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Forscher erfinden selbstreinigende, wassersparende Toiletten


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Wasser sparen: So funktioniert eine selbstreinigende Toilette

Von t-online, lhe

Aktualisiert am 22.02.2023Lesedauer: 2 Min.
Kannenpflanzen: Sie sind die Inspiration für ein Material, das Toiletten sauberer machen soll.
Kannenpflanzen: Sie sind die Inspiration für ein Material, das Toiletten sauberer machen soll. (Quelle: imago stock&people)
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Ressourcenschonung ist wichtig. Zwei Ingenieure haben deswegen ein Material entwickelt, das Toiletten selbstreinigend und wassersparender macht.

Das Wichtigste im Überblick


  • Fleischfressende Pflanze: Oberfläche inspirierte zwei Ingenieure
  • So funktioniert das Material für die Toilette

Die Natur ist noch immer der beste Erfinder. Und der Mensch schaut sich von ihren Erfindungen nicht selten etwas ab. Eine fleischfressende Pflanze inspirierte zwei Ingenieure etwa dazu, eine selbstreinigende, wassersparende Toilette zu entwickeln.

Kannenpflanzen sind hübsche Pflanzen, die in tropischen Gebieten wachsen. Aber sie sind auch tückisch. Ihre Oberfläche ist glitschig. Landet ein Insekt darauf, rutscht es aus und gleitet direkt in das Maul der Pflanze, wo es dann verzehrt wird . Um ihre ahnungslosen Opfer anzulocken, sondern Drüsen am Rand der "Kanne" Süßstoff ab. Die so gefangenen Insekten rutschen in den Verdauungssaft der Pflanze und werde mithilfe von Enzymen verdaut.

Fleischfressende Pflanze: Oberfläche inspirierte zwei Ingenieure

Die spezielle Textur der Kannenpflanzen, die die Oberfläche glitschig macht, machten sich die Ingenieure Tak-Sing Wong und Birgitt Boschitsch zu eigen. Wongs Team an der Pennsylvania State University, in deren Magazin sie ihre Erfindung vorstellten, sei gefragt worden, hygienische Toiletten ohne Spülung für Regionen im Globalen Süden zu entwickeln.

Ziel war es vor allem, ein Material zu entwickeln, an dem nicht nur Wasser, sondern auch Verunreinigungen, Bakterien und Viren abperlen. Aus dem Forschungsprojekt entstand im Jahr 2018 schließlich das Start-up Spotless Materials. Wong und Boschitsch entwickelten gemeinsam das Material "LESS", eine Abkürzung für "Liquid Entrenched Smooth Surface" (Deutsch: mit Flüssigkeit getränkte glatte Oberfläche).

Kannenpflanzen: Sie sind die Inspiration für ein Material, das Toiletten sauberer machen soll.
Kannenpflanzen: Sie sind die Inspiration für ein Material, das Toiletten sauberer machen soll. (Quelle: imago stock&people)

So funktioniert das Material für die Toilette

Und wie funktioniert das? Zuerst wird das Silikon Polydimethylsiloxan (PDMS) auf die Innenseite der Toilette gesprüht. Beim Trocknen bilden sich fadenförmige Molekülketten, die an der Oberfläche haften. Anschließend wird ein Silikon-Öl auf die erste Schicht gesprüht. Die Kombination der beiden Stoffe macht die Oberfläche der Toilette rutschig. Das Ganze funktioniert auf Porzellan, Keramik, Glas, Plastik und Metall.

Mit dieser Technik kommen nicht nur weniger Chemikalien zum Einsatz als bei vergleichbaren Produkten, man könne auch den Wasserverbrauch beim Spülen um 50 Prozent reduzieren, wie es in einem weiteren Artikel der Pennsylvania State University heißt. Beim Reinigen der Toilette spare man sogar 90 Prozent.

Inzwischen hat das Unternehmen expandiert und stellt unter anderem Mittel für den medizinischen Bereich und die Automobilindustrie her.

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Verwendete Quellen
  • psu.edu: "SpotLESS Materials experiences growth selling super slippery coating technology"
  • psu.edu: "New, slippery toilet coating provides cleaner flushing, saves water"
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