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Was Sie bei einem Befall Ihres Baumes mit der Miniermotte tun können

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Laub bloß nicht auf den Kompost  

Miniermotte der Rosskastanie bekämpfen

17.09.2018, 15:54 Uhr | hadiet, dpa-tmn, hs, jb

Was Sie bei einem Befall Ihres Baumes mit der Miniermotte tun können. Miniermotte: Aus der Puppe schlüpft der Falter, der nicht mal einen Zentimeter groß ist. (Quelle: imago/Steffen Schellhorn)

Miniermotte: Aus der Puppe schlüpft der Falter, der nicht mal einen Zentimeter groß ist. (Quelle: Steffen Schellhorn/imago)

Seit Jahren ist ein kleines Insekt auf dem Vormarsch, das Kastanien den Krieg erklärt hat. Wie Sie den hartnäckigen Schädling eindämmen können und welchen Fehler Sie dabei vermeiden sollten.

Die Miniermotte ist schon früh im Jahr aktiv. Kaum haben die Kastanien ihre großen Blätter entfaltet, sind erste Schäden an den Bäumen zu sehen: gelbbraune, vertrocknete Fraßspuren an den Blättern.

So dämmen Sie den Befall ein

Der beste Schutz für Kastanien ist es, herabfallende Blätter sofort und vollständig zu entfernen. Denn die verpuppten Larven der Miniermotte überwintern im Laub der Rosskastanie. Wenn Sie die Blätter regelmäßig beseitigen, kann der Befall im kommenden Frühjahr eingedämmt werden.

Die Mottenpopulation kann sich zwar im Jahresverlauf erholen, obwohl das Laub aufgesammelt wurde. In der sensiblen Wachstumsphase der Kastanien im Frühjahr ist der Befall aber geringer und die Bäume werden kräftiger.

Wichtig
Das befallene Laub darf nicht auf dem eigenen Kompost verrotten, weil dort die Puppen den Winter überleben können. Bringen Sie das Kastanienlaub zu einer Kompostieranlage oder entsorgen Sie es über den Restmüll. Das Laub wird dann verbrannt und die Tiere sterben ab. Verbrennen Sie das Laub nicht selbst. Das wird mit einem hohen Bußgeld bestraft.

Kastanienminiermotte: Rot blühende Kastanien bleiben von dem Schädling weitestgehend verschont. (Quelle: imago/blickwinkel)Kastanienminiermotte: Rot blühende Kastanien bleiben von dem Schädling weitestgehend verschont. (Quelle: blickwinkel/imago)

Gegen die Schädlinge können auch Pheromone eingesetzt werden. Die chemischen Botenstoffe können Teile der Population anlocken, sodass sie die Bäume verschonen. Allerdings ist die Methode mit den Sexuallockstoffen teuer und aufwändig. 

So schädlich ist der Befall für Kastanien

Die Miniermotte befällt überwiegend die weiß blühende Rosskastanie (Aesculus hippocastanum). Aber auch andere Kastanienarten und sogar andere Baumarten können ihr als Wirt dienen. Rot blühende Rosskastanien (Aesculus x carnea) bleiben weitgehend verschont.

Miniermotte: Blätter von befallenen Bäumen färben sich schon früh im Jahr braun. (Quelle: imago/Jürgen Ritter)Miniermotte: Blätter von befallenen Bäumen färben sich schon früh im Jahr braun. (Quelle: Jürgen Ritter/imago)

Die Larven der Motten fressen sich durch die Blätter und höhlen sie dabei zwischen Ober- und Unterseite aus. Dadurch werden Teile des Blattes von der Wasserversorgung abgeschnitten. Bei starkem Befall vertrocknet dann das Blatt, wird braun und rollt sich an den Rändern ein.

Bei einem befallenen Baum können die Blätter teilweise schon im August abfallen, Ende September ist er dann meist komplett kahl. Außerdem sind die Pflanzen anfälliger für Pilze und andere Krankheitserreger.

Natürliche Feinde der Miniermotte

Die Miniermotte hat nicht viele natürliche Fressfeinde. Allerdings können Ameisen, Heuschrecken und Meisen den Befall eindämmen. Parasitische Wespenarten, die die Miniermotte als Wirt benutzen, können die Ausbreitung ebenfalls begrenzen.

Miniermotte: Meisen sind natürliche Feinde der Parasiten und können die Ausbreitung der Schädlingspopulation teilweise eindämmen. (Quelle: imago/Seeliger)Miniermotte: Meisen sind natürliche Feinde der Parasiten und können die Ausbreitung der Schädlingspopulation teilweise eindämmen. (Quelle: Seeliger/imago)

Einige Grünämter und Naturschützer hängen Meisenhotels in Kastanienbäume, um gegen die Parasiten vorzugehen. Allerdings fressen die natürlichen Gegenspieler nicht ausreichend Miniermotten, um eine Population dauerhaft zu reduzieren. 

Verwendete Quellen:
  • dpa-tmn
  • Pflanzenschutzamt Berlin

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