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Hochzeit auf den ersten Blick: Welche Chancen haben die Paare?


SAT1: "Hochzeit auf den ersten Blick"
Wenn zwei wildfremde Menschen heiraten

ag

Aktualisiert am 18.11.2014Lesedauer: 3 Min.
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Bea und Tim schlossen beim ersten Kennenlernen den Bund fürs Leben.Vergrößern des Bildes
Bea und Tim schlossen beim ersten Kennenlernen den Bund fürs Leben. (Quelle: SAT.1 / Christoph Kassette)

Die große Liebe zu finden und mit dieser vor den Traualtar zu treten - davon träumen viele Menschen. Bei Bea Bäcker (32) und Tim Kirschbaum (31), die in der neuen Kuppelshow "Hochzeit auf den ersten Blick" von SAT.1 heirateten, war es jedoch umgekehrt: Sie gaben sich bereits beim ersten Date das Ja-Wort. Beide zeigten sich zuversichtlich, dass ihnen die Liebe irgendwann zugeflogen kommt. Bea und Tim sind eines der Kandidatenpaare der neuen Kuppelshow "Hochzeit auf den ersten Blick". Mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden werden hier zwei Menschen zusammen geführt, die sich zuvor noch nie gesehen haben. Doch was ist davon zu halten? Lässt sich Liebe tatsächlich mit Hilfe einer Wahrscheinlichkeitsformel berechnen? Und ist ein solches "Blind Wedding" nicht moralisch verwerflich? T-Online.de hat einer Paarexperten gefragt.

Eric Hegmann, Autor, Single- und Paar-Coach aus Hamburg ist skeptisch, dass eine Hochzeit, die beim ersten Treffen geschlossen wird, funktionieren kann: "Die Chancen stehen nicht gut", so der Experte. Hier stünden die Einschaltquoten im Mittelpunkt und nicht die Suche nach dem Glück.

Experte: "Blind Wedding" ist ein Rückschritt

"Natürlich ist die Liebesheirat ein relativ neues Konstrukt; doch die Ehe steht für uns in Deutschland eben nicht mehr nur für eine Wirtschaftsgemeinschaft, sondern erfüllt ein romantisches Ideal, das die Mehrheit der Deutschen als Erfüllung und Ziel sehen", sagt Hegmann. Das bedeute jedoch nicht, dass Vernunft bei der Partnerwahl unwichtig sei. Vor allem romantische Mythen wie "Liebe auf den ersten Blick" à la Hollywood vernebelten vielen Partnersuchenden den Blick aufs Wesentliche und verbauten ihnen viele Chancen. Ein "Blind Wedding" sei jedoch keine Alternative, sondern vielmehr "ein Rückschritt".

Versuchspaar weist "hohe Übereinstimmungswerte" auf

Das Bea und Tim jetzt Mann und Frau sind, verdanken sie einem Expertenteam, darunter eine Psychoanalytikerin und ein Theologe, die beide aus einer Flut von Bewerbern zusammengefügt hat. "Hohe Übereinstimmungwerte" wie Treue, Bildung, Sexualität, Bindungs- und Einfühlungsvermögen spielten hierbei eine wichtige Rolle. "Es geht nicht um Liebe auf den ersten Blick, sondern darum, Liebe zu lernen", betonen in der Sendung die Spezialisten, die das Paar verkuppelten.

Zum Verlieben gehört vor allem das Herz

Doch kann ein wissenschaftliches Matching diesen Prozess tatsächlich ankurbeln? Hegmann bezweifelt das: "Natürlich ist es sinnvoll, auf mehr als sexuelle Anziehungskraft für eine langfristige Partnerschaft zu setzen. Wichtig sind vor allem Gemeinsamkeiten, wobei auch einige Ergänzungen wichtig sind, um als Paar auf Veränderungen von Innen und Außen gut reagieren zu können." Optimal seie eine Mischung aus Ähnlichkeiten und Unterschieden. Doch zum Verlieben gehöre nicht nur die Vernunft, die hinter einem Matching steht, sondern vor allem eines: "das Herz".

Dennoch: Vernunftsehen können funktionieren

Dass sich aus einer Vernunftsehe echte Gefühle und sogar Liebe entwickeln können, hält Hegmann nicht für ausgeschlossen: "Es gibt Fälle, in denen aus gestifteten Eheleuten glückliche Paare wurden. Es gibt sogar Fälle, in denen Paare aus der TV-Show 'Herzblatt' geheiratet haben." Doch das seien eher Ausnahmefälle. Hegmanns Rat an alle Partnersuchenden lautet daher: "Haben Sie mehr Geduld undlassen Sie sich mehr Zeit bei der Partnerwahl". "Partnerwahl ohne Wahl", wie sie das neue TV-Format "Hochzeit auf den ersten Blick" vorführt, sei kein Prinzip, dass er als Paarberater unterstützen könne.

Moralisch verwerflich sei das Ganze jedoch nicht. Denn: "Die Paare im TV wussten ja, worauf sie sich einlassen: eine Show zur Unterhaltung!"

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