Ansonsten entfällt der Lerneffekt.

Was Sie gegen Katzenkot vor der Tür tun können, erfahren Sie in diesem Ratgeber-Artikel.

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Verwendete Quellen
  • dejure.de "Tierschutzgesetz"
  • tierschutzbund.de "Tierschutz"
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