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So nutzen Sie Unkraut für die Analyse der Bodenqualität

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Zeiger- und Indikatorpflanzen  

So nutzen Sie Unkraut für die Bodenanalyse

06.04.2017, 11:36 Uhr | dpa-tmn

So nutzen Sie Unkraut für die Analyse der Bodenqualität. Ein mann beim Unkrautzupfen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/LianeM)

Unkraut kann als guter Indikator dienen (Quelle: LianeM/Thinkstock by Getty-Images)

Unkraut im Garten ist nichts Schlimmes. Im Gegenteil: So manche Pflanze lässt sich zu leckeren Salaten oder heilsamen Tees verarbeiten – Löwenzahn und Brennnessel etwa. Vor allem aber deuten sie im Garten auf den Zustand des Bodens hin. Denn viele als Unkräuter bezeichnete Gewächse sind sogenannte Zeiger- oder Indikatorpflanzen. Was Wurzelunkraut ist, erklärt unsere Fotoshow.

Woher kommt das Unkraut im eigenen Garten?

Unkräuter werden in aller Regel nicht bewusst gesetzt. Keimen ihre Samen auf, hat der Boden also eine bestimmte Zusammensetzung, die diesen Pflanzen gut tut und ihr Wachstum fördert. Die Pflanzen sind meist auch sensibel. Sie seien nur wenig tolerant, wenn es zu Veränderungen ihrer Lebensbedingungen kommt, erläutert das Bundeszentrum für Ernährung in Bonn. Anhand solcher Pflanzen könnte der Hobbygärtner also ablesen, in welchem Zustand sein Boden ist – und das ohne kostenpflichtige Bodenanalyse durch ein Prüflabor.

Bei Brennnesseln nicht düngen

Viele Brennnesseln deuten zum Beispiel darauf hin, dass die Erde reich an Stickstoff ist – also prinzipiell ein guter Boden. Sie sollten ihn daher nicht noch zusätzlich mit Stickstoff düngen, denn zu viel davon macht Pflanzen anfälliger für Krankheiten. Und der Boden kann dann auch übersäuern.

So erkennen Sie die Bodenqualität

Ein anderes Beispiel: Deuten bestimmte Pflanzen an einer Stelle auf einen verdichteten oder staunassen Boden hin, sollte man das Gemüsebeet nicht dort anlegen oder vorher den Boden durch Lockerung oder Kalkung verbessern, erklärt das Bundeszentrum.

Hobbygärtner müssen aber beachten, dass eine Pflanze allein keine Aussagekraft hat. Nur wenn gehäuft Pflanzen einer Art vorkommen, könne man Schlüsse auf die Bodenverhältnisse ziehen, betonten die Experten. Und dann kann das Wachstum aber teils auch auf mehrere Eigenschaften hindeuten. Als Beispiel nennt das Bundeszentrum die Vogelmiere: Sie mag sandige Böden und solche mit viel Stickstoff. Der Rat: Am besten verlassen Sie sich nur auf eine Gruppe verschiedener Pflanzenarten mit entsprechenden Ansprüchen.

Diese Pflanzen sind die besten Indikatoren

BodenqualitätZeiger- und Indikatorpflanzen
Stickstoffreicher BodenBrennnessel, Melde, Vogelmiere, Giersch, Franzosenkraut, Kletten-Labkraut, Kohl-Gänsedistel, Gartenwolfsmilch, Hirtentäschel, Persischer Ehrenpreis und Weißer Gänsefuß
Stickstoffarmer BodenWilde Möhre, Ackerfuchsschwanz, Mauerpfeffer, Breitblättriger Hohlzahn und Rauhaarige Wicke
Verdichteter Boden und StaunässeMädesüß, Acker-Schachtelhalm, Ackerminze, Huflattich, Ackerkratzdistel, Kriechender Hahnenfuß, Quecke, Gänsefingerkraut und Breitwegerich
Saurer BodenHundskamille, Kleiner Sauerampfer, Ackerminze, Hasenklee und Schmalblättriges Weidenröschen
Nasser BodenAmpfer, Kohldistel und Wiesenschaumkraut
Trockener BodenSommer-Adonisröschen, Reiherschnabel, Mittlerer Wegerich, Kleiner Storchenschnabel und Färberkamille

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