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Himbeeren pflanzen, pflegen und schneiden

Larvenfraß vermeiden  

Himbeerkäfer: So werden Sie den Schädling los

12.07.2019, 13:36 Uhr | t-online.de, dpa-tmn, hs

Himbeeren pflanzen, pflegen und schneiden. Reife Himbeeren hängen an einem Strauch: Himbeeren wachsen am besten an sonnigen und windgeschützten Orten. (Quelle: Getty Images/nitrub)

Reife Himbeeren hängen an einem Strauch: Himbeeren wachsen am besten an sonnigen und windgeschützten Orten. (Quelle: nitrub/Getty Images)

Der süße Geschmack von Himbeeren gefällt nicht nur Hobbygärtnern – auch die Larven eines Blütenfressers futtern sich durch die Früchte. Mit einer einfachen Maßnahme bekämpfen Sie den Befall wirkungsvoll.

Himbeeren sind beliebte Gartenpflanzen, die auf verschiedenen Böden gut gedeihen. Hier erfahren Sie, welche Herausforderungen Sie an Gärtner stellen und welche Nährstoffe in der Frucht stecken.

Der ideale Standort für Himbeeren

Himbeeren wachsen am besten an sonnigen und windgeschützten Orten, Sie können sie aber auch im Halbschatten pflanzen. Am besten gedeiht die Himbeere in feuchter und nährstoffreicher Erde mit einem ph-Wert von 5,5 bis 6,5. Leicht sandige Böden mögen die Flachwurzler lieber als dichte, tonige Böden.

Hinweis: Durch Düngen und eine gute Bewässerung lassen sich Himbeeren in nahezu jeden Boden pflanzen. 

Pflanzzeit für Himbeeren

Die optimale Pflanzzeit für Himbeeren ist der Herbst. Beginnen Sie frühzeitig mit den Vorbereitungen: Vermischen Sie die Erde im Beet mit Kompost. Bei kalkhaltigen Böden ist das besonders wichtig. Nur so ist eine sichere Nährstoffversorgung der Pflanze gewährleistet.

Die passenden Abstände für Himbeersträucher

Für den Anbau von Himbeeren ist eine Fläche von drei mal vier Metern gut geeignet. Setzen Sie die Pflanzen hier in drei Reihen. Pro Reihe haben bis zu sieben Sträucher Platz. Genügend Abstand zwischen den Pflanzen ist wichtig, damit sie ausreichend Sonne bekommen und gut durchlüftet werden.

Himbeersträucher mit einer Rankhilfe: Befestigen Sie die Ruten gut an einem Gestell. (Quelle: imago images/Panthermedia)Himbeersträucher mit einer Rankhilfe: Befestigen Sie die Ruten gut an einem Gestell. (Quelle: Panthermedia/imago images)

Rankhilfe selbst bauen

Wenn der Strauch wächst, dann benötigt er eine Rankhilfe. Dafür können Sie ein einfaches Gerüst aus zwei Balken bauen mit Querverbindungen aus Draht auf etwa 50, 100 und 150 Zentimetern Höhe. Befestigen Sie dann die Ranken an dem Gestell.

Himbeeren richtig düngen

Düngen Sie Himbeeren im März oder April maßvoll. Denn zu viel Dünger kann zu Fäulnis führen und die Früchte verderben. Ab Sommer ist das Düngen nicht mehr ratsam. Neu gewachsene Triebe erfrieren dann im Winter. 

Erntezeit von Himbeeren

Die Erntezeit von Herbsthimbeeren reicht von August bis Oktober. Frühreifende Himbeeren liefern dagegen größere Mengen ab Juni. Das ist besonders gut für Gärtner, die viele Himbeeren auf einmal benötigen, etwa um Marmelade herzustellen.

Herbst- und Sommerhimbeeren richtig schneiden

Sommerhimbeeren vertragen einen Rückschnitt direkt nach der Ernte im Juni oder Juli. Entfernen Sie dafür alle Triebe, die Früchte entwickelt haben. Ranken, die erst in diesem Sommer gewachsen sind, tragen dann im kommenden Jahr die nächste Ernte saftiger Himbeeren.

Bei Herbsthimbeeren werden die Früchte erst ab Ende August reif. Stutzen Sie die Triebe dieser Sträucher erst im Winter – und dann alle Triebe gleichermaßen. Sie treiben im Frühjahr wieder neu aus.

Tipp: Himbeeren treiben auch außerhalb der Beete kräftig aus. Stechen Sie diese einjährigen Bodentriebe regelmäßig aus, um Wildwuchs zu verhindern.

Himbeerkrankheiten vorbeugen und bekämpfen

Himbeersträucher bleiben nicht von Krankheiten verschont: Die Rote Wurzelfäule kann dazu führen, dass sich weniger neue Ruten bilden und die Pflanze nur schlecht ausschlägt. Die Ernte kann ausfallen und sogar die gesamte Pflanze absterben. Auf verdichteten Böden und bei Staunässe tritt die Krankheit häufiger auf.

Die Rutenkrankheit kann sich auf Himbeersträuchern schnell ausbreiten. Die befallenen Triebe bilden oft keine Früchte aus. Beugen Sie der Krankheit vor, indem Sie beim Himbeerschnitt nur wenige Ruten stehen lassen und vermeiden Sie es, einzelne Triebe zu beschädigen.

Himbeerkäfer auf einer Blüte: Ihre Larven knabbern die Früchte an. (Quelle: imago images/blickwinkel)Himbeerkäfer auf einer Blüte: Ihre Larven knabbern die Früchte an. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Himbeerkäfer knabbern die leckeren Beeren an. Gärtner sollten die Tiere daher absammeln. Die Käfer fallen einfach vom Strauch, wenn Sie sie berühren oder abklopfen. Ruckeln Sie am besten am frühen Morgen leicht an der Pflanze, wenn die Tiere noch nicht so aktiv sind.

Legen Sie unter die Ruten der Himbeere zuvor Tücher, um die heruntergefallenen Tiere später einzusammeln. Die 3,5 bis 4,5 Millimeter großen, hellbraunen bis braungrauen Himbeerkäfer nagen zunächst die Knospen und Blüten an und legen ihre Eier hinein. Ihre Larven fressen dann die Früchte an. Spättragende Sorten wie 'Autumn Bliss' und 'Himbo-Top' werden nicht befallen.

Seien Sie vorsichtig mit chemischen Mitteln: Sie können auch Nützlinge vernichten und die Himbeerernte für den Menschen giftig machen.

 


Himbeeren: Nährstoffe und Kalorien

Himbeeren haben einen süß-säuerlichen Geschmack und enthalten viel Vitamin C und B-Vitamine. Welche weiteren Nährstoffe in Himbeeren stecken, können Sie der Tabelle entnehmen. Die Werte beziehen sich auf 100 Gramm der Frucht und stammen vom US-Landwirtschaftsministerium. 

Himbeeren100 Gramm
Wasser85,75 g
Energiegehalt52 kcal
Protein1,2 g
Fett0,65 g
Kohlenhydrate11,94 g
Ballaststoffe6,5 g
Zucker4,42 g
Kalzium25 mg
Eisen0,69 mg
Magnesium22 mg
Phosphor29 mg
Vitamin C26,2 mg

Weil Himbeeren ein Naturprodukt sind und es auch verschiedene Sorten gibt, können die Werte schwanken. 

Verwendete Quellen:

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