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Australien: Land beendet Qual der Tiere durch lebende Exporte | Tierschutz


Tierschutz
Dieses Land beendet Tierqual durch lebende Exporte


20.05.2024Lesedauer: 2 Min.
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Merino-Schafe in Australien: Die Exporte lebender Tiere werden 2028 verboten.Vergrößern des Bildes
Merino-Schafe in Australien: Die Exporte lebender Tiere werden 2028 verboten. (Quelle: tracielouise/getty-images-bilder)

Warum sollen Schafe lebend auf Qualtransporte geschickt werden? 71 Prozent der Australier wollen das nicht mehr. Die Regierung handelt: Ab 2028 wird der Handel mit lebenden Schafen eingestellt.

Die australische Bundesregierung hat einen Schlussstrich unter den Export lebender Schafe gezogen. Ab dem 1. Mai 2028 wird der Handel komplett eingestellt, wie Landwirtschaftsminister Murray Watt mitteilte. Damit reagiert die Regierung auf langjährige Kampagnen von Tierschutzorganisationen.

Trotz Protesten aus dem Agrarsektor hat sich die Regierung damit für das Ende einer langen umstrittenen Praxis entschieden. Der Export lebender Schafe war insbesondere während der Sommermonate und in den Nahen Osten in die Kritik geraten, da die Tiere häufig unter den Transportbedingungen Qualen litten. Die Regierung kündigte ein Unterstützungspaket in Höhe von 107 Millionen US-Dollar zur Umstellung der Branche an.

71 Prozent der Westaustralier sind dafür

Landwirtschaftsminister Watt betonte, dass "die Exportindustrie für lebende Schafe immer wieder gezeigt hat, dass sie nicht in der Lage ist, die Erwartungen der Gemeinschaft zu erfüllen". In Umfragen des Tierschutzbundes RSPCA befürworteten 71 Prozent der Australier ein Ende des Exports lebender Schafe.

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Watt verweist zudem darauf, dass die Fleischexporte einen "Boom" erlebt hätten, während die Lebendexporte "eingebrochen" seien. Mehr Verarbeitung in Australien würde somit mehr Arbeitsplätze schaffen: "Australiens Lamm- und Hammelfleisch-Exportindustrie hatte im Jahr 2023 einen Wert von 4,5 Milliarden US-Dollar", so Watt.

Auf Kritik stößt dieser Plan bei der National Farmers' Federation. Deren Vorsitzender Tony Mahar bezeichnete den "radikalen Vierjahreszeitraum" als "Schnellzug in die Katastrophe" und kritisierte die Höhe der zugesagten Unterstützung: "20 Millionen US-Dollar pro Jahr sind erbärmlich." Mahar argumentiert, dass der Schritt den nationalen Interessen widerspreche und zu schlechteren Tierschutzergebnissen führen würde.

Positive Rückmeldungen kommen hingegen von der Tierschutzorganisation RSPCA Australia. Ihr Vorstandsvorsitzender Richard Mussell lobte die Entscheidung der Regierung: "Die Regierung weiß – und die Mehrheit der Australier weiß –, dass der Export lebender Schafe im modernen Australien nicht nachhaltig, nicht zu rechtfertigen und völlig unnötig ist."

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