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Aldi Nord fliegt kein Obst und Gemüse mehr ein


Drastischer Schritt
Aldi Nord fliegt kein Obst mehr ein

Von t-online
Aktualisiert am 30.01.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 197284404Vergrößern des BildesBei Aldi an der Obsttheke (Symbolbild): Kamen die Clementinen mit dem Schiff oder dem Flugzeug nach Deutschland? (Quelle: IMAGO/Martin Wagner)
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In der Schweiz verzichtet Discounter Aldi bereits auf Obst und Gemüse, das eingeflogen werden muss. Wie sieht es in Deutschland aus?

Wir sind so daran gewöhnt, dass immer alles da ist, worauf wir Appetit haben. Aber müssen Papayas und Physalis im Winter tatsächlich sein? Das Angebot an Obst und Gemüse ist auch dann ausreichend, wenn morgens keine essreifen Avocados aus Südamerika eingeflogen werden, hat Aldi Suisse nun entschieden.

Der Discounter verzichtet in der Schweiz ab Jahresanfang auf so genanntes Flugobst und will damit an die 5.000 Tonnen CO2 einsparen. Wie sieht es in Deutschland aus?

Aldi Nord sagt Nein zu Flugobst

In Deutschland bestätigte Aldi Nord der Tageszeitung "Der Westen" auf Anfrage, dass ebenso wie in der Schweiz verfahren wird. "Für Aldi Nord kann ich Ihnen mitteilen, dass wir ebenfalls kein Flugobst oder -gemüse anbieten", versicherte ein Sprecher.

Aldi Süd verzichtet den Angaben nach "wo immer möglich" auf Flugware. "Bei einer sehr geringen Anzahl an Artikeln ist der Verzicht auf Flugware aufgrund der hohen Qualitätsstandards derzeit nicht möglich", erklärt eine Unternehmenssprecherin der Zeitung. "Darüber hinaus prüft Aldi Süd kontinuierlich, ob eine Umstellung auf Alternativen zur Flugware bei gleichbleibender Qualität umsetzbar ist."

Was ist Flugobst eigentlich?

Als Flugobst werden Früchte bezeichnet, die per Flugzeug aus der Anbauregion zum Verbraucher transportiert wurden. Da die Transportzeit per Flugzeug kurz ist, können die Früchte reif geerntet werden und sind so besonders schmackhaft. Zum Vergleich: Viele exotische Früchte werden unreif geerntet und gekühlt per Schiff transportiert. Sie müssen nach der Ankunft noch nachreifen. Geflogen werden vor allem Obstsorten, die relativ schnell verderben oder bei denen durch den schnellen Transport die Qualität deutlich erhöht werden kann. Dazu zählen Litschis, Papaya, Bananen, Ananas und Mangos. Der Energieaufwand für Flugobst ist hoch: So werden im Vergleich zum Seeweg für ein Kilogramm "Flugananas" 15,1 kg CO2 zusätzlich produziert.

Die Entscheidung liegt letztlich beim Verbraucher

Liegt weitgereistes Obst im Regal, dann muss am Ende der Verbraucher selbst entscheiden, schreibt "Agraheute.com". Wer mit Grünkohl und Pastinaken nicht glücklich ist, kann wenigstens ein wenig an seiner Klimabilanz drehen, wenn er sich gegen die eingeflogene Ananas und für die per Schiff transportierte entscheidet.

"Agrarheute.com" berichtet: "Die hat nämlich nur einen CO2-Fußabdruck von 0,6 Kilogramm. Damit liegt sie sogar vor dem Apfel aus Neuseeland mit 0,8 Kilogramm. Ein Apfel vom Bodensee oder aus dem Alten Land schlägt sogar nur mit 0,3 zu Buche."

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