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"Du Opfer!" Wo liegen die Grenzen der Jugendsprache?

dpa, t-online, mmh; rev

31.10.2012Lesedauer: 2 Min.
Eltern sollten Jugendsprache akzeptieren - doch es gibt Grenzen.
Eltern sollten Jugendsprache akzeptieren - doch es gibt Grenzen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Oft ist es ein rauer Umgangston, der die Gespräche zwischen Teenagern auf dem Schulhof oder im Sportverein beherrscht. Die coolsten und nicht selten die härtesten Sprüche gelten dabei auch als die besten. Müssen wir uns ernsthaft Sorgen machen oder sollten wir das nicht einfach als normales Phänomen jugendlicher Sprachkultur akzeptieren? Wo sollten Erzieher und Eltern Grenzen setzen? Wann kippt die Sprache von witzig und knackig zu diskriminierend, verletzend und gewaltverherrlichend?

"Du Opfer!" Eltern sollten sich nicht ständig einmischen

"Mama, das meinen die nicht so", beschwichtigt ein zwölfjähriger Junge seine Mutter, die sich am Rand des Fußballplatzes aufregt, als sich zwei Jungen mit Ausdrücken wie "Loser" und "Opfer" beschimpfen. Und auch Erziehungsexperten sind der Ansicht, den Kids müssen auch verbal Freiräume bleiben: "Eltern sollten sich da nur in Extremfällen einmischen", sagt Diplom-Psychologe Ulrich Gerth, Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke). Denn es sei normal, dass sich junge Leute mit solchen Sprüchen von der Erwachsenenwelt abgrenzen wollen.

Beleidigungen gegen die Eltern gehen zu weit

Anders sehe es allerdings aus, wenn die Eltern mit einem fiesen Spruch angemacht werden. Äußerungen wie "Verpiss dich!" sollten sich Mutter oder Vater nicht gefallen lassen. Gerth rät, in solchen Fällen sofort deutlich zu sagen, dass das nicht geht - auch wenn noch andere Jugendliche dabei sind. "Klare Signale sind dabei wichtiger als lange Debatten." Dafür sei Zeit, wenn sich die Situation abgekühlt habe.

Die Grenzen der Jugendsprache

Doch sind Sätze und Beleidigungen, die sich gegen die Eltern und andere Erwachsene richten, die einzige Grenze, an die sich Jugendliche bei ihrem Sprachgebrauch halten sollten? Schwierig wird es vor allem, wenn Religion eine Rolle spielt oder verschiedene Kulturkreise unterschiedliche Assoziationen mit einem Wort verbinden.

"Du Jude" schallt es über einen Spielplatz eines Mittelstandsviertels. Als Eltern die Jugendlichen zur Rede stellen wollen, verdrücken die sich schnell. Kann das noch geduldet werden? Während Jugend-Fußballspielen ist es fast an der Ordnung, dass ausländische Kicker nebenbei Beschimpfungen wie "Neger" ins Ohr geflüstert bekommen. Sollte man auch das als Jugendsprache abtun und den Betroffenen sogar beibringen, mit derartigen Diskriminierungen umzugehen?

Was deutlich zu weit geht

Keine Frage, Sprache und besonders die Sprache der Jugend verändert sich. Heute denkt sich kaum jemand etwas dabei, wenn in einer Werbung das Wort "geil" als Synonym für "toll" oder "umwerfend" verwendet wird. Selbst ein Ausdruck wie "Bitch" (Schlampe) wird häufig gar nicht mehr als Beleidigung wahrgenommen, sondern beispielsweise als Synonym für "freches Mädchen".

Dennoch: Ausdrücke und Sätze, die andere in ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Religion beleidigen, sind rassistisch, diskriminierend und verletzend - ob sie nun bewusst von Erwachsenen ausgesprochen werden oder beiläufig und ohne größere Hintergedanken von Jugendlichen. Abgrenzung durch Sprache darf nur so weit gehen, dass niemand zu einem wirklichen "Opfer" wird. Kommt es dazu, ist es wichtig, dass Eltern einschreiten und den Kindern in einem Gespräch vermitteln, wieso sie doch künftig ihre Wortwahl überdenken sollten.

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