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Start-Stopp-Automatik im Auto: Kann das System Sprit sparen?


Themenwoche Energiesparen
Spart die Start-Stopp-Automatik wirklich Sprit?

Von t-online, mab

Aktualisiert am 26.05.2024Lesedauer: 2 Min.
Start-Stopp-Automatik: Im Leerlauf einfach Bremse drücken, dann stellt die Elektronik den Motor aus und wirft ihn wieder an, wenn die Fahrt weitergehen soll (Automatikgetriebe). Beim Handschalter genügt es zum Ausschalten, den Leerlauf einzulegen und die Kuppel zu lösen.Vergrößern des BildesStart-Stopp-Automatik: Das System führt beispielsweise an der roten Ampel zum Abschalten des Motors. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa)
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Die Start-Stopp-Automatik soll Sprit sparen, indem der Motor sich im Stand abschaltet. Dabei gibt es aber einiges zu beachten – denn Fehler können teuer werden.

Längst sind fast alle Neuwagen mit einer Start-Stopp-Automatik ausgestattet. Die Hersteller versprechen ihren Kunden, damit den Verbrauch des Autos zu senken. Stimmt das?

Wie viel Sprit spart Start-Stopp?

Die Start-Stopp-Automatik schaltet den Verbrennungsmotor automatisch ab, wenn das Fahrzeug steht – und startet ihn wieder, wenn der Fahrer das Gaspedal betätigt. Wie das genau funktioniert, ist von Getriebe zu Getriebe unterschiedlich – ebenso wie die Ersparnis. Laut ADAC sind jedoch Kraftstoffeinsparungen zwischen zehn und 15 Prozent möglich. Vor allem im Stadtverkehr kann die Automatik helfen, Sprit zu sparen, da es hier naturgemäß häufiger zu kurzen Stopps kommt als auf langen Überlandfahrten.

Die tatsächliche Ersparnis hängt bei jedem einzelnen Auto von etlichen Faktoren ab. Zur Orientierung:

  • Im Schnitt fährt jedes Auto pro Jahr etwa 12.500 Kilometer.
  • Der Durchschnittsverbrauch aller Autos auf Deutschlands Straßen liegt bei 6,8 Litern (Diesel) bzw. 7,7 Litern (Benziner).
  • Ein Dieselauto verbrennt also pro Jahr etwa 850 Liter Sprit. Beim Benziner sind es rund 960 Liter.
  • Die Kosten: 1.480 Euro beim Diesel, 1.780 Euro für Benziner (Basis: Spritpreise im Jahresdurchschnitt 2023).

Durch die Kraftstoffeinsparungen zwischen zehn und 15 Prozent kann Start-Stopp demnach jährlich einen höheren dreistelligen Betrag einsparen.

Wie funktioniert die Start-Stopp-Automatik?

Im Gegensatz zum kompletten Abschalten des Motors bleibt bei der Start-Stopp-Automatik die Bordelektrik aktiv – und mit ihr auch Komfortfunktionen wie Sitzheizung, Radio oder Klimaanlage. Das System wird nur aktiv, wenn der Kraftschluss zwischen Getriebe und Motor (Übertragung der Antriebskraft vom Motor zum Getriebe) unterbrochen ist. Das bedeutet, dass bei Schaltgetrieben gekuppelt und bei Automatikgetrieben gebremst werden muss.

Wann funktioniert die Start-Stopp-Automatik nicht?

Es gibt Situationen, in denen die Start-Stopp-Automatik nicht reibungslos greift. Je nach Fahrzeugmodell und Hersteller kommen unterschiedliche Ursachen in Betracht:

  • Niedrige Batteriespannung.
  • Extreme Außentemperaturen (zu niedrig oder zu hoch).
  • Der Motor läuft noch nicht auf Betriebstemperatur.
  • Das Fahrzeug steht an einer Steigung.
  • Es gibt Anzeichen dafür, dass der Fahrer nicht wartet, sondern parkt, z.B. ein gelöstes Gurtschloss, geöffnete Türen oder Motorhaube, ein stark eingeschlagenes Lenkrad.
  • Der Parkassistent ist aktiviert.
  • Ein Anhänger ist angekuppelt.

Betriebserlaubnis und Versicherungsschutz in Gefahr

Es kommt vor, dass Autofahrer die Automatik abschalten, doch der ADAC warnt davor. Im schlimmsten Fall kann dadurch die Betriebserlaubnis erlöschen. Das Auto darf dann nicht mehr fahren. Außerdem droht Ärger mit der Versicherung bis hin zu Regressforderungen von bis zu 5.000 Euro.

Verwendete Quellen
  • Deutsche Automobil Treuhand
  • Statista
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