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Hecke schneiden: So machen Sie alles richtig

Zeitpunkt, Werkzeug, Pflege  

Hecke schneiden: So machen Sie alles richtig

07.02.2020, 15:23 Uhr | dpa, t-online.de, ron

Hecke schneiden: So machen Sie alles richtig. Hecke schneiden: Schnell und stark wachsende Thuja-Hecken können zweimal pro Jahr verschnitten werden. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Hecke schneiden: Schnell und stark wachsende Thuja-Hecken können zweimal pro Jahr verschnitten werden. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Ob als grüner Sichtschutz oder nachwachsende Grundstücksgrenze: Damit die Hecke dicht wächst, ist ein regelmäßiger Schnitt notwendig. Wann Sie sie schneiden sollten und welche Heckenschere die passende ist.

Zur richtigen Heckenpflege zählt neben dem Gießen vor allem das Verschneiden. Ein regelmäßiger Schnitt sorgt einerseits dafür, dass Hecken ihre Form behalten, andererseits fördert der Schnitt das Wachstum sowie dichtes, grünes Zweigwerk. Allerdings sollten Sie beim Heckenschnitt einige Dinge beachten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Wenn Sie erst im Frühjahr Ihre Hecke verschneiden möchten, kann es dafür schon zu spät sein. Der Grund: Vom 1. März bis zum 30. September ist ein starker Schnitt von Hecken verboten. Das steht im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), um Vögeln und Kleintieren einen Rückzugsraum zur Aufzucht ihrer Nachkommen zu sichern.

In diesen sieben Monaten ist es untersagt, Hecken zu verschneiden, auf den Stock zu setzen – das heißt: alle Äste zu entfernen – oder Hecken ganz zu beseitigen.

Info
Zulässig sind laut Gesetz aber "schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen".

Februar: Der frühe Heckenschnitt

Deshalb sollten Sie Ihre Hecke bereits Mitte bis Ende Februar auf die gewünschte Höhe und Breite zurückschneiden, sobald kein Frost mehr zu erwarten ist. Damit sorgen Sie für einen dichten, gleichmäßigen und gesunden Wuchs. Zudem stehen die Triebe zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig im Saft. Die Hecken verkraften den Rückschnitt dann besser. Kurzum: Der Vorteil des frühen Schnitts ist eine gut geschlossene, grüne Hecke das ganze Jahr.

Unser Tipp
Bei Blühhecken wie Forsythie, Schneeball oder Jasmin sollten Sie allerdings nicht schon im Februar schneiden. Warten Sie bis die Sträucher geblüht haben. Da dieser Zeitpunkt dann in der Sperrzeit liegt, sollten Sie besonders achtsam und vorsichtig zurückschneiden.

Juni: Der späte Heckenschnitt

Zum Sommeranfang folgt dann ein zweiter, schwächerer Rückschnitt. Viele Gartenbesitzer schneiden ihre Hecken dann um den Johannistag (24. Juni). Bei diesem späten schonenden Heckenschnitt sollte etwa ein Drittel des neuen Jahrestriebs unangetastet bleiben.

Ein stärkerer Rückschnitt ist einerseits gesetzlich verboten, andererseits würde dieser der Hecke zu viel Kraft für das weitere Wachstum rauben. In der zweiten Jahreshälfte überlassen Sie die Hecke weitgehend sich selbst und bringen sie dann erst wieder im Februar in die gewünschte Form.

Unser Tipp
Für den Heckenschnitt ist bewölktes Wetter optimal. Vermeiden Sie pralle Sonne, sonst könnten angeschnittene Blattspitzen oder Nadeln braun und unansehnlich werden.

Thuja-Hecke schneiden

Neben Eibe (Taxus baccata), Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) und Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana) zählt vor allem der Lebensbaum (Thuja) zu den beliebtesten Heckenarten. Der Grund: Er eignet sich optimal, um ein Grundstück einzurahmen, weil er robust und schnell wachsend ist.

Lebensbaum (Thuja): Er gilt als robust und pflegeleicht, dennoch sollten Sie beim Schneiden auf einiges achten. (Quelle: imago images/Westend61)Lebensbaum (Thuja): Er gilt als robust und pflegeleicht, dennoch sollten Sie beim Schneiden auf einiges achten. (Quelle: Westend61/imago images)

Thuja-Hecken sollten regelmäßig in Form gebracht werden. Bei den meisten reicht ein Schnitt pro Jahr aber völlig aus. Empfehlenswert ist das zeitige Frühjahr, wenn sich noch keine neuen Triebe gebildet haben. In dieser Jahreszeit kann auch ein kräftiger Rückschnitt an größeren Hecken erfolgen – allerdings nur bis Ende Februar.


Schnell und stark wachsende Thuja-Hecken können zweimal pro Jahr verschnitten werden: im Frühsommer (Ende Juni) und im Spätsommer (Ende August).

Heckenscheren: mechanisch und motorbetrieben

Zum Hecke schneiden brauchen Sie eine gute Heckenschere. Dabei können Sie zwischen einer mechanischen und motorbetriebenen Heckenschere wählen. Eine mechanische empfiehlt sich vor allem für kleine Hecken, die nur einmal pro Jahr verschnitten werden. Haben Sie allerdings eine Hecke, die Ihr Grundstück über mehrere Meter eingrenzt und bereits eine stattliche Höhe aufweist, sollten Sie den Kauf einer motorbetriebenen Schere in Betracht ziehen.

Mechanische Scheren

Mechanische Schere: Zwar erfordert eine Zweihandschere Muskelkraft, doch können Sie mit ihr Ihre Hecke individuell in Form bringen. (Quelle: imago images/Westend61)Mechanische Schere: Zwar erfordert eine Zweihandschere Muskelkraft, doch können Sie mit ihr Ihre Hecke individuell in Form bringen. (Quelle: Westend61/imago images)

  • Einhandscheren sind besonders für den Rück- und Formschnitt von kleinen Einfassungshecken geeignet.
  • Zweihandscheren eignen sich für größere Hecken bis zu einer Länge von etwa drei Metern. Weitere Voraussetzungen sind auch – wie schon bei den Einhandscheren – eine gute Qualität der Schere und scharfe Klingen, damit das Schneiden optimal gelingt.

Info
Mechanische Scheren sind aus ökologischer Sicht besonders empfehlenswert – weil sie ohne Strom, Abgase und Geräusche funktionieren. Zudem sind sie im Hinblick auf das Gewicht oftmals leichter als Motorgeräte und somit besser in der Handhabung.

Motorbetriebene Scheren

Motorbetriebene Schere: Wenn Sie eine Elektroschere verwenden, sind Sie beim Hecke schneiden nur eingeschränkt mobil. (Quelle: imago images/Insadco)Motorbetriebene Schere: Wenn Sie eine Elektroschere verwenden, sind Sie beim Hecke schneiden nur eingeschränkt mobil. (Quelle: Insadco/imago images)

Zweifellos erleichtern motorbetriebene Heckenscheren die Gartenarbeit. Sie sind in unterschiedlichen Leistungsklassen und Größen sowie Varianten erhältlich. Zugleich haben sie neben Vorteilen auch ein paar Nachteile:

  • Benzinscheren eignen sich für ausgiebiges Heckenschneiden. Diese Modelle haben trotz einer starken Motorleistung aber oftmals ein recht hohes Gewicht. Auch im Hinblick auf Abgas- und Lärmemissionen schneiden Benzinscheren nicht immer gut ab.
  • Elektroscheren sind Leichtgewichte, aber nur eingeschränkt mobil. Eine Steckdose muss sich immer in der Nähe befinden. Zudem ist die Gefahr hoch, dass das Elektrokabel versehentlich beim Heckenschneiden durchtrennt wird. 
  • Akkuscheren sind leicht und handlich. Sie eignen sich zum kontinuierlichen Schneiden, ohne dass Sie auf die Energiequelle achten müssen. Im Vergleich zu Benzinscheren sind sie leiser und frei von Abgasen. Laut Stiftung Warentest steigen sie kontinuierlich in der Beliebtheitsskala.

Info
Beim Kauf einer Heckenschere sollten Sie die Vor- und Nachteile des jeweiligen Modells abwägen: Neben der Handhabung, dem Gewicht und der Leistung sollten Sie auch die Sicherheit sowie Umweltfreundlichkeit im Blick haben.

Welche Schere für welche Hecke?

ModellEmpfohlener EinsatzHecke (Auswahl)
EinhandschereKleine Heckenflächen oder spezielle Formschnitte wie KugelnMini-Buchsbaum, Lavendel
ZweihandschereHeckenflächen mit einer Länge bis zu drei MeternKirschlorbeer (bewahrt Blätter vor Verletzungen), Japanische Stechpalme, Thuja (Formschnitt)
Motorbetriebene ScherenMittelgroße bis große Heckenflächen sowie Hecken mit starken ÄstenLebensbaum (Jahresschnitt), Buche, Liguster
Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
  • Stiftung Warentest: Heckenscheren – Länger, güns­tiger und sicherer schneiden
  • Mein schöner Garten: Hecken schneiden – Die wichtigsten Tipps
  • Schöner Wohnen: Hecke schneiden – Tipps & Tricks
  • Gartenfreunde: Die richtige Heckenschere
  • Obi: Hecke richtig schneiden
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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