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Abschied nehmen: Einen geliebten Menschen gehen lassen

Trauern  

Abschied nehmen: Einen geliebten Menschen gehen lassen

28.11.2012, 16:21 Uhr | jb (CF)

Abschied nehmen: Einen geliebten Menschen gehen lassen. Teilen Sie Ihre Gefühle mit Freunden und Verwandten (Quelle: imago images/blickwinkel)

Teilen Sie Ihre Gefühle mit Freunden und Verwandten (Quelle: blickwinkel/imago images)

Dem Tod eines geliebten Menschen folgt eine Trauerphase, in der Sie von ihm Abschied nehmen sollten. Wie lange diese Phase andauert, hängt ganz von Ihnen persönlich ab. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, die Trauer zu verarbeiten, und suchen Sie Unterstützung bei Menschen, die Ihnen nahestehen. So wird es Ihnen gelingen, den Verstorbenen in guter Erinnerung zu behalten, ohne dass Ihr eigenes Leben aus den Fugen gerät.

Den Tod akzeptieren und Abschied nehmen

Vor allem, wenn der Tod plötzlich und unvermittelt eintritt, fällt es vielen Menschen schwer, den Verlust eines geliebten Menschen zu akzeptieren. Die schmerzhafte Gewissheit, dass die Person nie wieder zurückkehren wird, sickert nur langsam in das Bewusstsein. Die Trauerphase dauert manchmal mehrere Monate, ehe es gelingt, den Blick wieder nach vorn und auf das eigene Leben zu richten. Damit dies gelingt, ist es wichtig, sich bewusst mit dem Verlust auseinanderzusetzen.

Organisation der Bestattung als Teil der Trauerarbeit

In der ersten Trauerphase weigern sich viele, den Verlust anzuerkennen. Wenn Sie sich um die Organisation der Bestattung und der Trauerfeier kümmern, kann dies hilfreich sein, um den Tod zu verarbeiten. Die Teilnahme an der Trauerfeier ist für viele der erste Moment, an dem sie den Tod erstmalig wirklich realisieren. Sie sollten aus diesem Grund auch Jugendlichen die Teilnahme ermöglichen, um Abschied nehmen zu können. Bei kleineren Kindern ist es hingegen individuell abzuwägen, ob eine Teilnahme ratsam ist.

In der Trauerphase Emotionen zulassen

Haben Sie die erste Trauerphase überwunden, folgt häufig eine sehr emotionale Phase, die von Wut, Zorn oder auch Angst geprägt sein kann. Häufig sind Hinterbliebene auf der Suche nach einem Schuldigen. Aggressionen wechseln sich mit Phasen der Depression ab. Sie sollten diese Emotionen nicht unterdrücken. Es kann stattdessen hilfreich sein, diese mit anderen Menschen zu teilen, die Ihnen nahestehen und Verständnis für Ihre Gefühle aufbringen. Sie müssen den Schmerz nicht allein ertragen.

Falls Sie niemanden zum Reden haben, können Sie auch Abschied nehmen, indem Sie Ihre Gedanken aufschreiben. Wenden Sie sich beispielsweise in einen Brief direkt an den Verstorbenen und schicken Sie diesen ab – als Flaschenpost zum Beispiel. Anderen hilft es, mit Fotos des Verstorbenen die Trauer zu überwinden. Ihnen sollte dabei bewusst sein: Abschied nehmen heißt nicht vergessen. Nur sollte Ihr eigenes Leben dabei nicht auf der Strecke bleiben.

Wenn professionelle Hilfe nötig wird

Wie lange die Trauerphase für einen jeden Einzelnen andauert, ist sehr unterschiedlich und nicht zuletzt davon abhängig, wie nahe man dem Verstorbenen stand. Einige überwinden die Zeit bereits nach einigen Wochen, andere benötigen mehrere Monate, um Abschied zu nehmen. Die meisten überstehen diese Zeit mit der Unterstützung des Freundes- und Verwandtenkreises.

Sollte auch nach Monaten nicht ein gewisses Maß an Normalität in Ihr Leben einkehren, empfiehlt es sich, die Hilfe von Spezialisten in Anspruch zu nehmen. Psychologen und Trauerbegleiter können dabei helfen, die Trauerphase zu überwinden. Auch Gespräche und gemeinsame Aktivitäten mit anderen Trauernden können dazu beitragen, neue Kraft zu schöpfen.

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