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Kirchlicher Kindergarten: Erziehung im Glauben


Kirchlicher Kindergarten: Erziehung im Glauben

fk (CF)

Aktualisiert am 13.05.2013Lesedauer: 2 Min.
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Ein kirchlicher Kindergarten will die Grundlagen des christlichen Glaubens stärken und den Kindern die moralischen und ethischen Grundsätze der Kirche vermitteln. Im Prinzip sind dabei sowohl evangelische als auch katholische Kindergärten für Kinder aller Konfessionen offen.

Kirchlicher Kindergarten: Trägerschaft und Finanzierung

Seit dem 19. Jahrhundert gibt es nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kirchliche Kindertagesstätten. Ein kirchlicher Kindergarten befindet sich im Regelfall in der Trägerschaft einer katholischen oder evangelischen Kirchengemeinde, einer diakonischen Einrichtung oder eines kirchlichen Vereins. Laut EKD sind etwa die Hälfte aller Kindergärten in Deutschland in kirchlicher Trägerschaft – etwa 9.000 evangelische Einrichtungen gibt es. Auch wenn die Eltern in der Kirche sind und Kirchensteuer zahlen, müssen sie trotzdem Beiträge entrichten, wenn ihre Kinder den kirchlichen Kindergarten besuchen – so wie in jedem anderen Kindergarten auch. Hinzu kommt eine Teilfinanzierung durch das Land oder die Kommune. (Gemeindekindergarten und städtischer Kindergarte)


Das gehört zu einer glücklichen Kindheit

Kinder sollen Kinder sein dürfen. Dazu gehören Geschrei, Getrampel, Lachen, Weinen, Toben – das darf man nie vergessen. Und Kinder machen Arbeit – wichtig sind deshalb durchdachte Erziehungsziele, die Integration der Kinder in den Alltag, Unterstützung und Beistand bei der psychischen Entwicklung und ein Gefühl für die Bedürfnisse von Mitmenschen.
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Schwerpunkte der Erziehung

In puncto Erziehung hat ein kirchlicher Kindergarten viele Gemeinsamkeiten mit einer nichtkonfessionellen Kita: Es wird gemeinsam gespielt, gebastelt und gegessen, und die Kinder lernen die Grundregeln des sozialen Umgangs miteinander. Zur Erziehung gehört in einem kirchlichen Kindergarten jedoch auch, sich auf kindgerechte Weise mit Glaubensinhalten auseinanderzusetzen. Dazu können Gespräche gehören, in denen die Kinder zum Nachdenken über die eigene Existenz und Identität sowie moralische und ethische Fragestellungen wie die Abgrenzung zwischen Gut und Böse angeleitet werden. So sollen sie auch frühzeitig lernen, ihr Selbstbild und ihr Handeln gegenüber anderen zu reflektieren. Zur Erziehung können auch das Vorlesen aus der Bibel oder gemeinsame Gottesdienstbesuche gehören. Hier setzt jede Kita ihre eigenen Schwerpunkte. (Kita-Konzepte: Welche gibt es?)

Für alle Konfessionen offen

Wer sein Kind in einem kirchlichen Kindergarten anmelden möchte, muss dazu nicht zwingend Mitglied der evangelischen oder der katholischen Kirche sein. "Grundsätzlich werden auch in kirchlichen Kindertagesstätten Kinder aus Familien mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit aufgenommen", so die EKD auf ihrer Internetseite. Es wird jedoch in der Regel erwartet, dass die Familien dem christlichen Glauben und den Erziehungszielen offen und positiv gegenüberstehen. Einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer kirchlichen Kita gibt es allerdings nicht – auch nicht für Familien, die Kirchenmitglieder sind.

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