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Vorsicht vor dem Salzgehalt: Kann Blumenerde eigentlich schlecht werden?

Salzgehalt steigt mit der Zeit  

Kann Blumenerde eigentlich verderben?

29.08.2021, 12:09 Uhr | dpa

Vorsicht vor dem Salzgehalt: Kann Blumenerde eigentlich schlecht werden?. Blumenerde: Die Erde kauft man oft in großen Säcken – und die liegen dann ewig zu Hause rum. (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)

Blumenerde: Die Erde kauft man oft in großen Säcken – und die liegen dann ewig zu Hause rum. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa)

Blumenerde wird oft nur in großen Mengen zum Kauf angeboten. So bleibt häufig ein Rest vom Sommer übrig. Sollten Hobbygärtner ihn aufbewahren oder lieber wegschmeißen?

Manch guter Rat ist in der Praxis nicht so einfach umzusetzen. Blumenerde zum Beispiel sollte nicht auf Vorrat gekauft werden, sondern nach dem aktuellen Bedarf. Aber meist gibt es sie nur in großen Säcken zu kaufen, sodass oft etwas übrig bleibt.

Stellt sich die Frage: Wenn ich am Ende der Saison auf einem halb vollen Sack sitzen bleibe, sollte ich ihn besser wegwerfen? Erde kann doch eigentlich nicht schlecht werden?

Das stimmt zwar. Trotzdem ist die Sache komplizierter. Vorweg gleich die wichtigste Info: Bewahren sie den Rest Erde auf.

Alte Blumenerde: Wo liegt das Problem?

Blumenerde arbeitet. Sowohl aus den organischen Substanzen im Substrat, als auch aus den enthaltenen Langzeitdüngern werden kontinuierlich Nährstoffe freigesetzt. Laut Bundesinformationszentrum Landwirtschaft ist das im Sinne der Pflanzen so gewollt – kann aber ein Nachteil werden, wenn die Blumenerde lange lagert.

Irgendwann ist der Salzgehalt des Substrates so erhöht, dass Schäden an den Pflanzen entstehen. Auch der pH-Wert des Bodens kann sich verändern, was für manche Pflanzen zum Problem wird.

Außerdem ist die Struktur älterer Erde weniger stabil, daher gelangt weniger Luft in den Boden. Dadurch kann das Gießwasser nicht mehr richtig ablaufen, und die Pflanze fault eher.

Was kann ich mit alter Erde noch anfangen?

Wie schon erwähnt, bitte die Reste nicht wegwerfen. Die beschriebenen Prozesse in der Blumenerde sind im heimischen Garten weniger dramatisch als im gewerblichen Gartenbau, so die Experten.

Zwar raten die Fachleute zu frischer Erde. Doch wenn man noch alte Erde zu Hause hat, kann man sie neu gekaufter Erde untermischen. Wer einen Kompost hat, kann das alte Substrat auch dort beimischen.

So sollte Blumenerde gelagert werden

Bis zur Weiterverwendung – ob für Zimmerpflanzen im Haus oder in der nächsten Gartensaison – sollte die vorhandene Blumenerde gut in einem Sack verschlossen werden.

Wichtig ist, die Erde möglichst kühl und schattig zu lagern. Hohe Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung beschleunigen die Umwandlungsprozesse.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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