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Kartoffeln vorkeimen: Tipps für eine erfolgreiche Ernte


Wie Sie Kartoffeln richtig vorkeimen

t-online, br

Aktualisiert am 10.04.2023Lesedauer: 3 Min.
Kartoffeln austreiben lassen: Wenn die Knollen so aussehen, können sie unter die Erde.Vergrößern des BildesKartoffeln austreiben lassen: Wenn die Knollen so aussehen, können sie unter die Erde. (Quelle: agefotostock/imago-images-bilder)
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Kartoffeln kann man ganz einfach selbst anbauen – im Beet natürlich, aber auch im Kübel auf dem Balkon. Als Starthilfe lässt man die Knollen am besten vorkeimen. Wie das geht und wofür es gut ist, erfahren Sie hier.

Wer seine Kartoffeln schon im Frühsommer ernten möchte, sollte die Knollen Ende März oder Anfang April in die Erde einpflanzen. Das Vorkeimen der Kartoffeln dauert sechs bis acht Wochen. Der ideale Zeitpunkt, um mit dem Vorkeimen zu beginnen, ist also Mitte Februar. Frühkartoffeln sollten schon einige Wochen eher vorkeimen und entsprechend früher ins Beet gesetzt werden.

Warum Kartoffeln vorkeimen?

Natürlich kann man Kartoffeln – sogenannte Pflanzkartoffeln – auch einfach so in die Erde einsetzen und warten, bis sie austreiben. Man muss sie nicht vorkeimen. Doch das Vorkeimen bringt viele Vorteile mit sich: Dadurch wachsen die Kartoffeln schneller und sind früher erntereif. Es entstehen mehr Keime, was eine reichere Ernte bedeutet. Und die Kartoffel bekommt zudem eine festere Schale, was sie weniger anfällig für Schädlinge (Kartoffelkäfer) und Krankheiten wie die Krautfäule, Rhizoctonia (Schwarze Pusteln) oder Erwinia (Fäulnis) macht. Denn wenn sich zum Beispiel die Krautfäule (Phytophthora) im Garten verbreitet, ist die Kartoffel bereits stark genug, um sich dieser zu widersetzen.

Welche Kartoffeln eignen sich?

Wer Kartoffeln nur für den eigenen Verzehr anbauen möchte, kann dafür gekeimte Speisekartoffeln nehmen. Diese sollten jedoch Bio-Qualität haben, da konventionelle Kartoffeln aus dem Supermarkt mit keimhemmenden Mitteln bearbeitet sein können. Soll die Kartoffelernte verkauft werden, müssen hingegen saatfeste Pflanzkartoffeln (auch Saatkartoffeln genannt) verwendet werden, die teurer sind als Speisekartoffeln. Der Ertrag ist bei den Pflanzkartoffeln meist auch höher.

Übrigens: Pflanzkartoffeln können Sie auch auf dem Balkon anbauen.

Welche Kartoffelsorte angebaut wird, ist Geschmackssache. Sinnvoll kann es jedoch sein, Frühkartoffeln und normale Kartoffeln anzubauen, sodass die Ernte nicht zur selben Zeit stattfindet.

Das Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) empfiehlt:

Frühe Speisekartoffelsorten

  • Wega (Norika)
  • Goldmarie (Norika)
  • Mia (Norika)
  • Queen Anne (Solana)
  • Marabel (Europlant)
  • Gala (Norika)
  • Malika (KCB)

Mittelfrühe bis späte Speisekartoffelsorten

  • Lilly (Solana)
  • Jule (Solana)
  • Bernina (Europlant)
  • Jelly (Europlant)
  • Sevim (Bavaria Saat)
  • Belmonda (Solana)
  • Karelia (Europlant)
  • Spezielle Empfehlung für Nematodenstandorte:
  • Olivia (Europlant)
  • Laura (Europlant)
  • Quarta (Europlant)

Kartoffeln vorkeimen: So geht's

Eine einfache Variante ist es, die Kartoffeln in Eierkartons keimen zu lassen. Die Mulden haben genau die richtige Größe für mittelgroße Kartoffeln. Man kann sie wahlweise vorab mit etwas Erde füllen oder die Kartoffel ohne Erde direkt in die Eier-Fächer setzen. Dabei sollten Keime, so bereits vorhanden, nach oben zeigen. Die Kartoffeln immer leicht feucht halten – etwa indem sie täglich aus einer Sprühflasche mit etwas Wasser benässt werden – und an einen hellen, kühlen Ort stellen. Anfangs kann die Temperatur ruhig 20 Grad haben, um den Keimprozess zu aktivieren. Später sollte die Temperatur aber 15 Grad nicht überschreiten. Wichtig ist viel Licht, damit keine dünnen oder schwachen Triebe entstehen.

Das Vorkeimen kann zwischen 4 und 6 Wochen dauern. Beginnen Sie daher schon frühzeitig mit den Vorbereitungen.

Neben der Eierkarton-Methode können Kartoffeln zum Austreiben auch in einer Kiste oder Wanne mit etwas Erde darin, in Multitopfplatten oder einfach auf einer glatte Oberfläche platziert werden.

Tipp
Große Kartoffeln, die mehrere Triebe entwickelt haben, können vor dem Einsetzen mit einem Messer geteilt werden.

Gekeimte Kartoffeln einpflanzen

Nach spätestens zwei Monaten sollten die Keime groß genug sein, um unter die Erde zu wandern. Hierfür die Eierkartons zerteilen und die gekeimten Kartoffeln samt Pappe einzeln in die Erde legen, wo sich die Pappe schnell zersetzen wird. Achten Sie beim Einsetzen auf ausreichend Abstand: In einen großen Kübel sollten nicht mehr als zwei oder drei Kartoffeln, im Beet wird ein Abstand von 70 Zentimetern zwischen den Reihen und 40 Zentimetern zwischen den Pflanzen empfohlen. Die Keime sollten anschließend gut zehn Zentimeter mit Erde bedeckt werden, damit sie Nachtfrost wegstecken, bis es wärmer wird.

Vorgekeimte Kartoffeln abhärten

Vor der Pflanzung empfiehlt es sich, die Kartoffeln abzuhärten. Das gelingt, indem die Temperatur rund um die vorgekeimten Kartoffeln im Haus nach und nach reduziert. Sie sollte vor der Pflanzung bei etwa fünf Grad Celsius liegen. Der Grund: Da die Kartoffeln vor den Eisheiligen in das Beet gepflanzt werden, härtet die schrittweise Temperatursenkung die Knollen ab, sodass sie keinen Kälteschock erfahren, falls es Ende April / Anfang Mai nachts noch einmal frostig wird.

Verwendete Quellen
  • Mein schöner Garten
  • Plantopedia
  • kartoffelvielfalt
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