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Buschwindröschen | Steckbrief zur giftigen Hexenblume

Giftiger Frühblüher  

Buschwindröschen blühen von Februar bis Mai

20.04.2021, 11:30 Uhr | jb, t-online

Buschwindröschen | Steckbrief zur giftigen Hexenblume. Buschwindröschen: Diese Pflanze blüht vor allem im Frühjahr. (Quelle: Getty Images/DannyIacob)

Buschwindröschen: Diese Pflanze blüht im Frühjahr zahlreich unter Bäumen und Büschen. (Quelle: DannyIacob/Getty Images)

Das Buschwindröschen ist vor allem bei Wanderern bekannt. Diese zarte Blüte säumt ab Februar die Waldpfade. Aber auch in Gärten und auf Wiesen bietet der Frühblüher einen schönen Anblick. Allerdings ist er giftig.

Das Buschwindröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und wird auch als Hexenblume, Hexenkraut oder Geißenblümchen bezeichnet. Es ist sowohl in Europa als auch in Asien heimisch.

Wie pflanze ich Buschwindröschen im Garten?

Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen von Buschwindröschen (Anemone nemorosa)  ist das Frühjahr. Alternativ können Sie die Staude auch nach ihrer Blüte an den gewünschten Standort setzen. Da sie relativ wenig Nährstoffe benötigt, reicht es aus, das Buschwindröschen im Frühjahr vor der Blüte zu düngen. Kompost ist hierfür ideal. Alternativ können Sie zu Langzeitdünger greifen.

Einen Rückschnitt benötigt das Buschwindröschen nicht. Um allerdings die Ausbreitung des Bodendeckers einzudämmen, können Sie mit einem Spaten an den entsprechenden Stellen in den Boden stechen und so die Verbindungen zu den Ausläufern unterbinden. 

An welchem Standort gedeiht das Buschwindröschen?

Das Buschwindröschen wächst am besten an schattigen Standorten – beispielsweise an Hecken oder unter Bäumen. Aber auch im Halbschatten kann es gut gedeihen. Wichtiger ist der Boden: Er sollte humos und nährstoffreich sowie locker sein. Ideal ist ein schwach alkalischer bis schwach saurer Boden mit einem pH-Wert um 7. 

Als Begleit- und Nachbarpflanzen eignen sich unter anderem Funkien.

Wann blüht das Buschwindröschen?

Die Blütezeit des Buschwindröschens liegt zwischen Februar und Mai. Die Pflanze ist in der freien Natur in Misch- und Laubwäldern, in Nadelwäldern, auf Bergwiesen und unter Sträuchern zu finden. Auch in Gärten ist die kleine Blume häufig anzutreffen.

Die Anemonengattung bildet zwischen sechs und zwölf Blütenblätter aus, die je nach Sorte eine weiße, gelbe oder blaue Färbung annehmen können.

Sind Buschwindröschen giftig?

Das Buschwindröschen ist in allen Teilen der Pflanze giftig. Wie alle Hahnenfußgewächse enthält es den Giftstoff Protoanemonin. Wenn Sie mit der Pflanze in Kontakt kommen, können

  • Juckreiz,
  • Rötung oder
  • Blasenbildung auf der Haut

die Folgen sein.

Waschen Sie die Stellen, an denen Sie die Pflanze berührt haben, möglichst schnell ab. Wenn Sie Teile der Pflanze einnehmen, kann dies zu Durchfall, Erbrechen und Schwindel führen und die Leber schädigen. Auch Krämpfe und Lähmungserscheinungen sind möglich, aber bei einer geringfügigen Einnahme nicht wahrscheinlich. Da der Frühblüher schlecht schmeckt und riecht, ist eine zufällige Einnahme unwahrscheinlich.

Wie vermehrt man Buschwindröschen?

Buschwindröschen können durch Teilung vermehrt werden. Mit einem scharfkantigem Spaten wird in die Pflanzen gestochen und ein entsprechendes Stück herausgetrennt. Dieses Pflanzenstück kann dann an den gewünschten Ort gesetzt werden, wo es sich erneut ausbreitet. Die Lücke im ursprünglichen Blütenteppich wird schnell wieder von den dort wachsenden Buschwindröschen geschlossen.

Für die Vermehrung eignet sich der späte Frühling, nachdem die Pflanze verblüht sind. Dann haben sie noch ausreichend Zeit, um Wurzeln zu bilden und sich auf einen heißen und trockenen Sommer oder auf einen strengen Winter vorzubereiten.

Verwendung des Buschwindröschens

Früher galt das Buschwindröschen als Heilpflanze und wurde gegen Bronchitis, Entzündungen des Brustfells oder auch Gelenkbeschwerden eingesetzt. Heutzutage findet die Pflanze aber nur noch in der Homöopathie Anwendung. Entsprechende Mittel sollen gegen starke Menstruationsblutungen helfen.

Heutzutage werden Buschwindröschen eher aufgrund ihrer Optik, ihrer leichten Pflege und ihrem Ausbreitungsdrang gepflanzt. So lassen sich mit den Hahnenfußgewächsen gut trostlose, schattige Flächen – beispielsweise unter Bäumen und hohen Sträuchern bepflanzen. Damit diese sonst kargen und braunen Flächen das ganze Jahr über frisch und blumig aussehen, sollten Sie zwischen den Buschwindröschen Pflanzen setzen, die zeitversetzt blühen. Dazu eignen sich beispielsweise Astilben oder Herbst-Anemonen

Pflegesteckbrief

Buschwindröschen
(Anemone nemorosa)

Standort

Leicht schattig bis schattig

Erde

Sandig, lehmiger Boden, humusreich

Düngen

Im Frühjahr vor der Blüte
Kompost oder Langzeitdünger

pH-Wert

Schwach sauer, schwach alkalisch,
pH-Wert 6,5 – 7,5

Gießen

Regelmäßig, im Sommer häufiger
Staunässe meiden

BlütezeitF

Februar bis Mai, rosa, weiß

Überwintern

Winterhart
Im Spätherbst mit Rindenmulch bedecken


Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Mein schöner Garten

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