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Johannisbeerstrauch: Tipps zur Pflege und Behandlung gegen Schädlinge

Hoher Vitamin-C-Gehalt  

Johannisbeerstrauch: Tipps zur Pflege und Behandlung gegen Schädlinge

22.07.2020, 10:24 Uhr | THU, jb, t-online

Johannisbeerstrauch: Tipps zur Pflege und Behandlung gegen Schädlinge. Rote Johannisbeeren: Entfernen Sie erst nach dem Waschen die Früchte von den Stielen. (Quelle: Getty Images/LisaValder)

Rote Johannisbeeren: Entfernen Sie erst nach dem Waschen die Früchte von den Stielen. (Quelle: LisaValder/Getty Images)

Johannisbeeren sind beliebt als Frucht für Marmelade, im Kuchen oder im Dessert. Die kleinen Früchtchen sind große Lieferanten von Vitamin C. Dies gilt vor allem für die schwarze Johannisbeere. Außerdem werden im Garten auch weiße und rote Johannisbeeren angepflanzt.

Rot, Weiß, Schwarz – alles zu den einzelnen Sorten

Am bekanntesten ist die rote Johannisbeere. Es gibt sie in unzähligen Sorten. Weiße Johannisbeeren sind milder und nicht ganz so sauer im Geschmack wie die roten, und auch nicht so aromatisch wie die schwarzen Beeren. Schwarze Johannisbeeren sind diejenigen mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C. Ihr Geschmack ist herber, aber nicht so sauer wie der der roten und weißen Verwandten.

 

Rote Johannisbeeren

Weiße Johannisbeeren

Schwarze Johannisbeeren

 Erntezeit

  • Teilweise bereits ab Juni reif
  • Saftige Beeren

 

  • Teilweise Ende Juni bis Mitte Juli
  • Teilweise ab Mitte Juni reif
  • Große Beeren

 Geschmack

Feinsäuerliches 


 Mild bis säuerlich

Intensiv

Beeren sind gut geeignet für

Marmelade, Saft

Marmelade, Gelees, Sofortverzehr

Marmelade, Saft, Likör

Pflege

  • Teilweise anspruchsvoll
  • Regelmäßiger Rückschnitt nach der Ernte notwendig
  • Geschützter Standort nötig
  • Teilweise frostempfindlich
  • Anfällig für Krankheiten
  • Regelmäßiger Rückschnitt nach der Ernte notwendig
  • Halbschattiger Standort
  • Robuste Pflanze
  • Starker Rückschnitt der Hauptriebe nach der Ernte
  • Teilweise nicht selbstfruchtbar – sie benötigt eine andere Sorte, um Früchte zu bilden.
  • Sonniger Standort
  • Teilweise unempfindlich gegenüber Frost

idealer Boden

  • Leicht säuerlicher Boden
  • Humusreiche Erde
  • Leicht säuerlicher Boden
  • Humusreiche Erde
  • Sandiger Lehmboden
  • Humusreiche Erde

Vitamin-C-Gehalt bei 100 Gramm Früchten

30 bis 50 mg 

30 bis 50 mg 

170 mg 

Anmerkung: Es gibt ebenfalls Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten. Die Übersicht spiegelt nur ein Ausschnitt der Charakteristika wider.

Johannisbeeren – der ideale Standort

Johannisbeeren bevorzugen windgeschützte Standorte. Die Lage kann sonnig oder halbschattig sein. Der Standort beeinflusst den Geschmack der Beeren. Ein sonniger Standort sorgt für einen höheren Zuckergehalt. Die Früchte sind somit süßer.

Der Boden sollte weder besonders trocken noch staunass sein. Optimal ist ein Boden mit einem neutralen bis schwach sauren pH-Wert. In sonnigen Lagen sind die Erträge in der Regel besonders ergiebig.

Schwarze Johannisbeeren: Die dunklen Früchte haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt. (Quelle: Getty Images/Beata Haliw)Schwarze Johannisbeeren: Die dunklen Früchte haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt. (Quelle: Beata Haliw/Getty Images)

Das ist beim Düngen und Schnitt zu beachten

Die Anreicherung des Bodens mit Kompost unterstützt den Wachstumsprozess. Zwischen Herbst und Frühjahr können die Setzlinge jederzeit eingesetzt werden, solange der Boden frostfrei ist. Wer eine Heckenkultur bevorzugt, wählt Abstände von 50 Zentimeter. Für eine Buschkultur sind 1,5 bis 1,8 Meter Abstand notwendig. Damit Heckensträucher gerade wachsen, bekommen sie am besten einen Stab als Unterstützung.

Die kräftigste Rute bildet den Hauptstamm; er wird nicht oder nur bei starken Schädlingsbefall gestutzt. Die anderen Triebe werden knapp über dem Boden zurückgeschnitten. Auch die Seitentriebe werden gekürzt. Zwei Knospen können übrig bleiben und werden mittels einer weichen Schnur mit dem Stützstab verbunden.

Weiße Johannisbeeren: Die hellen Früchte haben nur eine milde Säure. (Quelle: Getty Images/Annimei)Weiße Johannisbeeren: Die hellen Früchte haben nur eine milde Säure. (Quelle: Annimei/Getty Images)

Haltbarkeit der Früchte

Sie können reife Johannisbeeren relativ lange am Busch hängen lassen, sie halten sich dort gut. Wenn Sie die Beeren gepflückt haben, sollten Sie sie dagegen möglichst verzehren. Die Lagerungszeit beträgt nur etwa zwei bis drei Tage. Dazu werden die Beeren auf einem großen Teller verteilt und mit Klarsichtfolie abgedeckt. Zudem sind Johannisbeeren nicht klimakterisch – das heißt, sie reifen nach der Ernte nicht nach. 

Waschen sollten Sie die Johannisbeeren immer mit Stiel. Wird der Stiel vorher entfernt, verlieren sie zu viel Saft. Wer sie für später aufbewahren will, sollte sie allerdings nicht waschen. 

Um Johannisbeeren einzufrieren, werden sie gewaschen und von den Stielen mit einer Gabel abgestreift. Dann verteilt man sie großflächig auf einem Tablett und gibt sie so ins Gefrierfach. Erst in gefrorenem Zustand werden sie platzsparend in ein Gefäß umgefüllt. Um aus den Beeren Saft oder Gelee herzustellen, können die Rispen und Stiele ruhig mitgekocht werden. Sie enthalten reichlich Gerbsäure und geben darum viel Aroma.

Was tun gegen Läuse und Pilzbefall?

Der größte Feind beim Anbau der Früchte ist die weiße Johannisbeerblasenlaus. Am besten schützt man die Pflanzen durch eine ausgewogene Düngung. Auch gründliches Mulchen sowie regelmäßiges Schneiden helfen den Johannisbeeren, gesund zu bleiben. Sollte sich jedoch ein weißfilziger Belag gebildet haben, sind die Sträucher von der Maulbeerschildlaus befallen. Dagegen helfen regelmäßiges Bürsten der Pflanze und das abspritzen mit einem härteren Wasserstrahl. 

Johannisbeeren sind nicht nur von Ungeziefer befallen, auch für die Rotpustelkrankheit und Echten Meltau ist die Beere anfällig. Durch eine Unterpflanzung mit Wermut wird die Pflanze widerstandsfähiger. Gegen Pilzkrankheiten helfen vorbeugend Brennnessel- oder Schachtelhalmbrühe.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Naturarzt (Ausgabe Juni 2019)
  • Plantura
  • Mein schöner Garten
  • Gartenjournal
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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