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Einfache Maßnahmen: Schmetterlingsmücken effektiv bekämpfen

Schädling aus der Kanalisation  

Gegen die Abortfliege hilft eine einfache Maßnahme

17.08.2020, 10:24 Uhr
Einfache Maßnahmen: Schmetterlingsmücken effektiv bekämpfen. Abortfliege: Die Schmetterlingsmücke bevorzugt ein feucht-warmes Klima.  (Quelle: imago images/blickwinkel)

Abortfliege: Die Schmetterlingsmücke bevorzugt ein feucht-warmes Klima. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Viele ekeln sich vor dieser kleinen, braunen Fliege. Doch obwohl sie nicht sticht, kann die Schmetterlingsmücke für den Menschen gefährlich werden. Wie können Sie den Schädling bekämpfen?

Zwar ist die Abortfliege (Unterart der Schmetterlingsmücken) nur wenige Millimeter groß, jedoch sollten Sie bei einem Befall sofort handeln, da das Insekt Krankheiten übertragen kann. Das liegt vor allem an ihrem Lebensraum: Die Abortfliege hält sich vorzugsweise in der Kanalisation auf und ist daher auch unter dem Namen Gullyfliege bekannt. 

Wie kann man eine Schmetterlingsmücke bekämpfen?

Für die Bekämpfung der Schmetterlingsmücke sind oft keine Insektizide notwendig. Es reicht, wenn Sie die Insekten einsaugen. Das ist die einfachste, aber effektivste Sofortmaßnahme gegen die Abortfliege. 

Wie überträgt die Abortfliege Krankheiten?

Die Abortfliege (Psychoda grisescens, Syn.: Psycha grisescens) tritt meist scharenweise im Badezimmer, in der Küche oder im Keller auf. Wenn Sie sie sehen, sollten Sie umgehend handeln, da das Insekt Krankheitserreger übertragen kann. Diese haften unter anderem an ihrem stark behaarten Körper. Setzt sich die Abortfliege auf Lebensmittel, werden die Erreger darauf übertragen. Durch den Verzehr der Speisen gelangen die Bakterien und Viren dann in den menschlichen Organismus.

Auch wenn der Schädling zu den Schmetterlingsmücken zählt, sticht er nicht. Lediglich die in den Tropen vorkommenden Verwandten, die Sandmücken, ernähren sich von Blut. Bei einem Stich der Sandmücke kann es zu schweren Infektionskrankheiten, wie beispielsweise der Orientbeule, kommen. 

Psychodidae: Schmetterlingsmücken leben in der Kanalisation. (Quelle: imago images/Nature in Stock)Psychodidae: Schmetterlingsmücken leben in der Kanalisation. (Quelle: Nature in Stock/imago images)

Warum leben Abortfliegen in der Kanalisation?

Zwar leben Schmetterlingsmücken in der Kanalisation. Dennoch ernähren sie sich hauptsächlich von Pflanzensäften oder Nektar. Für die Eiablage suchen die Insekten allerdings die Kanalisation, die Kläranlage oder eine Jauchegrube auf, da sich ihre Larven von verwesenden, organischen Substanzen ernähren. Die Abortfliege wird vor allem von dem Geruch von Urin und Kot angelockt. Daher ist sie teilweise auch in der Nähe eines Aronstabs (Arum) zu finden – die Pflanze verströmt einen mit der Kanalisation vergleichbaren Duft. 

Wie kann man einen Befall vorbeugen?

Um einen Befall mit der Schmetterlingsmücke vorzubeugen, sollten Abflüsse, Wasserrohre, Siphons, Gullys und andere Wasserabläufe möglichst häufig gereinigt werden. So verringern Sie die Intensität des Fäkaliengeruches und entfernen Kot sowie Urin, von denen sich die Larven des Schädlings ernähren. Zusätzlich sollten Sie vermeiden, dass Bodenabläufe geöffnet sind. 

Wichtig ist auch, Haare oder andere organische Materialien, die sich im Abfluss festgesetzt haben, zu entfernen. Diese dienen Abortfliegen ebenfalls als Möglichkeit zur Eiablage. 

Tipp
Mit einem Haarsieb können Sie verhindern, dass Haare im Abfluss hängen bleiben, dieses dann verstopft oder sich in dem organischen Material Schädlinge einnisten können. 

Vermehren sich die Schädlinge trotz intensiver Reinigung der Abflüsse und Abläufe massiv, sollten Sie sich an ein Unternehmen für Schädlingsbekämpfung wenden. Dieses beseitigt, im Gegensatz zu Schädlingsbekämpfungsmitteln aus dem Baumarkt oder Handel, auch die Ursache. Dadurch wird auch die Möglichkeit eines erneuten Befalls verringert. 

Verwendete Quellen:
  • Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. (DSV)
  • Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VföS)
  • Umweltbundesamt
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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