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Rasen düngen: Wann und wie oft sollte es sein?


Rasen düngen: Wann und wie oft sollte es sein?

t-online, sk

Aktualisiert am 14.03.2023Lesedauer: 4 Min.
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Ratgebervideo zur Rasenpflege: So wässern, vertikutieren, säen, düngen und kalken Sie das Grün richtig. (Quelle: t-online)
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Dicht, sattgrün und gesund: So wünschen sich viele Hobbygärtner ihren Rasen. Mit der richtigen Düngung kann das gelingen. Folgendes sollten Sie dabei beachten.

Was viele nicht wissen: Der Rasen gehört im Garten zu den Arealen mit dem höchsten Bedarf an Nährstoffen. Das verwundert nicht. Denn die Rasenfläche muss ziemlich viel aushalten. Neben Gartenpartys, Moos und Unkraut entzieht auch das Mähen dem grünen Teppich viele Nährstoffe.

Um das Wachstum Ihres Rasens zu fördern, können Sie ihn düngen. Dabei kommt es auf den richtigen Dünger, die richtige Menge und den richtigen Zeitpunkt an.

Braucht jeder Rasen Dünger?

Nicht jede Rasenfläche benötigt unbedingt ein Düngemittel. Wenn der Boden von Natur aus sehr nährstoffreich ist, reicht es aus, ihn regelmäßig zu gießen. Bei künstlich angelegten Rasenflächen ist dies aber nur selten der Fall, weshalb Sie zusätzlich düngen sollten.

Wie oft sollte man Rasen düngen?

Es ist ratsam, Rasenflächen drei bis vier Mal im Jahr zu düngen. Wenn Sie allerdings einen Rasenmäher mit Mulchfunktion oder einen Mähroboter verwenden, braucht Ihr Rasen weniger zusätzliche Nährstoffe.

Info

Ein Mulchmäher oder ein Mähroboter schneidet das Gras ab und häckselt es sehr klein. Das feine Schnittgut verbleibt direkt auf dem Rasen und verwittert mit der Zeit. So werden dem Rasen wichtige Nährstoffe zurückgeführt und der Boden laugt weniger aus.

Beanspruchen Sie Ihren Rasen dagegen stark, sollte er öfter gedüngt werden. Auch die Düngerart wirkt sich auf den Rhythmus aus: Mineralischer Rasendünger lässt sich zum Beispiel drei- bis sechsmal im Jahr anwenden, organischer Rasendünger dagegen seltener.

Wann sollte man Rasen düngen?

Fehlen dem Rasen Nährstoffe, und er färbt sich gelb bis braun, wächst undicht und hat kahle Stellen, sollte er gedüngt werden. Wichtig ist, dass die zusätzliche Nährstoffzufuhr ausgewogen über das Jahr verteilt ist. Somit ist ein regelmäßiges – und auch vorsorgliches – Ausbringen des Düngers sinnvoll.

Zwei klassische Düngezeitpunkte sind das Frühjahr und der Herbst. Ergänzend sollte in den Sommermonaten – im Juni und August – gedüngt werden.

Info
Dabei hat das Düngen im Frühjahr eine andere Funktion als im Herbst und sollte daher unterschiedlich gehandhabt werden.

Rasen düngen im Frühjahr

Nachdem Sie das erste Mal Ihren Rasen gemäht und vertikutiert haben, wird er gedüngt. Normalerweise ist der beste Zeitpunkt für den ersten Rasenschnitt Ende März/Anfang April. Die Bodentemperatur sollte dabei konstant – auch nachts – über 5 Grad Celsius liegen. Denn bei dieser Temperatur beginnt der Rasen zu wachsen.

Ist das Gras aufgrund eines milden Winters oder zeitigen Frühjahrs schon früher stark gewachsen, können Sie auch schon Mitte März mähen und danach düngen. Achten Sie aber dann darauf, dass Sie den Rasen nicht zu kurz mähen. Denn wenn es noch mal kalt wird, sind die Wurzeln sonst nicht geschützt.

Unser Tipp
Sollten Sie dennoch unsicher wegen des Zeitpunkts sein, empfiehlt sich die sogenannte Wärme-Summe-Methode: Hier addieren Sie vom Monat Januar an alle durchschnittlichen Tagestemperaturen. Wenn Sie die fiktive Marke von 150 Grad erreichen, können Sie Ihren Rasen düngen.

Für die Frühjahrsdüngung sollte es auch konstant über 5 Grad Celsius sein. Wenn Sie zu früh düngen, kann es sein, dass der Rasen aufgrund des hohen Nährstoffgehalts schon bei niedrigeren Temperaturen wächst und dann später jedoch eingeht, da es zu kalt für die Grashalme ist. Verwenden Sie zum Ausbringen des Frühjahrsdüngers einen Streuwagen, damit der Nährstoffbedarf von allen Grashalmen flächendeckend gleichmäßig gedeckt ist.

Wenn Sie den Rasen im Frühjahr düngen, unterstützen Sie damit vor allem Wachstum und Widerstandsfähigkeit der Grashalme und der Wurzeln gegen Unkraut und Schädlinge. Wichtig ist, an einem trockenen, leicht bedeckten Tag zu düngen. Bei zu starker Sonne kann der Rasen sonst verbrennen. Das ist auch im Frühjahr schon der Fall.

Schneeschimmel: Was ist das?

Die Rasenkrankheit tritt vor allem im Winter, zeitigen Frühjahr, aber manchmal auch im Herbst auf. Erkennbar ist Rasenschimmel an grauen, schmierig-feuchten Flecken auf der Rasenfläche. Bei feucht-kühler Witterung breitet sich die Pilzkrankheit besonders aus.

Info
Der Name Rasenschimmel führt ein wenig in die Irre: Denn er kann auch ohne Schnee entstehen, zum Beispiel wenn Schnittgut oder Laub die Luftzirkulation behindern. Dann kann der Boden schlecht abtrocknen.

Gegen Rasenschimmel hilft, die Fläche regelmäßig und ausgewogen zu düngen. Zeigen sich im Frühling dennoch kahle Stellen, können Sie Ihren Rasen in zehn einfachen Schritten reparieren.

Rasen düngen im Sommer

Im Frühsommer ist es Zeit, den Rasen erneut mit Nährstoffen zu versorgen. Der Juni bietet sich deshalb an, weil die Grashalme in diesem Monat am stärksten wachsen – weil es zu diesem Zeitpunkt meist noch nicht zu heiß oder zu trocken ist. Am besten ist es übrigens, wenn Sie für das Ausbringen des Düngers einen Streuwagen verwenden. Dadurch werden die Nährstoffe gleichmäßig verteilt.

Wird der Rasen später intensiv für geselliges Beisammensein oder für Kinder als Spielfläche genutzt, sollte er im Hochsommer noch einmal nachgedüngt werden, zum Beispiel im August.

Rasen düngen im Herbst

Im Gegensatz zum Frühjahr hilft das Rasen düngen im Herbst, Kraftreserven für den Winter aufzubauen. Achten Sie darauf, dass es dabei noch nicht zu kalt ist, weil der Rasen die Nährstoffe dann nicht mehr aufnehmen kann.

Unser Tipp
Der Erdboden sollte eine Temperatur von zehn Grad nicht unterschritten haben.

Womit den Rasen düngen?

Wenn Sie Rasendünger kaufen, achten Sie darauf, wann Sie diesen anwenden möchten. Es gibt spezielle Dünger für den Frühling und Herbstrasendünger. Vor allem vier Mineralien werden hauptsächlich in Düngemitteln angewandt – allerdings braucht der Rasen diese nicht zu jeder Jahreszeit:

Jahreszeit Nährstoffe im Dünger
Frühjahr/Sommer Stickstoff (N)
Spätherbst Kalium (K), Phosphor (P), Magnesium (Mg)

Übrigens: Ein hoher Stickstoffgehalt sorgt für eine kräftige Grünfärbung des Rasens.

Tipp: Am besten messen Sie vor dem Ausbringen des Frühjahrsdüngers oder Düngers mit Langzeitwirkung den Nährstoffbedarf des Rasens. Denn auch zu viele Mineralien und Nährstoffe können dafür sorgen, dass der Rasen braun wird oder gar eingeht.

Rasen-Langzeitdünger verwenden

Schon bei der ersten Düngung im Frühjahr sollten Sie darauf achten, dass Sie Langzeitdünger verwenden. Der Vorteil: Er setzt seine Nährstoffe gleichmäßig über mehrere Monate frei. So können größere Mengen auf einmal gedüngt werden, ohne dass etwaige Schäden durch Überdüngung eintreten. Achten Sie bei der Wahl des richtigen Rasendüngers also auf eine Mischung, die eine Langzeitwirkung hat. Die Angaben finden Sie auf der Verpackung.

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Mit Blaukorn Rasen düngen

Einige Hobbygärtner nutzen den chemischen Universaldünger Blaukorn nicht nur bei Nutz- und Zierpflanzen gegen Unkraut, sondern auch als Rasendünger. Insbesondere im Frühjahr kann es sinnvoll sein, den Rasen mit dem blauen Granulat zu versorgen.

Unser Tipp
Achten Sie bei Blaukorn auf eine sehr genaue Dosierung des Granulats. Ein Streuwagen ist deshalb ratsam. Denn: Bei falscher Anwendung oder Überdosierung schlägt die positive Wirkung des Blaukorns ins Gegenteil um – und Wildkraut vermehrt sich sprunghaft.

Rasen düngen bei Regen?

Vermeiden Sie es, auf nassem Rasen zu düngen, zum Beispiel nach einem Regenguss, weil sonst der Dünger an den oberen Grashalmen hängen bleibt.

Der beste Zeitpunkt zum Düngen ist ein trockener, leicht bedeckter Tag, an dem abzusehen ist, dass es bald regnen wird. Mit dem Regenwasser sickern die Nährstoffe besonders gut in den Boden ein und können den Rasen so optimal versorgen. In der prallen Sonne könnten die Grashalme vom Rasendünger verbrannt werden.

Rasen düngen: Bodenprobe

Wenn Sie herausfinden möchten, was genau Ihrem Rasen für ein ordentliches Wachstum fehlt, kann eine Bodenprobe sinnvoll sein. Hier wird ganz genau festgestellt, welche Nährstoffe fehlen und wann sie zugeführt werden sollten.

Dies hat den Vorteil, dass Sie den Boden und das Grundwasser nicht unnötig mit zahlreichen Dingen belasten, die dieser vielleicht gar nicht braucht. Es gibt spezielle Institute zur Bodenanalyse, die Ihnen bei der Auswahl des passenden Düngers helfen können.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Plantura: Rasen-Langzeitdünger
  • Welt: Rasen düngen – das müssen Sie beachten
  • Gartenjournal: Wirkt Blaukorn als Rasendünger gegen Unkraut?
  • Mein schöner Garten: Richtig düngen – so wird der Rasen sattgrün
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