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Ist antiautoritäre Erziehung sinnvoll?


Antiautoritäre Erziehung: Wie funktioniert das?

sa (IP)

Aktualisiert am 06.01.2014Lesedauer: 2 Min.
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Sie war eines der großen Schlagworte der 68er: die antiautoritäre Erziehung. Kinder sollten sich durch diesen Erziehungsstil als freie und eigenständige Menschen entwickeln, ohne von den Eltern gebremst zu werden. Heute gilt sie zwar als mehr oder weniger gescheitert, jedoch können Sie einige grundlegende Gedanken auch in Ihren Erziehungsstil einfließen lassen.

Was steckt hinter diesem Konzept?

Die antiautoritäre Erziehung wird oft auch deshalb als Konzept oder Philosophie und nicht als Erziehungsstil bezeichnet, weil sie auf einen umfassenden theoretischen Unterbau fußt. Bereits in den 1920er Jahren fanden die ersten Gegenstimmen zur damals sehr autoritären Erziehung Gehör. In den späten 60er Jahren wurde der Ruf nach einer Erziehung laut, die vor einer Wiederholung des Dritten Reiches schützten und eine Entwicklung des Kindes zu einem selbstständigen, frei denkenden Menschen ermöglichen sollte. Dies führte zu einem Paradigmenwechsel in der Pädagogik.


Das gehört zu einer glücklichen Kindheit

Kinder sollen Kinder sein dürfen. Dazu gehören Geschrei, Getrampel, Lachen, Weinen, Toben – das darf man nie vergessen. Und Kinder machen Arbeit – wichtig sind deshalb durchdachte Erziehungsziele, die Integration der Kinder in den Alltag, Unterstützung und Beistand bei der psychischen Entwicklung und ein Gefühl für die Bedürfnisse von Mitmenschen.
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Wie äußert sich das Konzept in der Praxis?

Da das Konzept zum Ziel hat, Autoritäten abzuschaffen, lehnen antiautoritäre Eltern es in der Regel ab, Ihr Kind zu bestrafen oder Verbote aufzustellen. Dies kann sich entweder darin äußern, dass Sie Ihrem Kind gar keine Grenzen setzen oder in einer gleichberechtigten Diskussion versuchen, gemeinsam sinnvolle Lösungsansätze zu finden.

Gerade die Tabuisierung der kindlichen Sexualität sowie ein selbstbestimmterer kindlicher Umgang mit Regeln und Ordnung sind zentrale Themen des Erziehungskonzeptes. Ähnlichkeiten bestehen zum Laissez-faire-Erziehungsstil, allerdings beinhaltet die antiautoritäre Erziehung in der Praxis wesentlich mehr aktive Auseinandersetzungen mit dem Kind. Dies kann zum Beispiel so aussehen, dass Ihr Kind sein Zimmer aufräumen darf, wann und wie es möchte. Außerdem können Sie versuchen, positiv auf die Ordentlichkeit des Kindes einzuwirken, indem Sie mit ihm gemeinsam Vor- und Nachteile suchen und besprechen. Allerdings sind Belohnungen oder Strafen, die auf seinem Handeln basieren und dieses beeinflussen sollen, tabu.

Ist antiautoritäre Erziehung noch zeitgemäß?

Die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Erziehungsphilosophie ist inzwischen sehr gering. Kinder, die antiautoritär erzogen wurden, hatten oft Probleme, sich in Klassenverbände und Schulordnungen einzufügen und waren schnell als „ungezogene Egoisten“ verschrien. Dennoch fließen Teile dieses Konzept mit weniger Radikalität nach wie vor in den Erziehungsstil einiger Eltern ein.

Ihren Kindern die richtigen Werte zu vermitteln, ist ein komplexer Vorgang, der auch im Einklang mit der Gesellschaft stehen muss, in der das Kind lebt. Gerade der demokratische Umgang mit dem Kind, der es in seinen Bedürfnissen und Ansichten ernst nimmt, resultiert aus der antiautoritären Erziehung. Dazu zählt auch, dass Sie Regeln nicht aus Bequemlichkeit aufstellen, sondern weil es für Ihr Kind sinnvoll ist. Ebenso ist das Erklären dieser Regeln und das Einbeziehen Ihres Kindes in wichtige Entscheidungen eine der Auswirkungen, die die antiautoritäre Erziehung heute noch auf Erziehungsstile hat. „Kinder brauchen Menschen, die ihnen ein positives Vorbild sein können. Das lernen sie in einer wertschätzenden und fördernden Erziehung“, heißt es im Online-Eltern-Ratgeber „Elternwissen”.

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Diese Rechte haben Kinder
  • Claudia Zehrfeld
Von Claudia Zehrfeld
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