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Entkoffeinierter Kaffee: Sinnvoll oder ungesund?


Entkoffeinierter Kaffee: Sinnvoll oder ungesund?

Von t-online, jb

Aktualisiert am 02.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Eine Frau sitzt vor dem Kamin und trinkt Kaffee
Eine Frau sitzt vor dem Kamin und trinkt Kaffee: Eine heiße Tasse Kaffee am Abend kann entspannend sein (Quelle: Monkey Business Images/getty-images-bilder)
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Nicht alle Menschen vertragen Koffein. Da scheint koffeinfreier Kaffee eine willkommene Alternative. Doch ist entkoffeinierter Kaffee wirklich harmlos oder am Ende sogar ungesund?

Koffeinfreier Kaffee ist fĂŒr diejenigen Menschen eine willkommene Alternative, die auf den Geschmack und das Aroma von Kaffee nicht verzichten wollen, das enthaltene Koffein aber nicht vertragen. Wie gesund das HeißgetrĂ€nk ist, entscheidet am Ende das Verfahren, mit dem der Kaffee behandelt wird.

EnthÀlt entkoffeinierter Kaffee Koffein?

Um in der EU als entkoffeinierter Kaffee durchzugehen, darf dieser höchstens noch 0,1 Prozent Koffein enthalten. So mĂŒssen beispielsweise auch Schwangere nicht auf das beliebte HeißgetrĂ€nk verzichten.

Ist koffeinfreier Kaffee ungesund?

Kaffee ohne wach machende Wirkung kann ungesunde Inhaltsstoffe enthalten. Denn entkoffeinierter Kaffee aus dem Supermarkt wird in den meisten FĂ€llen mit den Lösungsmitteln Benzol oder Dichlormethan behandelt – und diese stehen zumindest im Verdacht, krebserregend zu sein.

Wie entkoffeinierter Kaffee hergestellt wird

Auf den Verpackungen ist selten erwÀhnt, wie den Bohnen das Koffein entzogen wird. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die mehr oder weniger gesund sind:

Bei dem gĂ€ngigen Verfahren werden die Kaffeebohnen zunĂ€chst mit Wasserdampf behandelt und dann in den Lösungsmitteln Dichlormethan oder Ethylacetat eingeweicht. Dabei wird das Koffein ausgespĂŒlt, und die Bohnen werden anschließend getrocknet und wie normale Kaffeebohnen geröstet. Die Methode mit Dichlormethan ist jedoch nicht ungefĂ€hrlich. Der Stoff steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Besser ist die Variante mit Ethylacetat. Dieser Stoff ist natĂŒrlich und kommt auch in Obst oder GemĂŒse vor.

Eine bessere und lösungsmittelfreie Variante, Kaffeebohnen zu entkoffeinieren, ist das Kohlenstoffdioxidverfahren. Bei dieser Methode werden die Kaffeebohnen einem hohen Druck ausgesetzt und gleichzeitig mit flĂŒssigem Kohlenstoffdioxid abgespĂŒlt. Auf diese Weise kann das Koffein im Kohlenstoffdioxid gebunden und aus der Bohne entfernt werden.

Wie gefÀhrlich ist Dichlormethan?

Die Gesundheitsgefahr bleibt allerdings eine theoretische. Denn bei dem Entkoffeinierungsverfahren mĂŒssen strenge Grenzwerte eingehalten werden. So dĂŒrfen in einem Kilo Kaffee maximal noch zwei Milligramm des umstrittenen Dichlormethans vorhanden sein. Ein Grenzwert, der laut Experten in aller Regel sogar noch weit unterschritten wird. Dennoch lĂ€sst sich eine gewisse Gesundheitsgefahr nicht vollstĂ€ndig ausschließen.

Kaffee ohne Koffein mit gesunden Verfahren

Auch wenn bisher nicht geklĂ€rt ist, ob das Lösungsmittel Dichlormethan tatsĂ€chlich ungesund oder sogar krebserregend ist, gibt es auch ein Entkoffeinierungsverfahren, das garantiert unschĂ€dlich ist – und deshalb auch vor allem bei Bio-Kaffees angewandt wird. Hierbei werden die Kaffeebohnen nicht mit einem Lösungsmittel gespĂŒlt, sondern mit sogenanntem ĂŒberkritischen CO2, das Eigenschaften von Gas und FlĂŒssigkeiten zugleich besitzt. Allerdings ist das Verfahren aufwendiger, was sich entsprechend im Preis niederschlĂ€gt. DafĂŒr bleiben aber auch mehr Aromastoffe enthalten – gut fĂŒr den Geschmack. Teilweise werden den Bohnen auch mit dem natĂŒrlichen Lösungsmittel Ethylacetat das Koffein entzogen.


Diesen "gesĂŒnderen" Kaffee ohne Koffein gibt es auch als Kapseln oder Pad. Allerdings nicht von jedem Hersteller.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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