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Unkrauthacken hilft nicht gegen Wurzelunkraut

Einfache Bekämpfung  

Unkrauthacken hilft nicht gegen Wurzelunkraut

03.08.2019, 12:02 Uhr | rw, dpa, jb, t-online.de

Unkrauthacken hilft nicht gegen Wurzelunkraut. Eine Hand jätet Unkraut in einem Salatbeet: Wenn Sie beim Unkrautentfernen falsch vorgehen, kann sich das unliebsame Gewächs noch schneller vermehren. (Quelle: Getty Images/Unkraut jäten)

Eine Hand jätet Unkraut in einem Salatbeet: Wenn Sie beim Unkrautentfernen falsch vorgehen, kann sich das unliebsame Gewächs noch schneller vermehren. (Quelle: Unkraut jäten/Getty Images)

Vorsicht bei der Unkrautbekämpfung: Wer den falschen Pflanzen mit der Hacke zu Leibe rückt, macht das Problem nur schlimmer. Nur Samenwildkräuter lassen sich durch regelmäßiges Unkrauthacken eindämmen. 

"Wurzelunkräuter würden sich durch Hacken noch mehr ausbreiten, da aus jedem Teilstück eine neue Pflanze heranwächst", erklärt das Umweltbundesamt (UBA). 

Bei diesem Unkraut hilft kein Hacken

Beispiele für Wurzelunkräuter seien Giersch, Ackerschachtelhalm, Brennnesseln oder der Weiß-Klee. Es ist wichtig, diese möglichst komplett aus der Erde zu ziehen. Hierbei kann ein Unkrautstecher oder einer Grabegabel helfen. 

Bei massivem Auftreten bestimmter unerwünschter Wildkräuter sollte man sich außerdem die Bodenverhältnisse näher ansehen. Viele Unkräuter sind zugleich Zeigerpflanzen. Sie gedeihen besonders gut unter bestimmten Bodenverhältnissen.

Ackerschachtelhalm bevorzugt zum Beispiel stark verdichtete, staunasse Böden. Giersch und Brennnesseln lieben stickstoffreiche Erde. Verändert man die Bodenverhältnisse, gelingt es häufig, das Unkraut zurückzudrängen. So kann man bei Bedarf etwa die Düngergabe reduzieren oder den Boden durch Umgraben und die Zugabe von Sand auflockern.

Regelmäßiges Hacken hilft gegen Samenunkraut

Bei Samenunkräutern hingegen ist das regelmäßige Hacken durchaus ein probates Mittel. Vor allem gilt es bei diesen Pflanzen, die Blüte und damit Samenproduktion zu verhindern. Man muss also rechtzeitig gegen sie vorgehen, bevor sie sich im Garten ausbreiten können. Beispiele für Samenunkräuter sind die Vogelmiere, Wegerich, Wolfsmilch und Weißer Gänsefuß. 

Bei der Unkrautbekämpfung richtig vorgehen

Es gibt auch Wildkräuter, die sich sowohl über die Samen als auch über die Wurzeln ausbreiten – Löwenzahn und Gänseblümchen zum Beispiel. Um sämtliche unerwünschten Pflanzen loszuwerden und sie nicht ungewollt weiter zu verbreiten, kommt es bei der Unkrautbekämpfung auf die richtige Reihenfolge an.



Entfernen Sie beim Jäten zunächst die gut erkennbaren Wurzelunkräuter. Hacken Sie das Beet anschließend einmal gründlich durch. Ganz entscheidend sind die ersten Wochen nach Aussaat bzw. Pflanzung der erwünschten Gewächse. Zu diesem Zeitpunkt können Sie noch verhindern, dass sich Unkraut überhaupt stark ausbreitet und sparen sich dadurch langfristig viel Arbeit.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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