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Babyzimmer einrichten: Dieser Einrichtung gehört ins Baby-Zimmer


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Das Kinderzimmer fürs Baby richtig einrichten

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 04.07.2013Lesedauer: 4 Min.
Deko im Babybett kann gefährlich werden.
Deko im Babybett kann gefährlich werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Ein paar Wochen vor dem Geburtstermin haben werdende Eltern noch eine wichtige Aufgabe zu erledigen: Das Kinderzimmer muss eingerichtet werden. Tapete, Wickeltisch und das Bettchen werden meist mit viel Liebe ausgewählt. Dabei kommt es nicht nur auf die Optik an. Gerade bei Kleinkindern ist die Sicherheit entscheidend – gerade unerfahrene Eltern übersehen beim Dekorieren die lauernden Gefahren. Worauf man beim Einrichten des Kinderzimmers achten sollte.

Bunt soll es sein, mit kindgerechten Möbeln – das erste Kinderzimmer für das Baby: Bei einigen wird ein rosa Prinzessinnentraum entworfen, andere pinseln wilde Tiere an die Wand und dekorieren das Zimmer mit passenden Möbeln und Bettwäsche in Dschungeloptik. Bei der Ausstattung des Babyzimmers leben viele Eltern ihre kreative Ader aus. Neben ästhetischen Gesichtspunkten sollte der Raum für die ersten Lebensjahre aber vor allem die wichtigsten Sicherheitsstandards erfüllen. Während offene Steckdosen und scharfe Kanten offensichtlich ins Auge fallen, gibt es unter anderem vermeintlich harmlose Dekoelemente, die für das Kind gefährlich werden können.


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Kinderzimmer und Schlafzimmer auf einer Ebene

Bevor Eltern Details wie die Wandfarbe oder die Vorhänge aussuchen, sollten sie sich Gedanken zur Lage des Raums machen. Praktisch ist es, wenn Kinder- und Elternschlafzimmer auf einer Ebene liegen: "Kinder schlüpfen oft jahrelang gern nachts ins Bett der Eltern. Ist das Kinderzimmer oben und das Elternschlafzimmer unten, können die Kinder auf der Treppe stolpern, ausrutschen oder stürzen", warnt Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion "Das Sichere Haus (DSH)".

Ein Eckplatz für die Wickelkommode

In den ersten Wochen nach der Geburt wird das Babyzimmer vermutlich noch nicht so ausgiebig genutzt. Idealerweise schläft das Kind in seinem eigenen Bett im Elternschlafzimmer. So hören die Eltern, wenn das Kind wach wird und können schneller reagieren. Das Babyzimmer wird anfangs vor allem zum Wickeln verwendet. Die Wickelkommode ist dabei eine der größten Unfallquellenda Babys leicht herunterfallen können. Deshalb sollten Eltern die Kommode am besten in einer Zimmerecke an die Wand rücken, so dass das Möbelstück von zwei Seiten begrenzt ist. Eine Auflage mit hohem Rand verhindere ebenfalls, dass die Kinder herunterrollen, erläutert Silvia Höfer, Hebamme in Berlin.

Auf Nummer sicher gehen Eltern, wenn sie ihr Kind auf einer Decke auf dem Boden wickeln. "Am besten wählt man eine Unterlage, die waschbar ist", sagt Höfer. Generell sollten Eltern alle Pflegeprodukte außer Griffweite des Kindes räumen. Nachteil der ebenerdigen Wickelstation: Das Knien oder Sitzen auf dem Boden kann leicht auf den Rücken gehen.

Vorsicht bei lackierten Babymöbeln

Bei der Auswahl der Babymöbel sollten Eltern auf hochwertiges und geprüftes Material achten. Dabei können sie sich an Prüfzeichen wie dem GS-Symbol (Geprüfte Sicherheit) orientieren, erklärt Ralf Diekmann vom TÜV Rheinland. Beschichtetes oder lackiertes Holz gase stärker Formaldehyd aus als unbehandeltes Massivholz, sei dafür aber unempfindlicher und leichter zu reinigen. "Allerdings können Lacke Schadstoffe enthalten, die das Baby zum Beispiel aufnehmen kann, wenn es daran leckt", sagt Diekmann. Bei Textilien seien Prüfzeichen wie "toxproof" oder das Label "Textiles Vertrauen" gute Orientierungspunkte.

Die richtige Matratze für das Babybett

Beim Kauf einer Babymatratze sollten Eltern vor allem darauf achten, dass die Unterlage richtig ins Bett passt und keine Schlitze entstehen. Wichtig ist der Härtegrad: "Die Matratze muss eine gewisse Festigkeit haben. Das Kind darf nicht tiefer als zwei, drei Zentimeter einsinken", erklärt Höfer. Ralf Diekmann vom TÜV empfiehlt, auf eine atmungsaktive Matratze zu achten, um zu verhindern, dass sich Schimmel bildet. In jedem Fall sollte ein Modell speziell für Kinder gewählt werden: "Schlecht ist eine Konstruktion aus Erwachsenenmatratze mit Decken links und rechts als Begrenzung."

Fatal können beim Babybett Dekoelemente wie ein Himmel, Moskitonetz oder Zierkissen sein: Denn diese Dinge können sich Kinder über das Gesicht ziehen und daran ersticken oder als Schlinge um den Hals legen, warnt Diekmann. Kommen Kinder ins Krabbelalter, sollten die Eltern den gesamten Raum in den Blick nehmen: Glas in Türen muss bruchsicher sein, Steckdosen sollten mit sogenannten Shuttern verschlossen werden, die im Baumarkt erhältlich sind. Wie Sie Ihre Wohnung kindersicher einrichten – die besten Tipps.

Besser keine Pflanzen ins Kinderzimmer

Wichtiger als jede Ecke und Kante abzusichern, sei es, auf die Verarbeitung zu achten: "Große Spalten zwischen den Dielen oder tiefe Bohrlöcher sind problematisch. Auch Holzspäne können schnell im Finger stecken", erklärt Hebamme Höfer. Für überflüssig hält Diekmann Pflanzen im Kinderzimmer. "Ganz gefährlich kann Granulat werden." Wegräumen sollten Eltern auch lange Schnüre und Plastiktüten, etwa von Windelverpackungen, rät Woelk vom DSH. Damit könnten sich Kinder leicht strangulieren. Platz sollte auch vor den Fenstern geschaffen werden: Tische oder Stühle können kleine Kinder sonst ans Fensterbrett schieben und rausklettern, warnt Höfer.

Babyzimmer besser nicht kurzfristig renovieren

Ein frisch renoviertes Babyzimmer kann dem Nachwuchs mehr schaden als nützen. Denn Gase von Lösungsmitteln, die zum Beispiel in Teppichklebern oder Farben enthalten sind, können das Allergierisiko von Neugeborenen und Kleinkindern vergrößern. Darauf weist Thomas Lob-Corzilius, Oberarzt im Christlichen Kinderhospital Osnabrück, im Vorfeld des 30. Allergiesymposiums der norddeutschen Kinder- und Jugendärzte in Osnabrück, hin. Ältere Materialien, die nicht mehr ausgasen, seien besser.

Eine Studie aus Leipzig habe vor einigen Jahren gezeigt, dass Kinder durch den Kontakt mit flüchtigen organischen Verbindungen ein sechsmal höheres Risiko entwickelten, eine Ei-Allergie zu entwickeln. Wer renovieren will, sollte zu möglichst lösungsmittelarmen Materialien greifen, rät Lob-Corzilius.

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